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M.RAPHAEL

Warum bist du nicht verheiratet? Teil 1

Da meine Beiträge auf GloriaTV hier und da auf Interesse stoßen, möchte ich diesen Artikel benutzen, um noch mehr auf meine persönliche Grundposition einzugehen, besonders auch deshalb weil ich manchmal für längere Zeit still bin. Eigentlich fühle ich mich bei diesem Aufweis etwas unwohl, weil ich auf keinen Fall für einen Selbstdarsteller gehalten werden möchte. Es geht nicht um mich, sondern um die Verherrlichung Gottes. Auch deshalb schätze ich GTV für die Anonymität. Ich mag keine Sektierer oder Gurus, im Gegenteil. Es geht nur um Gott und Seine Heilige Kirche.

Weil mich die Mutter Gottes in meinem Traum, Der Traum von der Mutter Gottes, aber anwies, dem kleinen Jungen auf seine Frage zu antworten, warum ich nicht verheiratet sei, fühle ich mich zu dieser persönlichen Information berechtigt. Er hat mich eben nicht um ein wissenschaftliches Referat über die Theologie des Zölibats gebeten. Das ist sehr wichtig und auch der Grund, warum ich schon lange nicht mehr theologisch mit Modernisten argumentiere. Die Entscheidung für oder gegen Gott wird auf wütendem Ohrfeigenniveau gefällt. Die Vernunft wird nur benutzt, um das Informationsmonopol an sich zu reißen. Wer kann den anderen durch ausufernde Begriffsverdrehungen zur Verzweiflung bringen und dadurch niederringen? Ein Menschengott verträgt keine Kritik. Sie will Päpstin werden, egal was.

Weil das wohl eine Vermutung sein könnte: Nein, die Frage impliziert nicht, dass die Mutter Gottes von mir gewollt hat, dass ich hätte heiraten sollen. Ich hätte fast eine wunderbare Französin aus Versailles geheiratet. Wir haben uns sehr gern gehabt. Sie hat in der Zentrale der Société Générale gearbeitet und ich in der Zentrale einer großen deutschen Bank. Aber es gab eine Wand. Irgendwann hat Gott mir gesagt: „Du gehörst mir!“ Dann war alles klar.

Nein, die höchste Wahrheit ist die Person. Es geht nur um sie und ihren Willen. Die Schöpfung entspricht dem Willen Gottes, Seiner Person. Als Logos hat er den Himmel und die Erde erschaffen. Der Logos ist streng mathematisch, konsequent und kohärent. So ist die Liebe, die Er ist. In Seiner Person, die die Liebe ist, ist er Gesetz. Das Naturrecht ist seiner Schöpfung eingeschrieben. Sie ist so, sie gehört Ihm.

Satan hat einen großen Sieg errungen, als er die Lüge weltanschaulich etablieren konnte, dass die physische Welt ohne eingeschriebenen Willen, ohne Bewusstsein ist. Das ist absolut und bösartig falsch, weil dadurch die meisten Menschen glauben, dass sie in der „sinn- und willenslosen“ Welt tun und lassen können, was sie wollen. Es gibt ja keine inhärente Moral oder Schöpfungsordnung. Ein evtl. Gott kommt dann von außen, von oben (siehe Karl Barth), wie eine schwammherzige Kirsche aufs Dessert. Die sucht man sich noch subjektiv aus. Heute Buddhist, morgen Tantra, übermorgen Protestant. Was tut gut? Man hat seinen Pokégott (von Pokémon, Pocket Monster, Monster in der Tasche), Gott in der Tasche. Er hat beim Yoga vor dem Altar gut zu tun. Schluss.

Die falsche Vorstellung, dass es die physikalische Welt ohne eingeschriebenes Bewusstsein gibt, wird schon lange, selbst von Atheisten kritisiert, vgl. John Searle, Thomas Nagel, besonders Geist und Kosmos, oder auch Rupert Sheldrake.

Im folgenden Video wird die Emergence Theory vorgestellt. Als Europäer müssen wir ein wenig von der amerikanischen Darstellung absehen und besonders auch von den spirituellen Interpretationen. Entscheidend ist nur die mathematische Faktenaussage, dass die Welt zutiefst quantifizierbare Information und damit zwingend Bewusstsein ist. Die Welt ist aufgebaut aus Informationspaketen. Sie ist Logos. Sie ist nicht schwammig fließend, in der ein Willkürgott seine Gnaden auch an falsche Päpstinnen verteilt. Nein, diese gehen in die Hölle, weil ihr Beobachter- und Akteurswille nicht mit dem Grundaufbau der göttlichen Schöpfungsordnung übereinstimmt:

www.youtube.com/watch

Die Person ist gefragt. Sie ist Beobachter und Handelnder. Wird sie ihren Platz im göttlichen Willen einnehmen oder eben nicht. Wird sie versuchen, ihren Willen gegen Gott durchzusetzen? Gott, wie ein großer Romanautor, hat die Geschichte mit Seinem Volk geschrieben. Eigentlich gibt es keine Zeit. Alles ist geschehen. Aber wir, in der Zeit, müssen uns fragen, ob wir mitspielen, ob wir unsere Rolle akzeptieren (oft auch als Verlierer oder kleiner Wurm) oder eben nicht? Mit unserer unsterblichen Seele entscheiden wir. Von außen schauen wir mit unserer Seele auf unsere, mit uns untrennbar verbundene, Leib/Psyche Einheit und machen mit oder nicht. Das ist Gesetz. Selbst die Barmherzigkeit kann es für uns nur dann geben, wenn wir sie wirklich wollen. Aber dafür müssen wir den Willen Gottes anerkennen, denn es gibt keine Barmherzigkeit außerhalb Seines Willens, Seiner Ordnung.

Es ist komplizierter, besonders in Bezug auf die Fragen nach der Realität der Abgefallenen, aber die Grundlagen sind genannt.

Ich höre hier auf. In weiteren Folgen werde ich (noch mal) meine kontemplative Berufung darstellen und warum ich mich zu Recht für eine Schreibmaschine halte, die geschrieben wird. Wenn es nach meiner modernen Erziehung ginge, würde ich gar nichts in dieser Hinsicht schreiben. Zu nahe wäre mir Ludwig Feuerbach. Aber dann schaue ich auf Hochwürden Dr. Gregorious Hesse und bewerte, wie die Vat.2 Kirche mit ihm umgegangen ist. Allein das wirft die Moderne über den Haufen. Meine Berufung ist nicht subjektive Spinnerei, sondern objektive Faktenrealität, eingebettet in den Kosmos des Willens. Das Eigentliche ist übernatürlich. Es ist unsichtbar. Es ist Person.