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Verzweifelte frauen*kirchliche Suche nach dem imaginären "Vor-Römischen"

Copertino
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Lisa Kötter, Mit-Initiantin der feministischen Aktion "Maria 2.0" in Münster, im O-Ton in der jüngsten Ausgabe von "Sternstunde - Blickpunkt Religion" im Schweizer Fernsehen SRF: "Wir müssen auch …More
Lisa Kötter, Mit-Initiantin der feministischen Aktion "Maria 2.0" in Münster, im O-Ton in der jüngsten Ausgabe von "Sternstunde - Blickpunkt Religion" im Schweizer Fernsehen SRF:
"Wir müssen auch immer bedenken, wir rütteln an Grundfesten, wir rütteln ja an Grundfesten des persönlichen Werdegangs dieser Männer [gemeint sind Bischöfe]. Ich habe da wirklich auch ein gewisses Verständnis. Es ist ja ein Teppich-Wegziehen, wenn wir zum Beispiel sagen, was ich persönlich auch sage: Wir müssen die Weihe überdenken, also die Weihe an sich ... Wir müssen im Grunde ins Vor-Römische zurück. Es darf nicht mehr der eine Überheiligte sich mitten in die Apsis stellen und sagen: 'Ich bin heiliger als Ihr.' Wir müssen um den Altar alle rumstehen. Kommt und esst alle. Es geht auch gegen Ausgrenzung gleichzeitig."

Was Frau Kötter offensichtlich verkennt ist, dass es dieses behauptete "Vor-Römische" der Kirche so gar nie gegeben hat. Das zeigen namentlich neue Erkenntnisse, die z.B. Prof. Stefan Heid in seinem bemerkenswerten Buch "Kirche und Altar" exemplarisch herausgearbeitet hat. Den entsprechenden Befund bieten auch alle "neben-römischen" Kirchen des Altertums, seien es die frühchristlichen Zentren Antiochien, Alexandrien oder Jerusalem.
Es steht der Dame doch offen, heidnische Kulte neu zu beleben. Wie wäre es mit neuen Vestalinnen? Sicher eine hübsche Sache, aber dann bitte ausserhalb der rk Kirche.