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Elista
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Der Größter Notfall in Europa: Geburtenmangel

Der Größter Notfall in Europa: Geburtenmangel
Kardinal Gualtiero Bassetti
17. Juli 2020

Leere Wiegen – Europa wird immer älter. Ein Kontinent ohne Zukunft?

„Der Geburtenrückgang ist heute ein echter Notfall. Und es ist wahrscheinlich der größte Notfall in Europa.“ Mit diesen aufrüttelnden Worten lenkte Kardinal Gualtiero Bassetti, der Vorsitzen der Italienischen Bischofskonferenz die Aufmerksamkeit auf die jüngsten Zahlen zu Geburten und Geburtenrate in Italien und der EU. Die Lage ist dramatisch. Das italienische Volk schrumpft seit 1976, im deutschen Sprachraum setzte die Schrumpfung bereits Anfang der 70er Jahre ein. Grund ist der massive Einbruch bei den Geburten.

Es sei „keine politische Frage von rechts oder links“, auch nicht nur eine Frage „von Geld oder Steuererleichterungen, so „notwendig“, diese auch sein mögen:
„Es ist eine Frage der Zivilisation. Dieser Rückgang der Geburtenrate ist das Zeichen einer Kulturkrise, die tief in unserer jüngsten Vergangenheit verwurzelt ist.“
Der Kardinal, Erzbischof von Perugia und Vorsitzende der Italienischen Bischofskonferenz Gualtiero Bassetti nahm zu den jüngst vom italienischen Statistikamt ISTAT veröffentlichten demographischen Zahlen Stellung. Zusammen mit den vor kurzem von der Europäischen Kommission vorgelegten Zahlen ergebe sich ein besorgniserregendes Bild:
„Es zeigt einen schnell alternden Kontinent, auf dem immer weniger Kinder geboren werden.“
Die Geburtenrate lag 2018 bei Italienerinnen bei nur 1,21 Kindern, bei Ausländerinnen in Italien bei 1,98, was einen Gesamtdurchschnitt von 1,29 Kindern ergibt. Liegt die Geburtenrat unter 2,1 Kindern schrumpft ein Volk. Kein EU-Mitgliedsstaat erreicht den bestandsicherenden Wert. Das italienische Volk ist sogar drauf und dran sich zu halbieren. Es liegt zusammen mit Spanien und Malta am unteren Ende der Fahnenstange. Die längere Lebenserwartung dämpft statistisch und in absoluten Zahlen die Auswirkungen. Da aber für die Zukunft nur die Geburten zählen, täuschen die absoluten Zahlen. Sie spiegeln in Wirklichkeit vor allem den Alterungsprozeß wider. Das übrige Wachstum ergibt sich ausschließlich aus Zuwanderung, in Österreich waren das 98 Prozent. Ähnlich sieht es in den meisten EU-Staaten aus.
Nach dem Zweiten Weltkrieg „hatten Jung und Alt im Wiederaufbau unterschiedliche Aufgaben und Funktionen, ergänzten sich aber zweifellos. Jeder spielte eine Rolle im ‚gemeinsamen Haus‘ dem Oikos, wie Franziskus in Laudato Si schreibt. Das reflektiert eine Vision der Welt, eine Philosophie der Geschichte und vor allem ein altes historisch-kulturelles Erbe, das zu schnell an den Rand des europäischen Alltags gestellt wurde“.
Für den Kardinal „gibt es heute zweifellos ein Problem der politischen-ökonomischen Organisation der Gesellschaft, aber mehr noch gibt es eine große existentielle und kulturelle Frage. In ganz Europa – aber vielleicht sollten wir in der ganzen westlichen Welt sagen – werden Familie und Kinder nur als Belastung gesehen, als großes Hindernis für Selbstbestätigung und Selbstbestimmung des Einzelnen. als ein Hindernis für eine berufliche Karriere und sogar für die persönliche Bereicherung .“
Und weiter:
„Auf der Grundlage einer Zivilisationskrise ändert sich die kollektive Mentalität, die das Verständnis von Geburt bis zum völligen Umkippen umwandelte: Sie wird nicht länger als ein Reichtum für Familie und Gesellschaft gesehen, sondern im Gegenteil als Ursache des subjektiven Elends, ein Hindernis für Erfolg, Selbstverwirklichung und in manchen Fällen sogar zur Quelle der Angst .“
Der Kardinal formuliert daraus einen Appell:
„Heute ist es mehr denn je notwendig, dieses Paradigma zu ändern. Angesichts einer Gesellschaft, die pulverisiert wird und einer politischen Macht die zunehmend partikularistisch und feudal ist, muß man sich bewußt sein, daß die Geburt eines Kindes ein Reichtum für alle und keine Belastung für die Wenigen ist.“
Das Zeugen und die Geburt eines Kindes sei das sichtbarste Zeichen von Zukunft.
„Wir müssen wieder dazu zurückkehren, mit Einfachheit, Freude und ohne schädliche politische Instrumentalisierungen das Evangelium des Lebens zu verkünden: Das heißt, es ist notwendig, die lebensspendende und regenerierende Welle der Gnade, Wahrheit und des Friedens auf die Seelen zu lenken.“

Text: Giuseppe Nardi
Bild: MiL
katholisches.info
Immaculata90
So geht Umvolkung: Eigene Kinder verhüten und abtreiben, land- und kulturfremde hereinholen!
Theresia Katharina
Kein Wunder, der Geburtenrückgang wurde massiv gefördert von der Regierung, die die Familien immer mehr unter Druck setzt! Nur Migarntenfamilien werden massiv gefördert!
Waagerl
Richtig, der Meinung war ich von Anfang an! Es wurde überhaupt alles gefördert, was den hiesgen Familien entgegen stand!
nujaas Nachschlag
Welche Sozialleistungen kriegen Migranten und Deutsche nicht?
Marcelaminas81
Ich habe 3 Kindern! VIVA Heilige Maria!
piakatarina
Nichts in dieser Welt hat eine Zukunft, wenn wir an das Evangelium glauben... wir stehen kurz vor dem „Sommer“. Was heißt das? Dass die Geschichte der Welt neigt zu ihrem Ende.
Miserere_nobis
Tja, wann werden die Bischöfe über die Abtreibung und den Schutz des Lebens, Feminismus, Verhütung, Maria 2.0 etc. predigen? 🥺
Elista
„Der Geburtenrückgang ist heute ein echter Notfall. Und es ist wahrscheinlich der größte Notfall in Europa.“ Mit diesen aufrüttelnden Worten lenkte Kardinal Gualtiero Bassetti, der Vorsitzen der Italienischen Bischofskonferenz die Aufmerksamkeit auf die jüngsten Zahlen zu Geburten und Geburtenrate in Italien und der EU. Die Lage ist dramatisch. Das italienische Volk schrumpft seit 1976, im …More
„Der Geburtenrückgang ist heute ein echter Notfall. Und es ist wahrscheinlich der größte Notfall in Europa.“ Mit diesen aufrüttelnden Worten lenkte Kardinal Gualtiero Bassetti, der Vorsitzen der Italienischen Bischofskonferenz die Aufmerksamkeit auf die jüngsten Zahlen zu Geburten und Geburtenrate in Italien und der EU. Die Lage ist dramatisch. Das italienische Volk schrumpft seit 1976, im deutschen Sprachraum setzte die Schrumpfung bereits Anfang der 70er Jahre ein. Grund ist der massive Einbruch bei den Geburten.