Santiago_

Böse wider Willen

21.10.2019 aktualisiert: 21.10.2019 Berlin Von Helden, Antihelden und Bösewichten: Der Spielfilm „Joker“ zeichnet die Verwandlung eines Gedemütigten …
M.RAPHAEL
Apropos Joker:
www.youtube.com/watch

Es ist nicht so leicht mit der Liebe.
Santiago_
Ich bin gerade erst aus der englischen OV des Films gekommen. Er ist total verstörend, erschütternd sowie gleichermaßen bedrohlich. Aber ALS Joker ist er böse, weil er es will. Arthur Fleck ist zu diesem Zeitpunkt gleichsam schon in ihm (ab)gestorben. Regisseur Todd Philipps hält einem gnadenlosen (Wirtschafts-) System und einer daraus resultierenden - immer kälter werdenden - Gesellschaft, …More
Ich bin gerade erst aus der englischen OV des Films gekommen. Er ist total verstörend, erschütternd sowie gleichermaßen bedrohlich. Aber ALS Joker ist er böse, weil er es will. Arthur Fleck ist zu diesem Zeitpunkt gleichsam schon in ihm (ab)gestorben. Regisseur Todd Philipps hält einem gnadenlosen (Wirtschafts-) System und einer daraus resultierenden - immer kälter werdenden - Gesellschaft, welche fortschreitend nihilistisch geworden ist, schonungslos einen Spiegel vor. Dostojewskis eindringliche Mahnung ist somit aktueller denn je: "Wenn es keinen Gott gibt, ist alles erlaubt." Dieser Film weist eindrücklich auf die grausamen Folgen des praktizierten Atheismus hin.
M.RAPHAEL
Danke @Santiago74 für den Beitrag. Der Joker ist wichtig. Das juckt jetzt in den Fingern.
Seidenspinner
Interessant. Hier ist die Antwort im Artikel:
„Joker“, der zu Beginn noch Arthur Fleck heißt. Der junge Mann, der seine kranke Mutter vorbildlich pflegt, wurde nicht nur als Kind missbraucht. Er leidet auch unter einem psychotischen Lachzwang. Arthur wird von Teenagern auf der Straße drangsaliert, von jungen Bankern in der U-Bahn verspottet und von seinen Arbeitskollegen gehänselt. Er ist ein …More
Interessant. Hier ist die Antwort im Artikel:
„Joker“, der zu Beginn noch Arthur Fleck heißt. Der junge Mann, der seine kranke Mutter vorbildlich pflegt, wurde nicht nur als Kind missbraucht. Er leidet auch unter einem psychotischen Lachzwang. Arthur wird von Teenagern auf der Straße drangsaliert, von jungen Bankern in der U-Bahn verspottet und von seinen Arbeitskollegen gehänselt. Er ist ein Außenseiter, der nur Demütigungen kennt. Der Schritt zum brutal mordenden Psychopathen scheint programmiert. Nicht zufällig erinnert die Welt, in der Arthur/Joker lebt, kaum an die Comic-Stadt Gotham City.