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Führende Kardinäle im nächsten Konklave: Warum Sarah nicht dabei ist

Entgegen mancher Erwartung hat Franziskus keine wesentlichen "Änderungen" in Bezug auf Zölibat, Frauenordinationen oder Homosexualität vorgenommen, bemerkte der Londoner Journalist Damian Thompson in einem 30-minütigen Gespräch mit Edward Pentin über dessen neues Buch "The Next Pope" (Spectator.co.uk, 7. Juli).

Thompson stellt jedoch fest, dass Franziskus Liberale ermutigt, die radikale Veränderungen wünschen:

"Es ist, als ob er bewusst den Weg für ein Konklave ebnet, in dem die Kräfte der Reaktion [= Katholiken] endgültig besiegt werden und ein neuer Papst hervorgehen wird, der die liberalen Veränderungen vornehmen wird, die Franziskus hätte durchführen können - aber aus Gründen, die niemand wirklich versteht -, nicht durchgeführt hat".

Viele Franziskus-Kardinäle haben genug von Franziskus

Pentin erwartet, dass ein "konservativerer" Papst gewählt werden könnte, sollte das nächste Konklave eher früher als später stattfinden. Er beobachtet viel Unbehagen unter den Kardinälen, die von diesem Pontifikat "genug" haben. Sie wollen, dass das Papsttum in sicherere Hände zurückkehrt, und sitzen die gegenwärtige Situation aus. Diese Kardinäle hegen seit einigen Jahren Bedenken, sprechen aber nicht laut darüber.

Pentin stellt fest, dass Franziskus bereits 67 der wahlberechtigten Kardinäle ernannt hat, und glaubt, dass nicht alle mit einem weiteren Franziskus weitermachen möchten.

Thompson wendet ein, dass Franziskus das Kardinalskollegium mit Gleichgesinnten wie dem Chicagoer Kardinal Cupich füllt und versucht sicherzustellen, dass ein "Liberaler" nach ihm gewählt wird.

Qualifizierte "konservative" Kandidaten wie der schnell in den Ruhestand versetzte Erzbischof Chaput von Philadelphia würden keinen roten Hut bekommen, denn Franziskus ernenne keine "traditionalistischen" Kardinäle, sagt Thompson.

Kardinal Parolin "Nur Befehle ausführen"?

Thompson und Pentin sprechen über einzelne Papabile. Einer von ihnen ist Staatssekretär Pietro Parolin. Für Pentin ist Parolin kein "Premierminister," sondern eher ein Kabinettssekretär, der Franziskus' Wünsche ausführt.

Pentin stellt die These auf, dass Parolin vielleicht "orthodoxer" als gedacht sei, aber einfach Befehle befolgt, einschließlich des katastrophalen China-Deals. Pentin erwähnt, dass Kardinal Zen von Hongkong meint, es sei genau umgekehrt.

Thompson antwortet, dass Pentins Erklärung Parolin "nicht entschuldigt", weil er persönlich in den Verrat an der chinesischen Kirche, den Ruin des Malteserordens und in fragwürdige Grundstücksgeschäfte verwickelt sei.

Kardinal Sarah kein Kandidat

Thomson bezeichnet Kardinal Robert Sarah als gläubig, intellektuell und konservativ. Er könne nur dann der nächste Papst werden, wenn das nächste Konklave schon bald stattfinde, da Sarah 75 Jahre alt ist.

Sarah würde niemals etwas Illoyales über Franziskus sagen und sei der Lieblingskandidat der Franziskus-Kritiker. Sarah kritisiere den westlichen Kapitalismus heftig und habe "eine apokalyptische Vision" von dem, was im Westen geschieht. Sarah sage, dass die liberalen gierigen Eliten die Spuren des Christentums ausmerzen und den Weg für eine dekadente und barbarische Zivilisation ebnen wollen.

Fast als Einziger unter den Kardinälen lehnt Sarah die Massenmigration in westliche Länder ab, weil sie sowohl den Herkunfts- als auch den Zielländern schadet.

Er hat klare liturgische Vorstellungen und unterstützt Benedikt XVI's Konzept, dass sowohl die Alte Messe als auch der Neue Ritus ein zentraler Teil des Erbes der Kirche seien.

Sarah hat jedoch keinen echten Einfluss auf die Liturgiekongregation, obwohl er sie leitet, weil Franziskus ihm das nicht erlaubt. Die Kongregation wird faktisch von Sarahs Sekretär, Erzbischof Arthur Roche, kontrolliert. Thompson nennt Roche einen ehrgeizigen Prälaten, der auf der Karriereleiter nach oben klettere.

Für Thompson ist Sarah wegen seiner Ineffektivität in der Liturgiekongregation und wegen seines Alters ein unwahrscheinlicher Papabile für das nächste Konklave.

Andere Kandidaten: Erdő, Tagle, Zuppi

Pentin glaubt, dass ein weiterer führender Kandidat der "Konservativen" der relativ unbekannte Budapester Kardinal Péter Erdő ist.

Über [pro-gay] Kardinal Luis Tagle sagt er, dass dieser gut mit jungen Menschen umgehen könne [- was für einen zukünftigen Papst nicht das erste Requisit wäre]. Wie Franziskus würde Tagle moralische Fragen nicht angehen, sondern sie eher "aufweichen" und jenen gefallen, die diese Themen auf der Seite lassen wollen.

Pentin weiss, dass Tagle auf der [infantilen] Jugendsynode von anderen Bischöfen gefeiert wurde. Als besorgniserregend bezeichnet er Tagles liturgische Positionen und seine Nähe zur Bologna-Schule, die vertritt und gutheißt. Das mache Tagle zu einem "liberalen" Kandidaten. Die Bologna-Schule meint, dass das Zweite Vatikanum eine neue Kirche geschaffen habe.

Thompson erwähnt noch den [pro-gay] Kardinal Matteo Maria Zuppi von Bologna und nennt ihn einen "Franziskus-Kontinuitätskandidaten", aber auch eine "nette" Person. Das sei eine Eigenschaft, "auf welche die Kardinäle nach Jahren der Spannungen achten".

Pentin könnte sich vorstellen, dass Zuppi zu einem Franziskus II. werden würde. Er sei jedoch freundlich zu allen, versuche, allen zu gefallen, hat sogar schon die Alte Messe gefeiert und hat für jeden eine passende Schublade.

GOKL015
@nujaas Nachschlag
Mit silbernen Tablet meinte ich,: Die Kirche wird gerade so vorbereitet das ganz gravierende Änderungen die in der Vergangenheit quasi unmöglich waren, in sehr naher Zukunft möglich sein werden. Und mit Vollmacht meinte ich;. Den Missbrauch der Päpstlichen "(Voll) Macht", der die Kirche als gesamtes zum Opfer fallen könnte, wenn es denn jemand wollte. Und es sieht ganz genau …More
@nujaas Nachschlag
Mit silbernen Tablet meinte ich,: Die Kirche wird gerade so vorbereitet das ganz gravierende Änderungen die in der Vergangenheit quasi unmöglich waren, in sehr naher Zukunft möglich sein werden. Und mit Vollmacht meinte ich;. Den Missbrauch der Päpstlichen "(Voll) Macht", der die Kirche als gesamtes zum Opfer fallen könnte, wenn es denn jemand wollte. Und es sieht ganz genau danach aus das dies geschehen wird. Und es gibt da jemand der genau diese Aufgabe hat, nichts zu verändern sondern nur Wege zu ebnen! Kommt einem das nicht bekannt vor ? Wege ebnen? Für einen andern etwas Vorbereiten? Jeder Jesus hat auch einen Täufer Johannes, der eben Wege ebnet.
Mission 2020
Gott alleine kennt die Herzen und das gut, die Menschen irren nur im Trug und Wahn.
GOKL015
Franziskus hat nicht wesentliches "Geändert" sondern wesentliches zur Änderung "Vorbereitet" ! Der nächste Papst bekommt DIE Kirche auf einem silbernen Tablett serviert, mit allen Vollmachten ausgestattet ihr, so er möchte, den Gnadenstoß zu versetzten. Wie so ein Vorhaben endet, ist bekannt.
nujaas Nachschlag
Mit allen Vollmachten sind alle Päpste ausgestattet, ausdrücklich seit dem ersten Vaticanum.
sedisvakanz
Die gültigen, @nujaas Nachschlag - nur die gültigen!
nujaas Nachschlag
Wer hat das Recht, sie zu sortieren?
sedisvakanz
@nujaas Nachschlag
Katholische Bischöfe und wahrhaft katholische Theologen und Professoren haben das Recht dazu. Anhand der völlig anderen vorkonziliaren Lehre der katholischen Kirche und der Anweisungen der päpstlichen Bullen haben sie die Konzilspäpste als Putativpäpste erkannt und zu Recht verurteilt.
Papst Paul IV. mit seiner Bulle "Cum ex.." gab uns Katholiken das Recht dazu. Seit 1559....
nujaas Nachschlag
Das sehen Sie nicht im Widerspruch zum Vaticanum I ?
sedisvakanz
Nein, @nujaas Nachschlag, kein Widerspruch. Denn das Vaticanum I steht nicht im Widerspruch zu einer für immer gültigen päpstlichen Bulle , die es schon lange vor dem Vaticanum I gab.
Miserere_nobis
Ich denke, Franziskus ist der letzte und wird keine mehr sein...
sedisvakanz
Ja, er ist der "krönende "Abschluss der Abfallkirche. Ich denke das Gleiche.
Es wird jetzt wohl einige Zeit dauern.Erst wird Gott der Herr selber eingreifen.
Es ist sonst keine Heilung mehr möglich.
Zu verirrt und abgefallen ist der Klerus.
viatorem
@Pazzo
Wer sollte das denn sein? Er müsste ja jetzt schon in den Startlöchern stehen.

Wehe dem nächsten Papst, wenn solche Spekulationen um sich greifen.
Wir werden sehen, noch ist es ja nicht soweit und vielleicht auch noch lange nicht.
Eugenia-Sarto
Den kommenden Papst hat Gott schon im Auge. Es wird ein Aufräumer sein.
Kreidfeuer
Hat er es Ihnen gesagt?
Eugenia-Sarto
Nach den Fatimaaussagen kann es gar nicht anders sein. Das ist meine Meinung. Vorausgehen oder zugleich erfolgen wird die Russlandweihe an das Unbefleckte Herz Mariens.
Miserere_nobis
Aber das zu spät...
Eugenia-Sarto
Ja, spät. Aber dann kommt ein neuer Frühling.
sedisvakanz
@Eugenia-Sarto, @Miserere_nobis
Der Tag des Herrn ist Kälte und Frost. Wir sollen diesen Tag nicht herbeisehnen, so schrecklich wird er sein. Da wird sich der Herr setzen um Gold und Silber zu reinigen.
So steht es in der Heiligen Schrift.
Danach wird der Frühling kommen . Erst nach diesem erschreckenden Ereignis.
Eugenia-Sarto
@sedisvakanz Ja, ich weiss. Ich sehne den Tag des Herrn auch nicht herbei, vielleicht überlebe ich ihn gar nicht. Aber auf den Frühling danach hoffe ich trotzdem.
Pazzo
Dieser "Frühling" kommt ganz gewiß - i r g e n d w a n n
Goldfisch
Warum sich den Kopf über etwas zerbrechen, was weder spruchreif noch unser Eingreifen fordert!? - Wir werden abwarten und Tee trinken - zwischenzeitlich beten - damit dem ganzen Treiben bald ein Ende gesetzt wird.....
CollarUri
Ich liebe Eure Karrikaturen : ) 3x hoch!
Mission 2020
Ottaviani
Es ist schwerer den je über das nächste Konklave etwas zu sagen das sich seit Oktober 1978 eine Konstante nach der Anderen aufgelöst hat und buchstäblich jetzt bei jedem Konklave alles möglich ist
Ischa
Hoffentlich wählen sie keine Frau! 😎 😎 😎