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Obwohl Kurzstrecken- und vor allem Inlandsflüge klimapolitisch für große Diskussionen sorgen, pendelt die Flugbereitschaft der Luftwaffe zwischen ihren Standorten in Köln/Bonn und Berlin weiterhin ganz überwiegend ohne Passagiere.

In den 13 Monaten seit November 2020 habe es 336 Leerflüge auf den Strecken gegeben, schrieb das Verteidigungsministerium auf eine Anfrage des Linken-Fraktionschefs Dietmar Bartsch. Der Anteil sogenannter Bereitstellungsflüge ohne Passagiere betrug damit rund 78 Prozent von insgesamt 431 Flügen zwischen den Standorten. "Bereitstellungsflüge (ohne Passagiere) wurden und werden sinnvoll zur Erfüllung der Aus- und Weiterbildungsprogramme der für Luftfahrzeugbesatzungen geforderten jährlichen Flugstunden und Verfahren genutzt", schreibt das Ministerium in seiner Antwort, die der Deutschen Presse-Agentur vorlag.

Bartsch bezeichnete die Leerflüge als einen klimapolitischen Irrsinn, der schnellstens enden müsse. "Während den Bürgern Verzicht bei Flugreisen gepredigt wird, starten und landen die Flieger der Flugbereitschaft hundertfach mit nur besetztem Cockpit", kritisierte der Linken-Politiker. Zwar "sollen und müssen" die Pilot:innen der Flugbereitschaft "erstklassig ausgebildet sein", beachtet werden sollte jedoch, dass "die Ausbildung auch klimapolitischen Anforderungen stärker angepasst werden", so Bartsch. "Mit zwei Regierungssitzen und unnützen Pendeleien zwischen Bonn und Berlin muss Schluss sein."