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Die Kirche als NGO!

Von Alexander Tschugguel, Acies Ordinata, München, 18. Januar

„Die Kirche darf niemals eine NGO werden. Die Kirchen und Pfarreien müssen hinausgehen auf die Straßen, sonst werden wir zu einer NGO“.

Das sagte Papst Franziskus 2013 den Jugendlichen am Weltjugendtag in Rio de Janeiro - in der berühmten Rede, in der er zugleich uns junge Katholiken dazu aufrief, „Wirbel zu machen“.

Die auf der Amazonas-Synode besprochenen Vorhaben scheinen Teil der Strategie zu sein, die verhindern soll, dass die Kirche zu einer NGO wird. NGOs werden allgemein als große, international tätige und meist politisch links stehende Vereine wie Greenpeace, Amnesty International, Open Society, Gaia-Amazonas Foundation oder o.ä. definiert, die sich für eine linksliberale Interpretation der Menschenrechte, möglichst ungehinderte Massenmigration oder den Kampf gegen den sogenannten menschengemachten Klimawandel einsetzen.

Es ist heute schwer zu sagen, inwieweit 2013 eine Entwicklung in der Kirche absehbar war, die diese den genannten Organisationen angenähert hätte. Wenn sich man allerdings das starke politische Engagement des Heiligen Stuhls seit der Veröffentlichung der Enzyklika „Laudato Si“ ansieht, kommt man zu dem Schluss, dass sich die Kirche seit 2013 den linken NGOs eher angenähert als sich von ihnen distanziert hat. Seit der Amazonas-Synode hört man immer öfter über eine „Neue Kirche“ mit einem „amazonischen Gesicht“.

Vordergründig manifestiert sich dieses amazonische Gesicht durch tatsächliche oder potentielle Veränderungen im Messritus und in vielen Aspekten des praktischen kirchlichen Lebens. So sollen zum Beispiel - geht es etwa nach Bischof Kräutler - auch heidnische Elemente in das Leben der Katholiken dieser Region integriert werden. Die Ziele einer bestimmten, dort tätigen NGO, der Gaia-Amazonas Foundation, die von dem Deutsch-Kolumbianer Martin von Hildebrandt geleitet wird, dürften nach Medienberichten im Umfeld der Amazonas-Synode eine nicht unwichtige Rolle gespielt haben.

Von Hildebrandt vertritt die bereits seit Jahrzehnten existierende Idee, das Amazonasgebiet der Souveränität Brasiliens zu entziehen und unter internationale Verwaltung zu stellen, die seinerzeit auch schon von Francois Mitterand, Michail Gorbatschov, John Major und Al Gore vertreten wurde. Laut dem britischen Journalisten Edward Pentin soll vor der Amazonas- Synode die akute Gefahr bestanden haben, dass die Kirche dieses politische Vorhaben offen unterstützen könnte. Erst nach einem Treffen mit hochrangigen Vertretern der brasilianischen Regierung sicherte Kardinal Claudio Hummes zu, dass die Synode hierzu keine Stellungnahme abgeben würde.

Auch in Fragen des Umgangs mit Zuwanderungsströmen aus Afrika und Asien vertritt Papst Franziskus Positionen, die denen der NGOs (und auch der Regierung Merkel und der deutschen Bischofskonferenz) viel näher sind als die Positionen seiner Vorgänger.

Somit bleibt die Frage offen, was er gemeint haben könnte, als er sagte, die Kirche dürfe keine NGO werden. Die Priorität der Kirche mit „amazonischem Gesicht“ scheint zu sein, das linksgrüne Verständnis von Klimapolitik zu propagieren, heidnische Praktiken aus Südamerika zu glorifizieren, vor allem aber nicht wirklich zu missionieren.

Diese Auffassung hat der Papst vor kurzem wieder bestätigt, als er gegenüber Schulkindern in Italien erklärte, man solle den Glauben nicht mit Worten verkündigen. Was aber ist eine Kirche, die nicht mehr verkündigt, die sich nicht mehr an das Gebot Christi hält, allen Völkern das Evangelium zu bringen, die sich auf die bereits genannten politischen und sozialen Aktivitäten beschränkt? Sie ist eine NGO.

Die größten Proponenten dieser immer mehr zu einer NGO werdenden „Kirche mit amazonischem Gesicht“ scheinen bislang die deutschen Bischöfe zu sein. Vor allem der stellvertretende Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Franz-Josef Bode, hat immer wieder bestätigt, dass die auf der Amazonas-Synode gefassten Beschlüsse in ähnlicher Form auch in Deutschland umgesetzt werden sollten.

Durch die Einführung des synodalen Wegs wird dieser Prozess jedoch in Deutschland vermutlich am schnellsten voranschreiten. Die deutsche Kirche versucht hier also, eine Art Vorreiterrolle einzunehmen.

Wer diese Entwicklungen etwas genauer beobachtet, merkt bald, dass die angeblichen Probleme im Amazonasgebiet nur einen Vorwand darstellen. Die Aufweichung des Zölibats und die Frauenpriesterweihe werden in Deutschland seit vielen Jahrzehnten gefordert, viel stärker als im Amazonasgebiet selbst, wo diese Forderungen - wie lokale Umfragen zeigen - bei vielen auf Unverständnis stoßen.

Katholiken sind im Amazonasgebiet eine Minderheit unter den Christen - ca. 80% der Christen sind dort evangelikale Protestanten, nicht zuletzt deswegen, weil sich die katholische Kirche dort seit Jahrzehnten im Wesentlichen wie eine NGO verhält und ihren Missionsauftrag vernachlässigt. Und 80% der Katholiken leben in Städten mit Pfarrstrukturen und geordnetem kirchlichem Leben. Außerdem sind mehrere tausend Priester aus Kolumbien, Ecuador, Brasilien usw. in Nordamerika tätig. Es gäbe somit andere Möglichkeiten, eine Lösung für den eventuellen Priestermangel in den wenigen entlegenen katholischen Gemeinden zu finden.

Man hat den Eindruck, dass das Amazonasgebiet quasi als Versuchslabor liberal-modernistischer Katholiken im Westen, insbesondere in Deutschland, dienen soll. Man fragt sich, ob hinter dem neuen Lächeln der Kirche mit dem „amazonischen“ Gesicht nicht einfach das alte Gesicht der deutschen Bischofskonferenz steckt.

Die Lösung für die Krise der Kirche in Deutschland, Österreich, Südamerika und der ganzen Welt ist theoretisch viel einfacher, in der Praxis aber viel schwieriger als die Abschaffung des Zölibats und die Einführung des Frauenpriestertums. Viel einfacher, weil sie schlichtweg darin besteht, dem Auftrag Christi und der Tradition der Kirche treu zu bleiben, viel schwieriger, weil sie von jedem einzelnen Katholiken erfordert, persönliche Opfer zu erbringen und sich den Irrtümern des Zeitgeists zu widersetzen.

Die Kirche hat in ihrer zweitausendjährigen Geschichte vielen Anfechtungen widerstehen und viele Krisen und Abweichungen vom richtigen Weg durchmachen müssen. Sie hat sich immer nur aus einer Rückkehr zur wahren Lehre wieder erneuert und das wird auch diesmal so sein. Wir sind diejenigen, die jetzt entscheiden müssen, wie viele Irrwege sie noch durchmachen muss, wieviel noch zerstört werden muss, bevor wir wieder auf den Weg der Lehre und der Tradition zurückfinden.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit.
Hallo Alexander.
Sie müssen sich diese grundlegende Frage stellen: „Wie ist es einem Mann wie Bergolio möglich, das 1., 6. und 7. göttliche Gebot Gottes öffentlich zu leugnen und ein gültiger Papst zu sein?
Es widerspricht allgemeiner Logik und Vernunft.
Bitte denken Sie darüber nach. Denken Sie auch an die angebliche Abdankung von Papst Benedikt und die damit verbundenen kanonischen Mängel. …
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Hallo Alexander.
Sie müssen sich diese grundlegende Frage stellen: „Wie ist es einem Mann wie Bergolio möglich, das 1., 6. und 7. göttliche Gebot Gottes öffentlich zu leugnen und ein gültiger Papst zu sein?
Es widerspricht allgemeiner Logik und Vernunft.
Bitte denken Sie darüber nach. Denken Sie auch an die angebliche Abdankung von Papst Benedikt und die damit verbundenen kanonischen Mängel. Schließlich muss man sich auch darüber im Klaren sein, wie absurd es ist, zwei Männer in Weiß zu sehen, die den Titel „Papst“ teilen
Ruudolphhh-Mhichaeel likes this.
Macht doch mit! Schreibt Alexander Tschugguel einen Brief und bietet ihm Eure Fähigkeiten an, die Kirche wieder aufzubauen: Spenden, theologische Beiträge, Gebet, Zuspruch, Anerkennung usw! Jeder hat ja ein oder mehrere Talente! Hier ist die Anschrift:

Schultergasse 3

St. Bonifatiusinstitut

1010 Wien

Oesterreich.
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SvataHora
Johannes Paul II. war bei allem Anschein der Rechtgläubigkeit auch ein falscher Papst, wie die von @Petros Patrikios aufgeführten Tatsachen belegen. Aber viele Gläubige verschließen davor ganz bewusst die Augen und frönen lieber einem "neuen Heiligen", der oft im Zusammenhang mit dem Barmherzigen Jesus und Schw. Faustyna gezeigt wird - eine neue (polnische)"Spiritualitäts"-Triangel. (Aber "…More
Johannes Paul II. war bei allem Anschein der Rechtgläubigkeit auch ein falscher Papst, wie die von @Petros Patrikios aufgeführten Tatsachen belegen. Aber viele Gläubige verschließen davor ganz bewusst die Augen und frönen lieber einem "neuen Heiligen", der oft im Zusammenhang mit dem Barmherzigen Jesus und Schw. Faustyna gezeigt wird - eine neue (polnische)"Spiritualitäts"-Triangel. (Aber "nichts gegen" den Barmherzigen Jesus und Sr. Faustyna.) Was hätte die hl. Faustyna zum Beispiel über heidnische "Segnungen" und die ScHandkommunion gesagt...?!
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Ja, JP2 hat sich bei einem Besuch in Indien bei einer religiösen Feier in einem Stadion, angetan mit priesterlichen Gewändern, die Mitra auf dem Haupt und seinen Kreuzstab in de Händen von einer Kalipriesterin das Schiwazeichen aus roten Kuhmist auf die Stirn zeichnen lassen. Über die apostatische Veranstaltung von Assisi sei hier auch noch hingewiesen werden.
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Johannes Paul II. Hat nie versucht, eine formelle Ketzerei in das Lehramt der katholischen Kirche einzuführen. Der exkommunizierte formelle Ketzer Bergolio hat versucht, eine formelle Ketzerei in das Dokument namens Amoris Laetitiae einzuführen
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Ich verstehe die Aufregung nicht! Man hatte jetzt sage und schreibe fünfzig Jahre Zeit, gegen "Hinduisierung", "Afrikanisierung" etc. des Gottesdienstes vorzugehen. Jetzt gibt es eine Synode der NGO "Konzilskirche" im Amazonas und einige Leute wachen auf. Erinnert sich noch jemand an die 1980er Jahre, als JPII. in einem "heiligen Hain" mit animistischen Hexern in Togo Maniokmehl als Fruchtbarkeit…More
Ich verstehe die Aufregung nicht! Man hatte jetzt sage und schreibe fünfzig Jahre Zeit, gegen "Hinduisierung", "Afrikanisierung" etc. des Gottesdienstes vorzugehen. Jetzt gibt es eine Synode der NGO "Konzilskirche" im Amazonas und einige Leute wachen auf. Erinnert sich noch jemand an die 1980er Jahre, als JPII. in einem "heiligen Hain" mit animistischen Hexern in Togo Maniokmehl als Fruchtbarkeitsritus auf die Erde schüttete? In dem Buch "Petrus, liebst du mich?" von Daniel Le Roux ist, soweit ich mich erinnere, das Ereignis dokumentiert. Erzbischof Lefèbvre schrieb das Nachwort.
@Maximos101 Nein, daran erinnern sich die vielen angeblichen Anhänger der Tradition nicht. Auch Benedikt XVI darf nicht kritisiert werden, weil er der Kuschelpapst der älteren Damen auf Gloria ist, und in ihren Augen fehlerfrei war. Über seine Rolle als Häretiker soll man schweigen. Diese Clientel hat sich auf Franziskus eingeschossen, und übersieht die Wurzel des Zustandes der Kirche. Ihr …More
@Maximos101 Nein, daran erinnern sich die vielen angeblichen Anhänger der Tradition nicht. Auch Benedikt XVI darf nicht kritisiert werden, weil er der Kuschelpapst der älteren Damen auf Gloria ist, und in ihren Augen fehlerfrei war. Über seine Rolle als Häretiker soll man schweigen. Diese Clientel hat sich auf Franziskus eingeschossen, und übersieht die Wurzel des Zustandes der Kirche. Ihr Begriff von Tradition reicht gerade mal zur gebetsmühlenartigen Wiederholung PF ist der falsche Prophet aus der Bibel. Was vor Franziskus war, ist die gute alte Zeit der Herrschaften, und damit fühlen sie sich der Tradition angehörig. Es gibt nur sehr wenige wahre Angehörige der Tradition hier, die auch unter den Vorgängern von Franziskus Häretiker erkennen.
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@Notae ecclesiae ; Tja, genau das ist das Problem! Bücher von Ratzinger, als er noch Professor war, hat hier niemand gelesen. Und zu behaupten, er hätte sich von diesen Positionen als "Papst" distanziert ist auch lächerlich. In dieser Funktion hat nämlich B16 seine gesammelten Werke neu herausgegeben und man konnte sie mit Autogramm des "Papstes" erwerben. Hahahaha!
Petros Patrikios likes this.
Ich habe Ratzingerbücher gelesen und glaube nicht im entferntesten, dass er sich von ihnen jemals distanziert hat. Er hat, schon als Universitätsprofessor angefangen, Akzente zu verschieben, aber nie etwas zurückgenommen.
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Abraham sei armselig gewesen in den Augen Ratzingers? Das ist ja furchtbar. Eine totale Verkennung der Grösse Abrahams!
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@Eugenia-Sarto ; Ja, so lernt man dazu!
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Zu Abraham:

Abraham war kein primitiver "plündernder Beduine". Lasst Euch nicht von modernistischen Exegeten beeinflussen

Die Heilige Schrift birgt als Wort Gottes viele tiefe Geheimnisse in sich. Die Kirchenväter und viele Heilige haben uns ihre Einsichten übermittelt, auf deren Erkenntnis sich die Kirche gestützt hat.
Auch in der heutigen Zeit gibt es noch Exegeten, die uns helfen, die Hl. …More
Zu Abraham:

Abraham war kein primitiver "plündernder Beduine". Lasst Euch nicht von modernistischen Exegeten beeinflussen

Die Heilige Schrift birgt als Wort Gottes viele tiefe Geheimnisse in sich. Die Kirchenväter und viele Heilige haben uns ihre Einsichten übermittelt, auf deren Erkenntnis sich die Kirche gestützt hat.
Auch in der heutigen Zeit gibt es noch Exegeten, die uns helfen, die Hl. Schrift tiefer zu verstehen.

Der Benediktinermönch Dom Jean de Monléon der Abtei Sainte Marie in Paris hat historisch-mystische Kommentare über die alttestamentlichen Patriarchen geschrieben, die sehr zu empfehlen sind. Sie sind erhältlich im Sarto Verlag.
Ja - richtig. Über Hiob wird auch ähnlicher Schwachsinn behauptet. Dabei ist das Buch Hiob eines der glaubensstärkendsten für mich.
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Und Hiob bzw. Job ist einer der grössten Heiligen des AT.
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Eva
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Nicky41
Auf mich wirkt er sehr gekünstelt.
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Bravo Alexander Tschugguel!
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