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M.RAPHAEL

Die lieben und gehorsamen Kleriker Kinder der Vat.2 Kirche

Es gibt sehr viele gute und aufrichtige Vat.2 Kleriker. Sie lieben den lieben Gott, die Kirche und die Menschen. Sie meinen es wirklich gut. Die Kirche ist für sie eine heile Welt, die den Menschen Geborgenheit vor den Unbilden des Lebens bietet. Im Regelfall kommen sie aus gut katholischen Elternhäusern, in denen sie immer geschützt waren. Aus der Geborgenheit der Familie wechseln sie in die Geborgenheit der Kirche. Es gibt kein Risiko. Es gibt keinen Stress. Es gibt keinen Streit. Alle haben sich lieb. Darum geht es. Inhalte sind weniger wichtig. Sie müssen der Harmonie dienen. Der Papst hält das Schutzkollektiv zusammen. Er ist der Übervater. Ihm gegenüber gilt absoluter Gehorsam, egal was er redet oder tut, weil selbst er den lieben Geist des Kollektivs durch seine Individualgedanken nicht verändern kann. Wichtig ist, dass jeder seinen Platz in der Hierarchie einnimmt und gehorcht. Aufrührer von unten sind gefährlich und gefährden die Einheit. Deshalb will man keine stressigen Mystiker sondern normale Mitläufer. Die „ungehorsame“ Piusbruderschaft ist so für sie unangenehm.

Die familiäre Geborgenheit der Kirche ist für die Vat.2 Kleriker das Wichtigste, wie eine Erinnerung an einen Heiligen Abend am Ofen in der guten Stube der eigenen heilen Familie. Das geben sie nicht auf. Niemals wird diese Erinnerung verraten. Sie projizieren diese Güte der Vergangenheit in ihr Gottesbild. Der liebe Gott wird zu dem, der diese liebe Kindergemeinschaft zusammenhält. Wichtig sind das gemeinsame Mahl und das Händchenhalten. Das Opfer, kontemplative Stille, der Tabernakel, Hingabe an Gott, das Märtyrertum, all das ist unwichtig. Das einzige Ziel ist der Zusammenhalt in bergender Gemeinschaft. Niemand muss stark oder entschieden sein. Im Gegenteil, die schützende Kirche ist eine Heimat für die Kinder, die im normalen Leben eher nicht zurechtkommen würden. Jeder weiß, dass die, die in die Kirche oder in Klöster eintreten, oft Schwächlinge sind. Selbst meine fromme Mutter hat bei meinem Klostereintritt geweint mit den Worten: „Das hätte dir dein (verstorbener) Vater nicht erlaubt - so schwach bist du nicht - !“.

Wie soll eine solche Kirche der vergangenen Geborgenheit in der Zukunft kämpfen und missionieren, wenn ihr lieber Gott nur noch das unbedingte Prinzip des Zusammenhaltes und des kollektiven Schutzes ist? Es gibt keinen lieben Gott, auch nicht diesen. Wie kann man einen Gott, der Gefallen an Märtyrern hat, für lieb halten? Da muss man verrückt sein. Wie soll ein lieber Gott berufen, wenn es ihn nicht gibt?

Das schlimmste für die Vat.2 Kirche ist, dass das katholische Bürgertum und seine „schwachen“ Kinder aussterben. Das Schutzkollektiv wird nicht mehr gebraucht. Deshalb versucht Bergoglio, die Kirche in die globale sozialistische Weltordnung des Novus Ordo Seclorum zu integrieren. Es ist die einzige Chance, um diese falsche Kirchenvorstellung zu retten.

Da sie nur ein integratives Schutzprinzip als ihren lieben Gott „hat“, fallen der Vat.2 Kirche drei fundamentale Illusionen nicht auf, die quasi ihre Säulen ausmachen: 1. Die Wende von Gott zum Menschen kann nicht funktionieren, denn eine rein menschliche Liebe ist immer egoistisch, egal wie humanistisch sie sein will. Ohne Gott liebt der Mensch alles und jeden wie eine Tafel Schokolade (das gilt auch für den Altruismus, später mehr). 2. Die Stimme des lieben Gottes ist nicht die Stimme des wahren Gottes. Im Regelfall hat der Mensch eine innere Stimme, die seine Psyche als ein Gegenüber projiziert. Aber diese ist noch lange nicht die Stimme des wahren Gottes. 3. Der Kleriker wird dies nicht durch sein Gewand. Die Moderne möchte, dass sich die Kirche für eine sozialkonstituierende Sekte staatstragender Gutmenschen hält. Sie soll nur dort sein, wo es identifizierbare Strukturen wie Kirchenraum, Kleidung, Regeln, Riten, etc. gibt, denn das bedeutet, dass auch nur dort die Gesetze Gottes gelten. Umgekehrt können sich so Menschen für Priester halten, die noch niemals mit dem wahren Gott in Beziehung standen, aber die Regeln befolgen und sich dadurch in das Schutzkollektiv integrieren. Ich werde auf diese drei katastrophalen Falschannahmen kurzfristig noch mal ausführlicher zurückkommen.

Mit Marcus Porcius Cato dem Älteren gesprochen: Ceterum censeo concilium Vaticanum secundum esse delendum.