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M.RAPHAEL
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Feind der Kirche und der Menschen?

O Immaculata, Königin des Himmels und der Erde, Zuflucht der Sünder und unsere Mutter, die uns so sehr liebt und welcher Gott die ganze Ordnung der Barmherzigkeit anvertraut hat! Ich, unwürdiger Sünder, werfe mich zu Deinen Füssen nieder und flehe Dich aus tiefstem Herzen an: Würdige Dich, mich ganz und gar als Dein Gut und Dein Eigentum anzunehmen. Was Dir gefällt, mache mit mir, mit allen Fähigkeiten meiner Seele und meines Leibes, mit meinem ganzen Leben, mit meinem Tod und meiner Ewigkeit.
Bestimme ganz über mich, so wie Du es Willst, auf dass sich erfülle, was von Dir gesagt ist: „Sie wird der Schlange das Haupt zertreten“ - und ebenso: „Du allein hast alle Häresien auf der ganzen Welt besiegt.““


Dieses Gebet bete ich jeden Tag. Es drückt wunderbar aus, um was es auf dem Weg zu Gott geht: die völlige Unterwerfung unter den Willen Gottes. Nicht mehr der Eigenwille herrscht, sondern der Wille Gottes. „Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir“ (Gal 2,20). Gott ist der große allmächtige Herrscher. Der Mensch hat Ihm zu gehorchen.

Fast immer will der Mensch mit seinem Eigenwillen etwas anderes als Gott (vgl. Mt 16,23). Der Mensch will das irdische Glück. Gott dagegen will den Menschen in den Himmel führen, dadurch, dass sich der Mensch von seiner Weltgier löst. Das erklärt die evangelischen Räte. Im absoluten Gehorsam in Bezug auf den Willen Gottes wählt der Mensch, der Vollkommenheit sucht, Armut und Keuschheit, um den irdischen Früchten des Fleisches zu entsagen. Aber auch die Christen, die zu einem weltlicheren Leben berufen sind, sind aufgerufen, die Weltentsagung des Herrn und der Heiligen als inneres Ideal zu pflegen. Kreuzanbetung und Heiligenverehrung sind Kern der katholischen Identität.

Der moderne aufgeklärte Mensch definiert sich dagegen gerade über seinen Ungehorsam gegenüber Gott. Kants Definition der Aufklärung spricht Bände: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. ... Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“

Der aufgeklärte Mensch gehorcht der Leitung Gottes nicht mehr. Jetzt benützt er seinen eigenen Verstand, um den Eigenwillen durchzusetzen. Der aufgeklärte Mensch hält sich selbst für Gott.

Die Selbstvergötzung des aufgeklärten Menschen drückt Sloterdijk unerträglich klar aus. Die Menschengötter haben keine Angst mehr:

nzz.ch/…hinter-die-religion-ld.1592210

Es ist hoffnungslos. Der biblische Ungehorsam der Eva wird heute von fast allen Menschen geteilt. Es ist in der Geschichte nicht besser geworden, sondern viel schlechter. Die Selbstvergötzer leben für ihren Eigenwillen. Sie wollen nicht mehr hören, dass sie gehorchen müssen. Sie machen, was sie wollen. Sie glauben, dass ihnen ihr Bauch gehört. Sie glauben, dass ihnen alles gehört. Das ist falsch, denn alles gehört Gott.

Wer die Menschen an die Herrschaft des Willens Gottes erinnert, wird gehasst. Vielleicht kann man ihn ignorieren, wenn nicht, muss er weggedrückt werden. Da halten alle Selbstvergötzer zusammen. Besonders Frauen mögen es nicht, wenn sie einen Menschen nicht umarmen, d.h. vereinnahmen können, als Mittel um ihren Willen durchzusetzen. Wenn ein Mann sich weigert, sich auf diese Weise unterdrücken zu lassen, wird er zur Unperson. Dann ist er für die Frauen tot. Aber, wie gesagt, nicht der Wille der Frauen zählt, sondern der Wille Gottes. Nur Gott ergebene Frauen erfassen und respektieren das „noli me tangere“ (vgl. Joh 20,17).

In diesem Sinn verstehe ich mich als Erinnerer an die Wahrheit der Herrschaft des göttlichen Willens. Da das immer eine Relativierung des Irdischen beinhaltet, wird das von den aufgeklärten Menschengöttern mit Absicht nicht verstanden. Sie wollen mich für einen Feind der Menschen halten, weil ich rücksichtslos für die Fremdbestimmung durch Gott statt für die Selbstbestimmung durch den Eigenwillen eintrete. Tatsächlich bin ich das nicht. Ich will das wahre Heil der Menschen, das allein in der Unterwerfung unter den göttlichen Willen besteht. Nur in diesem gibt es ewiges Leben. Der Eigenwille MUSS in die Hölle und damit alle Selbstvergötzer.

Was ist der göttliche Wille? Der Heilige Geist hat Ihn in der traditionellen katholischen Kirche über die Jahrhunderte konkretisiert. In diesem Sinn hat die Kirche die Geschichte Gottes mit der Menschheit fortgesetzt. Sie führt die Heilige Schrift weiter.

Deshalb verteidige ich die Heilige Kirche mit allem was mich ausmacht. Ich bin kein Feind der Kirche, im Gegenteil. Ich kritisiere die Konzilskirche, weil sie der Aufgabe der Kirche nicht mehr gerecht wird. Sie verkündet nicht mehr die Herrschaft des göttlichen Willens. Sie versucht, die Volkskirche zu bewahren und passt sich deshalb den Selbstvergötzern an. Das nennt sie menschenfreundlich, weil sie niemand etwas vorschreiben will. Die Opfer geraten aus dem Blick. Die Segnung aller möglichen Perversionen soll die Menschen in der Kirche halten (Amoris Laetitia).

Dabei kennen die Konzilskleriker ganz genau die Wahrheit, dass Gott herrscht. Sie zeigen das, in dem sie den Frauen die Priesterweihe vorenthalten. Das bedeutet, dass eine Frau sich eben nicht selbstbestimmt für das Priestertum entscheiden kann. Sie muss sich dem Willen Gottes unterwerfen. So wissen die Konzilskleriker ganz genau, dass sie, sollten sie die Priesterweihe für Frauen erlauben, aus der Wahrheit herausfallen würden. Sie würden in kürzester Zeit ihre Macht verlieren.

Das ist der furchtbare Widerspruch: Auf der einen Seite verkünden sie das irdische Eigenwohl, weil sie gefallen wollen. Danach haben die Menschen ein Recht auf ihre Träume nach einem schönen irdischen Leben, einschliesslich sexueller Erfüllung. Niemand muss mehr opfern, es wird nur noch gefeiert (Messfeier statt Messopfer). Die Gemeinschaft der Gläubigen wird in diesem Sinn wie ein pilgernder Kirchenchor verstanden, der nicht mehr aufhört, eine berauschende Weihnachtsfeier zu zelebrieren. Auf der anderen Seite leben die Kleriker nach innen einen gnadenlosen Gehorsam unter die Fremdbestimmung der Kirchenführung, deren Autorität sich nach wie vor aus der Fremdbestimmung durch den göttlichen Willen ableitet. Deshalb ziehen sie auch keine Strassenanzüge an. Selbst Kasper läuft im Kardinalsgewand rum. Er kennt die Basis seiner Macht ganz genau. Alles verlogen. Furchtbar.

Um die Heilige Kirche zu verteidigen, werde ich weiterhin die Konzilskirche kritisieren. Die Kirche muss wieder rücksichtslos die Herrschaft des göttlichen Willens verkünden. Entschiedene Abtreiber, Homos, Feministen, Ehescheider, etc. müssen gnadenlos ausgeschlossen werden, selbst wenn nur noch ein paar wenige Gläubige übrig bleiben.
Josef O.
@M.RAPHAEL Ich hätte da mal eine Frage: Dieses Gebet, das Sie Ihrem Beitrag voranstellen, finde ich sehr schön... hört sich ganz nach Myriam von Nazareth an. Und wenn Sie davon sprechen, dass sich der Mensch ganz dem Willen Gottes unterwerfen soll und muss, dann hört sich das nach Luisa Piccarreta an.
"O Immaculata, Königin des Himmels und der Erde, Zuflucht der Sünder und unsere Mutter... …More
@M.RAPHAEL Ich hätte da mal eine Frage: Dieses Gebet, das Sie Ihrem Beitrag voranstellen, finde ich sehr schön... hört sich ganz nach Myriam von Nazareth an. Und wenn Sie davon sprechen, dass sich der Mensch ganz dem Willen Gottes unterwerfen soll und muss, dann hört sich das nach Luisa Piccarreta an.
"O Immaculata, Königin des Himmels und der Erde, Zuflucht der Sünder und unsere Mutter... Ich, unwürdiger Sünder, werfe mich zu Deinen Füssen nieder..." - ich vermute mal, dass hier nicht nur Protestanten, sondern auch viele Katholiken Einspruch erheben werden, darunter auch leider viele von denen, die sich der Tradition verbunden glauben. Ich behaupte, dass auf diese Weise nur Gläubige beten können, denen das Verständnis der Rolle Mariens im Erlösungsgeschehen voll und ganz geschenkt worden ist und die Maria als Miterlöserin sehen. Ich habe schon immer vermutet, dass man die Kraft des Rosenkranzes, jedes Ave Maria, das Wesen des angekündigten Triumphes ihres Unbefleckten Herzens nur vor dem Hintergrund ihrer Miterlöserschaft erklären kann. Bis vor kurzem war ich der Meinung, dass sich auch weite Teile der Piusbruderschaft gegen eine Miterlöserschaft Mariens stellen, selbst wenn es innerhalb der Piusbruderschaft ein Priorat gibt, wo Hl. Messen in der Kapelle Maria Miterlöserin gefeiert werden. Ich habe schon viele Bücher und Aufsätze gelesen, die sich mit dem Thema Miterlöserschaft Mariens auseinandersetzen, habe aber bis jetzt keine so tiefgründige theologische Begründung der Miterlöserschaft Mariens gelesen wie dieses Buch von drei FSSPX-Priestern: 'Maria - Mutter des Priesters und Miterlöserin auf Golgotha'. Ich habe mich mit meinen persönlichen Überlegungen noch nie so bestätigt gefunden wie in diesen Ausführungen der drei FSSPX-Priester. Nachdem was hier gerade auch um die Jahreswende herum anlässlich der neuesten Entscheidung des Vatikans zu Amsterdam an Unsinnigkeiten vorgebracht wurde, kann ich nur allen Traditionsverbundenen eindrücklich empfehlen, diese Schrift zu studieren. Man jammert ja zurecht über den Verfall in der Kirche, übersieht aber, dass mit der Zurückweisung Mariens als Miterlöserin auch das rechte Verständnis des Priestertums und damit einhergehend auch das rechte Verständnis des Messopfers geschwunden sind... daher dieser Niedergang!!! Davon ausgenommen sind eigentlich nur die marianischen Priester im VOM und NOM geblieben. Was sagen Sie dazu? Schreiben Sie mal was darüber!
Salzburger
Wie gehabt: Ihre GehVersuche in Philosophie, Kunst usw. sind ehrlichgesagt nicht sehr souverän (was Sie ja auch selbst zugeben und immer wieder betonen, wenn Sie sich als DurschnittsMenschen "beim Villacher Fasching" beschreiben). Was es freilich umso wahrscheinlicher macht, daß Ihre ungewöhnliche TiefSinningkeit in GrundsatzFragen bzgl. Moderne, SelbstAnBetung usw. Ihnen wirklich von oben …More
Wie gehabt: Ihre GehVersuche in Philosophie, Kunst usw. sind ehrlichgesagt nicht sehr souverän (was Sie ja auch selbst zugeben und immer wieder betonen, wenn Sie sich als DurschnittsMenschen "beim Villacher Fasching" beschreiben). Was es freilich umso wahrscheinlicher macht, daß Ihre ungewöhnliche TiefSinningkeit in GrundsatzFragen bzgl. Moderne, SelbstAnBetung usw. Ihnen wirklich von oben eingetrichtert wird.