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Die Heilige Elisabeth von Schönau. Gedenktag 18. Juni. Elisabeth von Schönau stammte aus der Nähe von Köln. Sie wurde 1129 geboren. Ihre Eltern gaben sie bereits als Jugendliche, im Jahr 1141, zur …More
Die Heilige Elisabeth von Schönau. Gedenktag 18. Juni.
Elisabeth von Schönau stammte aus der Nähe von Köln. Sie wurde 1129 geboren. Ihre Eltern gaben sie bereits als Jugendliche, im Jahr 1141, zur Erziehung ins Kloster Schönau im Taunus zu den Benediktinerinnen. 1147 wurde Elisabeth als Nonne in Schönau eingekleidet. Junge Menschen neigen zur Übertreibung. Davor schützt auch das Kloster nicht. Elisabeth glaubte durch ein besonders strenges Leben, Gott zu gefallen. Zwischen 1147 und 1152 litt sie ununterbrochen an körperlichen Gebrechen und Depressionen. Dazu kamen Angstzustände bezüglich der eigenen Sünden und Glaubenszweifel. Bis dahin hatte Elisabeth es offenbar nicht verstanden, Gott in ihrem Leben wirken zu lassen. Sie war mehr in die Lehre und in die eigenen Vorstellungen von Gott verliebt als in Gott selbst. Schließlich nahm sich die hl. Hildegard von Bingen (1098-1179) ihrer an. Als geistliche Mentorin riet Hildegard der Elisabeth zur Besonnenheit im Umgang mit Gott und dem eignen Leben. Die Hilfe der hl. Hildegard brachte den Durchbruch. Die erdachten Bilder eines strafenden Gottes, der zurückweist, wichen nun den Visionen von den Wegen zu Gott. Elisabeths Bruder, der Benediktinermönch und spätere Abt Eckbert von Schönau (+1184), bemühte sich darum, die Visionen seiner Schwester niederzuschreiben. So entstanden unter anderen „Das Buch der Gotteswege“. Elisabeth, die seit 1157 auch Priorin des Konventes war, starb am 18. Juni 1164 im Kloster Schönau. Sie wurde 1584 heiliggesprochen. Ihre Reliquien werden bis heute in der Klosterkirche von Schönau in Strüth verehrt. Das Kloster wurde allerdings 1803 im Zuge der Säkularisierung aufgelöst. besonnener Umgang Die hl. Elisabeth von Schönau bedurfte also der Ermahnung, um trotz aller Anstrengung nicht das Ziel zu verfehlen. Bereits ein römischer Rechtsspruch des Dichters Ovid (43 v.Chr.-17 n.Chr.) ermahnte in vorchristlicher Zeit zum Ausgleich: „in medio stat virtus“. Die Tugend ist demnach in der Mitte zu finden und nicht in den Extremen. Erst als die hl. Elisabeth merkte, dass sie die Strenge gegen sich selbst nicht weiterbrachte, offenbarten sich ihr ganz neue Einsichten des Glaubens. – „In der Mitte steht die Tugend!“ Weder Laxheit noch Rigorismus bringen uns also im Glauben wirklich weiter. _______________________________ P. Dr. Thomas Klosterkamp OMI der pater!
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