Der 86-jährige Wiener Pastoraltheologe Paul M. Zulehner gibt in seinem neuesten Buch «Zeitenwende. Aufgaben und Chancen kirchlicher Strukturreformen» eine – teilweise! – Entwarnung. Er spricht von einem Übergang der Kirche, nicht von einem Untergang.
Auch Opa Pauli ist ja an sich kein schlechter Mensch. Er ist gläubig und glaubt ehrlichen Herzens das Beste für die Kirche im Sinn zu haben. Das ist oft die Tragik mit diesen Leuten. Verstünde er zeitgenössische Ponerologie würde er sich kritisch hinterfragen wenn er medial gepriesen wird.
Das ist jetzt also die neueste Ausrede für das Abbruchkommando: „Jaja, es wird eine Kirche geben, sie ist nur noch nicht ganz und gar bereit.“ Wenn sich aber solche Professoren nicht jetzt schämen, werden sie sich im Jenseits schämen müssen.
Zulehners Lösung: Die priesterzentrierte Kirche, die am Absterben ist, muss abgelöst werden durch eine «Taufberufungskirche», in denen die Gläubigen sich ihrer Würde und Verantwortung als Getaufte und Gefirmte bewusst sind und das kirchliche Leben entscheidend mittragen.