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Heilwasser
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Das Wort muss erfüllt werden. Warum eigentlich?

Das Wort muss erfüllt werden. Warum eigentlich?

„Allein: es muss das Wort erfüllt werden, das in ihrem
Gesetze geschrieben steht: Sie hassen mich ohne Grund.“

(Aus dem heutigen Ev. n. Joh 15,17-25 der Tridenti-
nischen Messe n. Pius V., Fest der hll. Apostel Simon
und Judas Thaddäus.)

Jesus erklärt dazu, dass sie nun keine Entschuldigung
mehr für ihre Sünde haben, denn wer Ihn hasst, hasst
auch den Vater. Wenn man die ganze Evangelienstelle
liest, weiß man erst, in welchem Gesamtkontext Jesus
dies sagt: es geht um die Auserwählten im Gegensatz
zur Welt.

So mancher hat sich wahrscheinlich schon öfter gefragt,
warum das Wort überhaupt erfüllt werden muss. Liegt
denn sowas wie Determinismus vor?

Keine so leichte Frage, aber wenn wir die Eckpunkte
festhalten, können wir sie lösen. Das Wort Gottes in
der Bibel ist oft ein prophetisches Wort, das in der
Vorausschau gegeben wird und was sollte der All-
wissende Dreieinige Gott nicht voraussehen können?
Warum sollte das Wort Gottes nicht voraussehen können,
dass sich zur Zeit Jesu manche für Ihn, manche aber
gegen Ihn entscheiden würden? Das war doch schon
immer so! Die Menschen offenen Herzens nehmen
neue Offenbarungen demütig an, die andern aus den
verschiedensten Gründen nicht, hauptsächlich aber,
weil sie verschlossene Herzen haben.

Dass das eigene Volk den Messias vielfach ablehnen
würde, war eigentlich ganz leicht vorherzusehen, denn
Menschen innerhalb ihrer systemischen Zwänge, denen
sie hörig sind, sind leicht ausrechenbar: seien es Macht-
zwänge, Ruhmeszwänge, Hochmutszwänge, Geldzwänge,
Gruppenzwänge oder sonstige ehrgeizigen Zwänge, die
es in der Welt so gibt. Überall, wo es sich Menschen
in ihren Systemen – und seien es auch religiöse – bequem
gemacht haben, werden ihre Herzen mit der Zeit ver-
steinert und sie verschließen sich total gegen die herein-
brechende Wahrheit, was besonders dann offenbar wird,
wenn der Herr in ihr Leben ganz konkret eingreifen
möchte und das tat Jesus mit seiner Predigt ganz ein-
schneidend und herausfordernd. Wenn Er schon mal
da war, dann nicht als Fähnchen im Wind, sondern
als Felsenzerspalter, könnte man sagen. Zweifellos
musste es so geschehen, dass Jesus von vielen
religiösen Führern seiner Zeit abgelehnt würde,
denn ihre Seelen waren bereits übertünchte Gräber.

Somit ist ersichtlich, warum es sich bei dem Erfüllen-
müssen nicht um einen Determinismus handelt, der den
freien Willen der Ungläubigen manipuliert hätte, sondern
es war eine leicht vorhersehbare Tatsache, dass die hoch-
mütigen Herzen verhärtet sein würden. Wenn auch der
Herr an anderer Stelle sagt, Er würde ihre Herzen ver-
härten, so dürfte die Ursache immer noch an ihrem freien
Willen liegen, lieber dem Hochmut zu dienen. Und Hochmut
verschließt nunmal das Herz und begünstigt den Hass.
Wen wundert es noch, dass solche die Liebe Jesu nicht
annehmen konnten?

Wenn ein Systemwechsel kommt - hier war es der
Testamentswechsel von alt zu neu -, gibt es immer
unflexible Gemüter, die trotzköpfig und starr reagieren
und dem Herrn Probleme bereiten. Um dieser Gefahr
zu entgehen, gibt es nur eines:

Bittet um Gnade und öffnet eure Herzen weit für Christus !!!

Heilwasser