Waffenruhe im Jemen beendet. Neue Kämpfe ausgebrochen. Deutschland liefert Waffen. Ansarollah drohen Ölfirmen in Saudi-Arabien und VAE. UNO: 13 Millionen Jemeniten droht der Hungertod.

Am Sonntag war im Jemen nach einem halben Jahr der Waffenstillstand zwischen der von Saudi-Arabien geführten Kriegskoalition auf der einen Seite und den Iran-nahen Ansarollah ausgelaufen, die in den westlichen Medien meistens als Houthi-Rebellen bezeichnet werden.
Deutschland liefert trotz einer angeblich restriktiven Rüstungsexportkontrolle Waffen an Saudi-Arabien und dessen Verbündete und heizt somit den Konflikt mit an.

#wertebasiert Ampel liefert Waffen an Saudis, VAE, Sudan, Kuwait, Bahrein, Ägypten. Jemens Zivilist…

Die saudische Kriegskoalition greift regelmässig zivile Ziel an. Schon vor Jahren wurde bekannt, dass sich Kampfpiloten beschwert hatten, weil es keine militärischen Ziele mehr gäbe. Deutschland hat nun vor wenigen Tagen wieder Ersatzteile für Kampfjets geliefert und kauft große Mengen Erdgas in den VAE die sich miT deutschem Geld die Kriegskassen füllen.

Die von Deutschland mit Waffen unterstützte Kriegskoalition hat seit 2016 eine See- und Luftblockade über den Jemen verhängt; diese ist laut UNO für die größte humanitäre Katastrophe der Erde verantwortlich. Es droht 13 Millionen Jemeniten der Hungertod, da Sanaa fast 90 Prozent seiner Lebensmittel importieren muss, was durch die Blockade verhindert wird.
»Die Zehntausenden Zivilisten, die aufgrund von Unterernährung, durch Wasser übertragener Krankheiten und des fehlenden Zugangs zu Gesundheitsversorgung sterben, sind keine Kollateralschäden des Konflikts«, sondern direkte Opfer von Kriegsverbrechen, hatte Helen Legeacy, Rechtsdirektorin der 1985 in Genf gegründeten Allianz von Nichtregierungsorganisationen, erklärt.

Nicht nur die Mitglieder der Kriegskoalition, sondern auch Unternehmen und Regierungen, die Rüstungsgüter liefern, könnten haftbar gemacht werden.
Vielleicht wird also auch Baerbock und Co eines Tages dafür Rechenschaft ablegen müssen, den brutalen Krieg im Jemen mit Waffenlieferungen am Laufen gehalten zu haben. Mittlerweile werden über 400.000 Todesopfer des Jemen-Kriegs gezählt, die entweder aufgrund direkter Kampfhandlungen oder durch die Folgen der Blockade ums Leben gekommen sind.

Der UNO-Sondergesandte für den Jemen Hans Grundberg.

Der UN-Sonderbeauftragte Hans Grundberg gab am Sonntag Abend das Scheitern seines Versuches bekannt, den ohnehin brüchigen Waffenstillstand ein weiteres mal zu verlängern. Immerhin hatte es in den letzten Monaten weniger Kämpfe und somit weniger Leid für die Zivilisten gegeben.
Kurz nach dem Ende des Waffenstillstands brachen in verschiedenen Provinzen neue Kämpfe aus.

Grundberg hatte versucht, diesmal eine Verlängerung der Waffenpause um sechs Monate zu erreichen, die an zusätzliche Bedingungen wie die Öffnung wichtiger Straßen im Südwesten des Jemen und einen Gefangenenaustausch geknüpft gewesen wäre. Zudem betonte Grundberg sein Ziel, die Feuerpause in einen dauerhaften Waffenstillstand zu überführen.
Dies ist nicht gelungen.

Samad-4 Drohne aus dem Iran. Mit solchen Waffen greifen die Ansarollah die Gas- und Erdölinfrastruktur in Saudi-Arabien und VAE an.

Die Organisation Care sprach von einer »extrem traurigen« Entwicklung für die Bevölkerung und die humanitären Helfer. Der Norwegische Flüchtlingsrat (NRC) nannte die Nachricht »zutiefst enttäuschend«. Oxfam teilte mit: »Millionen sind jetzt gefährdet, wenn Bombardements, Beschuss am Boden und Raketenangriffe weitergehen.«

In der Provinz Marib kam es zu neuen Gefechten, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Militärkreisen. Die gescheiterten Versuche, einen dauerhaften Waffenstillstand zu erreichen, seien möglicherweise »nur ein Vorspiel zu einer brutalen neuen Runde militärischer Konfrontation«, schrieb Experte Ahmed Nagi vom Thinktank Carnegie schon im August.
Die Ansarollah drohten am 02.03. Saudi-Arabien und den VAE mit neuen Drohnenangriffen und forderten dortige ausländische Energiekonzerne zum Verlassen diese Länder auf.

Die Ansarollah drohten, auch Öl- und Gasinfrastruktur im benachbarten Saudi-Arabien oder den Vereinigten Arabischen Emiraten anzugreifen. Die dort angesiedelten Energieunternehmen hätten jetzt die Chance, diese Länder zu verlassen, teilte Huthi-Militärsprecher Jahja Sari mit. Im Februar griffen sie eine Ölanlage in der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi an.

The armed forces give the oil companies in the UAE and Saudi Arabia an opportunity to arrange their status and leave | أنصار الله
Experten fürchten Wiederbeginn der Kämpfe im Jemen

un.org/sg/en/content/profiles/hans-grundberg
UN: 13 Millionen Menschen im Jemen droht der Hungertod
martin fischer
michael7
Die angebliche "Friedenspartei" der Grünen, die noch im Wahlkampf gegen Waffenlieferungen gewettert hatte, ermöglicht oder fordert nun plötzlich überall Waffenlieferungen, sogar in Kriegsgebieten! Und will von dort nun Gas und Öl, wo Menschenrechte massiv verletzt und Kriegsherren gegen andere zu Felde ziehen!
Verlogener geht es wohl kaum. Es entlarvt, dass auch die grüne "Moralgeschichte" zur …More
Die angebliche "Friedenspartei" der Grünen, die noch im Wahlkampf gegen Waffenlieferungen gewettert hatte, ermöglicht oder fordert nun plötzlich überall Waffenlieferungen, sogar in Kriegsgebieten! Und will von dort nun Gas und Öl, wo Menschenrechte massiv verletzt und Kriegsherren gegen andere zu Felde ziehen!
Verlogener geht es wohl kaum. Es entlarvt, dass auch die grüne "Moralgeschichte" zur Ukraine hinten und vorne nicht aufrichtig ist!
martin fischer
Vor ~einer Woche hat die Ampel neue Waffenlieferungen an die Saudi-Koalition genehmigt, die im jemen bombt und aushungert. Seit Sonntag wird dort wieder auf breiter Front gekämpft. Die VAE freuen sich darüber, dass wir bei ihnen Gas kaufen, so können sie sich noch viiiiiiele Waffen leisten um die Jemeniten zu terrorisieren.....
martin fischer shares this
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Ceasefire in Yemen ended. New fighting has broken out. Germany supplies weapons. Ansarollah threaten oil companies in Saudi Arabia and UAE.
On Sunday, the ceasefire between the Saudi Arabia-led war coalition on the one side and the Iranian-affiliated Ansarollah, who are usually referred to as Houthi rebels in the Western media, expired in Yemen after half a year.
The war coalition, supported by …More
Ceasefire in Yemen ended. New fighting has broken out. Germany supplies weapons. Ansarollah threaten oil companies in Saudi Arabia and UAE.
On Sunday, the ceasefire between the Saudi Arabia-led war coalition on the one side and the Iranian-affiliated Ansarollah, who are usually referred to as Houthi rebels in the Western media, expired in Yemen after half a year.
The war coalition, supported by Germany with weapons, has imposed a naval and air blockade on Yemen since 2016; according to the UN, this is responsible for the largest humanitarian disaster on earth. There are already 400,000 dead.
The UN Special Envoy Hans Grundberg announced on Sunday evening the failure of his attempt to extend the already fragile ceasefire a second time.
New fighting broke out in the province of Marib, the Deutsche Presse-Agentur learned from military circles. The failed attempts to reach a permanent ceasefire may be "only a prelude to a brutal new round of military confrontation", wrote expert Ahmed Nagi of the Carnegie think tank back in August.
Ansarollah threatened to attack oil infrastructure in neighbouring Saudi Arabia or the United Arab Emirates. The oil companies based there now have the chance to leave these countries, Huthi military spokesman Jahja Sari announced. In February, they attacked an oil facility in the Emirati capital Abu Dhabi.
martin fischer
According to the UN, 13 million Yemenis are at risk of starvation due to the sea and air blockade, as the country has to import almost 90 per cent of its food.
UN: 13 Millionen Menschen im Jemen droht der Hungertod