martin fischer
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Gebetswachen und Rosenkranzgebete in Mali für den entführten dt. Priester Hans-Joachim Lohre

maliweb.net - Le père Hans Joachim Lohre dit Ha-Jo, porté disparu à Bamako : Les pistes possibles

"Vater Ha-Jo, wir denken an dich, wir beten für dich. Möge der Herr selbst die Herzen deiner Entführer berühren, damit du sicher zu uns zurückkehrst"

26 Nov 2022

"...Pater HaJo, weißer Pater des Institut de Formation islamo-chrétienne (IFIC) und Leiter des Centre Foi et Rencontre in Hamdallaye, wird seit gestern Morgen vermisst... (Anm. d. Red.: Sonntag) Gemeinsam tragen wir ihn in unseren Gebeten".

Mit dieser Nachricht aus der christlichen Nachrichtenwochenzeitung "Missions" wachten die Malier am Montag, den 21. November 2022, mit einer traurigen Nachricht auf. Nach Informationen, die er von seiner Gemeinschaft erhalten hatte, sollte Pater Ha-Jo in die Gemeinschaft Kalaban Coura (Pfarrei Sainte Monique de Badalabougou) zur Sonntagsmesse gehen.

"Als er am Sonntag tagsüber nicht zurückkehrte, dachten wir zunächst, dass der Vater nach der Messe noch andere Besorgungen machte. Erst am Abend machten wir uns Sorgen, bevor wir die Polizei alarmierten", sagte Bruder Patient Nshombo, Oberer der Kongregation der Weißen Pater Missionare Afrikas.

Zu diesem Zeitpunkt wurden noch keine Schlussfolgerungen gezogen. Im Hof des IFIC wurde jedoch das Fahrzeug des Paters mit offener Tür und ohne Schlüssel gefunden. Das Kreuz, das er trug, wurde auf dem Boden gefunden. "Alles deutet darauf hin, dass es Kämpfe gegeben hat".

Quellen, die dem Fall nahe stehen, schließen eine Entführung durch oder im Auftrag von dschihadistischen Gruppen nicht aus. Die große Überraschung ist, dass die Entführung mitten im Herzen von Bamako stattfand! Auch diese Spur wird von den Ermittlern nicht ausgeschlossen.

Klar ist, dass Pater Hans Joachim Lohre "keinen bekannten Konflikt mit irgendjemandem" hatte, wie uns Bruder Patient Nshombo bestätigte,

Als "Apostel" des interreligiösen Dialogs glaubt Pater Ha-Jo fest an ein friedliches Zusammenleben der Religionen. Er lebt seit etwa 30 Jahren in Mali und spricht fließend Bambara und Bumu. Am Institut de Formation Islamo-Chrétienne (IFIC) bietet Ha-Jo Kurse in Gruppendynamik, Wertevermittlung und christlicher Reflexion über andere Religionen an. Darüber hinaus war er Leiter des Centre Foi et Rencontre, das am Samstag, den 12. November 2022, eine Konferenz und Debatte zum Thema "Wari-ko" (Die Wahrnehmung von Geld und Reichtum im Christentum und im Islam) veranstaltete, die von Dr. Sidy Bouaré, Geschäftsführer der Takaful Mali Islamic Insurance, und Abbé André S. Dembélé, Generalsekretär der Finanzkommission der Katholischen Kirche in Mali, geleitet wurde.

Seit der Bekanntgabe seines Verschwindens bildete sich eine Gebetskette, um ihn zu unterstützen. Von den ehemaligen IFIC-Mitarbeitern bis hin zu den christlichen Basisgemeinden werden überall Gebetswachen abgehalten. So organisierte die Gemeinschaft Sainte Thérèse de l'enfant Jésus in Attbougou am vergangenen Montag eine Gebetswache und Rosenkranzbeten.

"Vater Ha-Jo, wir denken an dich, wir beten für dich. Möge der Herr selbst die Herzen deiner Entführer berühren, damit du sicher zu uns zurückkehrst", war in den Gebeten zu hören.
Ewald Herrman
Er glaubt fest an ein friedliches Zusammenleben der Religionen.
Damit befindet sich der Priester auf einem Irrweg. Mt 10
34 Denkt nicht, ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.
Ein friedliches Zusammenleben mit den unchristlichen Religionen ist kurzfristig nur möglich, wenn die christlichen Glaubenswahrheiten verleugnet …More
Er glaubt fest an ein friedliches Zusammenleben der Religionen.

Damit befindet sich der Priester auf einem Irrweg. Mt 10

34 Denkt nicht, ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.

Ein friedliches Zusammenleben mit den unchristlichen Religionen ist kurzfristig nur möglich, wenn die christlichen Glaubenswahrheiten verleugnet werden. Das ist aber nicht die Aufgabe der Christen, die Wahrheit zu verleugnen, sondern zu bekennen.

Die Christen befinden sich seit über 2000 Jahren in einem brutalen Krieg. Die meisten wollen das leider nicht hören, zerstört es doch viele schöne Illusionen.
Klaus Elmar Müller
Möge er nicht gefoltert werden, sondern heil zurückkommen! Das "Interreligiöse" wird ihm möglicherweise als geschickte christliche Mission verübelt.
martin fischer
Die Befürchtung muss man bei fanatisierten muslimischen Extremisten leider haben. Andererseits habe ich gehofft, dass ihm seine Kontakte zu Muslimen und seine vermutlich sehr guten Kenntnisse des Islams/Koran vllt auch Chancen bieten, mit den Entführern ins Gespräch zu kommen, vorausgesetzt die haben noch einen Funken Anstand.