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Mahnung an die Priester von Papst Pius X.

Der heilige Papst Pius X. war sehr in Sorge über die Aufgabe der Priester, für die Seelen zu sorgen und sie zu Gott zu führen.
Um wieviel mehr leben wir heute in der Sorge um unsere eigenen Seelen, wenn uns die notwendige Nahrung fehlt. Wir müssen uns bemühen, durch gute Bücher, Hl. Schrift, Sakramentenempfang und gute Priester das Leben unserer Seelen wach zu halten und zu vervollkommnen.

Lesenswert sind die Worte des Schreibens des heiligen Papstes. Hier ein Auszug:

Sorge des Papstes um die Heiligkeit des Priesterlebens

Tief haften in der Seele die beängstigenden Worte des Völkerapostels an die Hebräer, da er sie allen Ernstes an die Gehorsamspflicht gegenüber den Vorgesetzten erinnert: Sie wachen über eure Seelen und müssen einst darüber Rechenschaft ablegen.

Gewiss richtet sich dieses Mahnwort an alle, die in der Kirche ein Amt bekleiden; in erster Linie aber betrifft es Uns, die Wir trotz Unserer Unwürdigkeit durch Gottes Fügung die höchste kirchliche Gewalt innehaben. Tag und Nacht lastet daher diese Verantwortung auf Uns, und ohne Unterlass sind Wir auf Mittel und Wege bedacht, um Wohlergehen und Wachstum der Kirche Gottes zu fördern.

Dabei beschäftigt Uns vor allem eine Sorge: die Priester möchten sich in ihrem ganzen Lebenswandel ihrer Berufspflicht wirklich würdig erweisen. Wir sind nämlich überzeugt, dass sich Unsere Hoffnungen für Erfolg und Zukunft der Religion hauptsächlich auf diese Voraussetzung stützen.

Deshalb haben Wir sogleich nach Antritt des obersten Hirtenamtes - ohne übrigens die mannigfachen Verdienste des Klerus in seiner Gesamtheit zu übersehen - es als Unsere Pflicht erachtet, Unsere ehrwürdigen Brüder, die Bischöfe des katholischen Erdkreises, nachdrücklich zu ermahnen, dass sie sich mit äußerster Energie beharrlich dafür einsetzen, Christus in denen zu gestalten, die von Amts wegen berufen sind, Christus in ihren Mitmenschen zu gestalten.

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Aufforderung an den Klerus zum Streben nach Heiligkeit

Gewiss gereicht es Uns zur Freude, dass diese Bemühungen der Bischöfe schon in einer ganzen Anzahl von Priestern eine heilige Begeisterung zu wecken vermochten, so dass sie die Gnade ihrer Priesterweihe entweder zu neuem Leben entfacht oder weiter entfaltet haben.

Und dennoch gibt es zu Unserem Bedauern in verschiedenen Ländern immer noch Geistliche, deren Lebenswandel keineswegs so ist, dass sie dem christlichen Volk, das zu ihnen aufblickt, ein Vorbild zur Nachahmung sein könnten.

Ihnen wollen Wir in diesem Schreiben Unser Herz öffnen wie ein Vater, dessen Herz um den kranken Sohn in angstvoller Liebe bangt. Diese väterliche Sorge ist es, die Uns dazu drängt, den Ermahnungen der Bischöfe Unser eigenes Mahnwort anzufügen. Wenn es auch vornehmlich den Zweck verfolgt, die Irrenden und Lauen zur Besinnung aufzurufen, so wünschen Wir dennoch, dass es auch allen übrigen neuen Ansporn gebe. Wir weisen den Weg, auf dem jeder mit stets wachsendem Eifer vorwärts schreiten muss, um in Wahrheit - gemäß dem treffenden Ausdruck des Apostels - ein Mann Gottes zu sein und den berechtigten Erwartungen der Kirche zu entsprechen.

Wir werden nichts sagen, was für alle außergewöhnlich oder für jemanden neu wäre, sondern lediglich Dinge, die jeder beherzigen muss. Und Gott gewährt Uns die Hoffnung, dass Unser Wort vielfältige Frucht zeitigen wird.

Unsere inständige Bitte lautet also: Erneuert euch. ..in eurer Sinnesart und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.[4] Das wird das schönste und willkommenste Geschenk sein, das ihr Uns ... überreichen könnt.

Und da Wir selber zerknirschten Herzens und in demütiger Gesinnung vor Gott Rückschau halten auf die verflossenen Jahre Unseres Priesterlebens, wird es Uns ein Trost sein, alle menschlichen Schwächen, die Wir etwa zu bedauern hätten, einigermaßen sühnen zu können, indem Wir euch inständig ermahnen, dass euer Lebenswandel würdig sei vor dem Herrn und in allem ihm wohlgefällig.

Mit diesem Mahnwort haben Wir jedoch nicht nur eure persönlichen Interessen im Auge, sondern auch die gemeinsamen Interessen der katholischen Völker, sind doch die einen mit den andern eng verbunden. Denn die Stellung des Priesters ist derart, dass er keineswegs für sich allein gut oder schlecht sein kann; sein Verhalten und seine Lebensführung hat im Gegenteil die folgenschwersten Rückwirkungen auf seine Mitmenschen. Welch großes und unschätzbares Geschenk ist für seine Umgebung ein wirklich guter Priester!

Die heilige Sendung erfordert heilige Diener.

Forderung: Übereinstimmung zwischen Lehre und Leben

Wir beginnen also Unsere Ermahnung, geliebte Söhne, mit der Aufforderung zu einem heiligen Lebenswandel, wie ihn eure hohe Würde erheischt. Wer in den Priesterstand eintritt, tut es ja nicht nur für sich selber, sondern für die andern: Denn jeder Hohepriester, aus den Menschen genommen, wird für die Menschen bestellt in ihren Anliegen bei Gott.

Darauf hat auch Christus hingewiesen, als er die Priester mit dem Salz und mit dem Lichte verglich, um das letzte Ziel ihres Wirkens zu veranschaulichen. Licht der Welt und Salz der Erde ist also der Priester. Diese Sendung verwirklicht er, wie jedermann weiß, hauptsächlich als Verkünder der christlichen Wahrheit.

Es ist aber ebenso klar, dass diese Tätigkeit nahezu nutzlos bleibt, wenn der Priester nicht das Wort seiner Verkündigung mit dem Beispiel seines Lebens bekräftigt. Wer einen solchen Prediger anhört, wird ihm böswillig zwar, aber nicht zu Unrecht entgegenhalten: Sie geben vor, Gott zu kennen, verleugnen ihn jedoch durch ihre Werke.

Er wird seine Belehrung abweisen, und sein Licht wird ihn nicht erleuchten. Deshalb hat Christus, das Vorbild des Priesters, zuerst durch das Beispiel und sodann mit Worten gelehrt: Jesus begann zu wirken, dann zu lehren.

Ebenso wenig kann der Priester, wenn er die Selbstheiligung vernachlässigt, Salz der Erde sein. Was nämlich verdorben und schal geworden ist, besitzt nicht mehr die; Kraft, unversehrt zu erhalten; wo aber die Heiligkeit fehlt, da nistet sich unausweichlich die Verderbnis ein. Darum hat Christus, diesen Vergleich fortführend, solche Priester als fades Salz bezeichnet, das zu nichts mehr taugt, als weggeworfen und sogar von den Menschen zertreten zu werden....

Rundschreiben Haerent animo, Auszug copiert von Kathpedia
elisabethvonthüringen
Die Grabinschrift
Papst Pius X., arm und doch reich,
sanft und von Herzen demütig,
tapferer Streiter des katholischen Glaubens,
bestrebt, alles in Christus zu erneuern,
fromm entschlafen am 20. August 1914.
Vered Lavan
Einerseits leben in den Sakramenten, andererseits im Worte Gottes, und dann im Überlieferten Lehramt. Das ist ein Ideal eines Priesters.
Eugenia-Sarto
Ganz wichtig ist noch das Gebet und die Betrachtung.
Eugenia-Sarto
Die jungen Priester sind arm dran, wenn man sieht, welch modernistische Ausbildung sie erhalten. Sie brauchen schon gute Bischöfe und Mitbrüder, um den Haeresien zu entkommen.
Vered Lavan
Das nützt alles nichts mehr. Die modernen Seminare sind komplett in Häresie und Falschwissen versunken.