michael7
Man kann auch nicht sagen: "Das Gehirn produziert den Geist", denn Materie kann keinen Geist hervorbringen.
Der menschliche Geist kommt von Gott, der ihm von Seinem Geist mitgeteilt hat, ihn eingehaucht hat, wie die Genesis sagt.
Richtig muss man sagen: Der Geist wirkt über bestimmte Organe (Gehirn, Nervensystem ...), die Gott dafür erschaffen hat, auf den Leib und macht ihn zum lebendigen …More
Man kann auch nicht sagen: "Das Gehirn produziert den Geist", denn Materie kann keinen Geist hervorbringen.
Der menschliche Geist kommt von Gott, der ihm von Seinem Geist mitgeteilt hat, ihn eingehaucht hat, wie die Genesis sagt.
Richtig muss man sagen: Der Geist wirkt über bestimmte Organe (Gehirn, Nervensystem ...), die Gott dafür erschaffen hat, auf den Leib und macht ihn zum lebendigen Ebenbild Gottes.
michael7
Man könnte den Modernismus natürlich als "Dualismus" bezeichnen, weil er an der absoluten und immer gültigen Wahrheit nicht mehr festhält. Da gibt es dann unabhängig von der "religiösen Wahrheit" die "weltliche Wahrheit", die eben mehr oder weniger vom Zufall bestimmt wird.
Weil damit aber neben der absoluten und unveränderlichen Wahrheit, die Gott ist, eine andere "Wahrheit" eingeführt wird, …More
Man könnte den Modernismus natürlich als "Dualismus" bezeichnen, weil er an der absoluten und immer gültigen Wahrheit nicht mehr festhält. Da gibt es dann unabhängig von der "religiösen Wahrheit" die "weltliche Wahrheit", die eben mehr oder weniger vom Zufall bestimmt wird.
Weil damit aber neben der absoluten und unveränderlichen Wahrheit, die Gott ist, eine andere "Wahrheit" eingeführt wird, wird Gott von Seinem Thron gestoßen und eigentlich die Materie als die letzte und einzige "Wahrheit" aufgerichtet. Wahrheit wird dann "evolutionär", weil auch die "Welt" ja nie gleichbleibt.
Gott wird dann "kosmisch" gedacht (vgl. Theilhard de Chardin), also pantheistisch oder monistisch, und ebenfalls "evolutionär" oder willkürlich.
Auch der Protestantismus ist eine solche Abkehr von Gott. Nach Luther gibt es Vernunft und Erkenntnismöglichkeit nur noch im innerweltlichen Bereich, im Hinblick auf übernatürliche Wahrheit(en) ist Vernunft oder Freiheit nach ihm aber nur noch eine "Hure", die ohne eigenes und wirkliche Erkenntnis- oder Entscheidungsvermögen bleibt.
Descartes suchte dieser Sicht durch den Hinweis auf den Vorrang des Geistes vor der Materie zu begegnen. Der Mensch ist zur Wahrheit fähig durch seine geistige Natur, die ihn zum Ebenbild Gottes macht.
Das ist nicht dualistisch, sondern letztlich christlich. Es geht nicht um willkürliche mentale Setzungen wie in jeder Irrlehre und auch im Modernismus, sondern um Rückbindung aller Erkenntnis von Wahrheit an die erste und absolute Wahrheit, die nur Gott (und nicht die Materie) sein kann.
Nicht der Leib, sondern der Geist macht den Menschen aus, gibt ihm erst die "Form", wie es die mittelalterliche Theologie ausdrücken würde, macht ihn zum Ebenbild Gottes und damit zur Erkenntnis von absoluter, ewig gültiger Wahrheit fähig.