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Zweihundert
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52. MARIA SCHMERZENSREICHE MUTTER

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51. KREUZERHÖHUNG

TOTUS TUUS, MARIA !


14. September

Am 14. September gedenken wir der Kreuzerhöhung. Der Himmel will die Seelen daran erinnern, dass das Kreuz ein Zeichen der Verherrlichung ist. Jesus Christus hat durch Seinen Tod am Kreuz das Todesurteil, das durch die Erbsünde über die Seelen verhängt worden war, in eine Verheiβung Ewiger Glückseligkeit umgewandelt für jede Seele, die mit ihren eigenen Kreuzen genau so umgeht, wie Jesus es getan hat: in Annahme, ohne Widerstand, in Weihe an Gottes Heilsplan, voller Liebe, und in der unerschütterlichen Überzeugung, dass sie den Seelen Heil bringen und dass sie dabei helfen können, Gottes Werke zu deren Vollendung zu führen.

Gott erhöht in unserem Herzen das Kreuz als Zeichen des Sieges über die Finsternis. Die Seele, die das Kreuz Christi mit dem Feuer einer aufrichtigen Liebe zu Gott, zu Seinen Werken und Plänen in das eigene Herz hineinbrennt, vertraut dadurch allmählich sämtliche Kreuze des eigenen Lebensweges dem Feuer von Gottes Herzen an, denn diese Seele hat den Ruf des leidenden Christus gehört, Ihm bei der Vollbringung des Erlösungsaktes Gesellschaft zu leisten. In diesem Feuer erzeugen auch unsere eigenen Kreuze, besonders jene, welche wir an Maria weihen und mit Ihr gemeinsam tragen, Licht und Wärme für die ganze Schöpfung.

Das Erlösungswerk Christi ist in einer Seele erst dann wahrhaftig vollbracht, wenn in dieser Seele das Kreuz erhöht worden ist, freiwillig, in wahrer Liebe, voller Hoffnung und in innigster Weihe. Die Herrin aller Seelen lädt uns heute dazu ein, zum Kreuz Ihres Sohnes hinaufzuschauen, und zwar aus Ihrem Herzen heraus, das darin nicht die schändliche menschliche Verurteilung sah, sondern das ewig dauernde unverwüstliche Zeichen:

des Sieges der Liebe über die Finsternis, auch im Leben einer jeden Seele in allen Jahrhunderten;
des Sieges der Weihe über das Elend, die Aussichtslosigkeit und die Sinnlosigkeit aller Prüfungen;
der Versiegelung eines jeden Lebens, das in bedingungsloser Liebe geführt wird, mit dem Siegel Gottes als Verheiβung der ewigen Herrlichkeit.

Das Kreuz war das Siegel auf dem Neuen Bund, diesem Gottesgeschenk, das die Seelen lehren wollte:

dass die Kreuze unbedingt notwendig sind, denn dass sie die Einheit mit Christus in der Seele besiegeln, und somit "ergänzen, was noch an den Leiden Christi fehlt", wie es der H. Paulus so treffend formulierte;
dass genau die Kreuze die Sturmböcke sind, welche die Seele aus ihrem Kerker von Finsternis befreien können, und zwar in dem Maβe, wie die Seele sie bedingungslos annimmt.

Es gibt keinen anderen Weg zum Heil als jenen der Hochzeit zwischen unseren eigenen Kreuzen und dem Kreuz Christi, dem Zeichen der Verherrlichung durch die Prüfungen und dank der Prüfungen. Lasset uns heute dem Baum unseres ewigen Heils einen Ehrensalut darbringen. Dieser Baum ist von Jesus eingeweiht worden und wartet auf unsere Hingabe, damit er als Standarte von Gottes Reich blühen kann. Solange die Seele ihre Kreuze nicht voll annimmt, bleiben sie totes Holz. Zu lebendigen, blühenden Bäumen werden sie dadurch, dass die Seele sie protestlos annimmt und mit Liebe zu Gott und zu ihren Mitgeschöpfen als Opfergabe mit dem Kreuz Christi verschmelzen lässt, vorzugsweise durch aufrichtige Weihe an Maria, die Mutter des Kreuzes und Königin von Golgotha.

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52. MARIA SCHMERZENSREICHE MUTTER

15. September


TOTUS TUUS, MARIA !

Am 15. September gedenken wir der Himmelskönigin als der Schmerzensreichen Mutter. Als die Schmerzensreiche Mutter will Maria die Seelen daran erinnern, dass die Prüfungen und Kreuze des Lebens die wahren Träger des Heils für die Seele und für die ganze Schöpfung sind. Da die Menschenseele auf Erden in einem physischen Körper lebt, ist sie besonders anfällig für die unzähligen Eindrücke, welche aus der Auβenwelt auf sie zukommen, ebenso wie für die Empfindungen, welche mit der stofflichen Natur ihres Wesens einhergehen. Gerade aus diesem Grund neigen unsere Leiden und Prüfungen dazu, unsere Gedanken, Gefühle und Wünsche vollkommen oder mindestens hochgradig zu beherrschen. Die Anhänglichkeit hinsichtlich der weltlichen Arten des Denkens und Fühlens ist die gröβte Gefahr für die Seele, eine Gefahr, die trotzdem von wenigen Seelen richtig erkannt wird. Die Schmerzensreiche Mutter ist uns diesbezüglich als das Muster der Vergeistigung schlechthin gesetzt worden. Jeder Menschenseele obliegt die Pflicht, jeden Meter ihres Lebensweges dazu zu benutzen, sich zu heiligen. Der Heiligungsvorgang lässt sich nur in dem Maβe vollenden, wie es der Seele gelingt, sich zu vergeistigen.

Die Gottesmutter hat während Ihres irdischen Lebens unendlich viel mehr und schwerer gelitten als es die meisten Menschenseelen wissen bzw. sich vorstellen können, und zwar im Herzen ebenso wie physisch. Marias Leiden hingen mit Ihrer auβergewöhnlichen mystischen Begabung und Berufung zusammen. Sie war dazu berufen:

- die physischen, geistigen, moralischen und seelischen Empfindungen Ihrer Mitgeschöpfe genauestens im eigenen Wesen nachzuempfinden. Über diese besondere mystische Begabung durfte ich bereits im Buch Die Bächlein des Heils berichten. Diese Begabung musste die Gottesmutter in vollendeter Form besitzen, im Hinblick auf die Vollbringung Ihrer ewig dauernden Aufgabe als Begleiterin der Menschenseelen und deren Heiligung. Es handelt sich da um ein Mysterium der 'Mit-Abbüβung', auf welchem – ebenso wie auf Marias vollendeter Liebe – die unvorstellbare Macht Ihrer Fürsprache basiert;

- die physischen, geistigen, moralischen und seelischen Empfindungen Ihres Sohnes, des Gott-Menschen, mitzuempfinden. Gerade darin liegt die fest gegründete Wahrheit der Eigenschaft Mariä als Miterlöserin mit Christus.

Das irdische Leben der Schmerzensreichen Mutter brachte den absoluten Gipfel der Fruchtbarkeit ein, gerade wegen der Art und Weise, wie Sie Ihre unzähligen Prüfungen durchstand: in vollendeter Liebe, in vollendeter Annahme und in vollendeter Weihe. Sie vermochte es, ohne jegliche Auflehnung alles in Dankbarkeit anzunehmen, was Sie auf Ihrem Lebensweg fand. Für Sie war jegliche Prüfung ein Geschenk der Göttlichen Vorsehung an Sie, die Sie in den Stand versetzte, Gottes Heilsplan ein wenig fördern zu helfen und Gott den Trost Ihres Mitempfindens mit dem Leid entgegenzubringen, das Ihm wegen der unzähligen Sünden der Seelen ständig zugefügt wird.

Marias Schmerzen hatten letzten Endes mit Ihrer 'Überempfindlichkeit' gegen die Folgen der Sünden für den Gnadenstand der Seelen und die Zerrüttung des Gleichgewichtes in der Schöpfung zu tun. Diese 'Überempfindlichkeit' wiederum basierte auf Ihrer vollendeten Liebe zu Gott, zu Seinen Werken und Plänen, und zu allen Ihren Mitgeschöpfen. Jede Sünde, jede Untugend von Seiten einer Seele war Maria wie ein Messerstich ins Herz, gerade weil Sie genau erkannte, was sogar die geringste Sünde oder Untugend für Gott bedeutet.

Lasset uns Sie um die Kraft bitten, Ihr nachzufolgen, die Sie in Ihrem Leben auf Erden nichts geschenkt bekommen hat, sondern alle Finsternis durch die unendliche Macht Ihrer Liebe zu Gott, zu Seinen Werken, zu Seinem Heilsplan und zu allen Ihren Mitgeschöpfen besiegt hat. Diese vollendete Liebe ist es, durch welche Maria zur Besiegerin aller Kreuze geworden ist.

Nur die wahre, bedingungslose und selbstlose Liebe in allen Leiden macht die Prüfungen des Lebens fruchtbar. Maria war die Meisterin dieser Lebenseinstellung schlechthin, und sehnt Sich danach, die Fundamente dieses Verdienstes in die Lämmer Christi einzuprägen, damit auch sie in allen Leiden strahlen, denn eine Seele, die in allen Leiden vor Liebe, Hingabe und Gottvertrauen leuchtet, wird zum Schrecken aller Finsternis. Wo die Leiden und Prüfungen des Lebens Hochzeit mit der wahren Liebe, der vollkommenen Hingabe und dem felsenfesten Gottvertrauen schlieβen, wird in der Seele das Christkind geboren: die Vollendung der Erlösung und der Heiligung.

Mögen wir alle, die wir ja jede(r) auf die eigene Art und Weise von einem schweren Herzen und den vielen Bürden der Vergangenheit und bzw. oder der Gegenwart bedrückt werden, uns der Schmerzensreichen Mutter anschlieβen. Eine Seele, die ihre Bürden, Prüfungen, Leiden und Schmerzen durch das Schmerzensreiche Herz der Gottesmutter mit dem Kreuz Christi zu vereinigen bestrebt ist, heiligt die eigenen Prüfungen und macht sie völlig und ganz fruchtbar, und verherrlicht die Leiden und Schmerzen des Erlösers und der Miterlöserin. Gerade diese Vereinigung und diese Verherrlichung sind es, welche die zerschmetternde Macht des Kreuzes und der erlösenden Leiden und Schmerzen Jesu und Mariä über die Finsternis zur vollen Entfaltung bringen. Die Himmelskönigin liebt es, Ihre Macht zur Umgestaltung der Herzen durch die Verdienste Ihrer Schmerzen auszuüben. Sie findet ja Ihre einzige Freude darin, Ihre Kinder, Ihr von Gott geschenkt, für ewig bei Sich zu wissen, und kann Sich diesen Wunsch nur dadurch erfüllen, dass Sie Ihre ewige Berufung den Seelen gegenüber mit Einsatz Ihrer ganzen Macht erfüllt.

Heilwasser
Gepriesen sei der Erhöhte am Kreuz!