BluePepper
@Magee Gab es doch! Bei der spanischen Grippe wurden weltweit Läden und Schulen geschlossen, es gab Ausgangssperren und Quarantäne-Häuser - jegliche Form der Isolation wurde angewandt. Und schlussendlich waren diese Maßnahmen auch fruchtbar und die spanische Grippe wurde eingedämmt. Die spanische Grippe dient ja als Pandemie-Blaupause für die Maßnahmen, die heute angewandt werden. Manchmal …More
@Magee Gab es doch! Bei der spanischen Grippe wurden weltweit Läden und Schulen geschlossen, es gab Ausgangssperren und Quarantäne-Häuser - jegliche Form der Isolation wurde angewandt. Und schlussendlich waren diese Maßnahmen auch fruchtbar und die spanische Grippe wurde eingedämmt. Die spanische Grippe dient ja als Pandemie-Blaupause für die Maßnahmen, die heute angewandt werden. Manchmal ist es hilfreich, erst zu recherchieren und dann zu schreiben!
Magee
"Allerdings ist der Lockdown, den viele westliche Länder umgesetzt haben, geschichtlich einzigartig – denn den gab es bei der Spanischen Grippe nicht. Was wir in Sachen Lockdown unternommen haben, das gab es noch nie. Sowas haben wir noch nie in solch einer umfassenden, breiten und organisierten Weise unternommen." Laura Spinney: "1918- Die Welt im Fieber"
Soviel dazu! @BluePepper😷
nujaas Nachschlag
Dazu war man nach dem ersten Weltkrieg, in dem nicht nur die Verlierer sondern auch die Sieger verarmt waren, gar nicht in der Lage. In vielen Gebieten Deutschlands wurde auch so schon gehungert.
BluePepper
@Magee Alles, was diese englische Schriftstellerin sagt, stimmt dahingehend, dass es noch nie einen derart weltweit organisierten Lockdown gab. Aber das liegt einzig an der heutigen Vernetzung und Zusammenarbeit, die damals ja gar nicht möglich war. Allerdings sind Lockdowns keine "moderne" Maßnahme, so wie Sie das in Ihrem Kommentar offerieren. Es gab sehr wohl in Deutschland und in Amerika …More
@Magee Alles, was diese englische Schriftstellerin sagt, stimmt dahingehend, dass es noch nie einen derart weltweit organisierten Lockdown gab. Aber das liegt einzig an der heutigen Vernetzung und Zusammenarbeit, die damals ja gar nicht möglich war. Allerdings sind Lockdowns keine "moderne" Maßnahme, so wie Sie das in Ihrem Kommentar offerieren. Es gab sehr wohl in Deutschland und in Amerika einige Regionen/Städte die frühzeitig zu solchen "Lockdowns" gegriffen haben. Besonders bekannt ist hier St.Louis, die im Gegenteil ihrer Nachbarregion frühzeitig mit einem kompletten Lockdown reagierten. Bereits vor dem ersten registrierten Fall warnten sie vor der Gefahr durch Menschenmengen. Sie sagten ihre Paraden ab, schlossen bald Schulen, Kinos, Billardsalons, Bibliotheken und Kirchen, verboten öffentliche Versammlungen. So schnellte die Zahl der Infektionen nicht schlagartig in die Höhe; sie verteilten sich über einen längeren Zeitraum. Daher konnten die Krankenhäuser die Menge der Patienten besser bewältigen. Die maximale Sterberate war achtmal niedriger als in Philadelphia. Und am Ende verzeichnete St. Louis nicht mehr als 700 Tote. Und genau dieses Szenario dient heute weltweit als Blaupause im Umgang mit einer Pandemie. Ich möchte an dieser Stelle nochmal darauf hinweisen, dass es ja nicht nur um die möglichen Toten geht, sondern um die ebenso bedenklichen Spätfolgen (viele der Erkrankten sind über Monate hinweg nicht mehr so leistungsfähig, wie vorher), aber vor allem um die Angst einer Mutation des Virus mit der er weitaus tödlicher werden kann, als er gerade ist. Ich verstehe natürlich Ihre Bedenken über die massive Schädigung der Wirtschaft – definitiv wird die Wirtschaft Schaden nehmen. Aber ich weiß nicht, welche Regierung mir lieber wäre, eine die für die Gesundheit der Menschen oder das Florieren der Wirtschaft entscheidet im Angesicht eines nicht unter Kontrolle zu bringenden Virus. Die Wirtschaft wird sich wieder erholen und mit Ausgleichszahlungen werden ja auch Unternehmer aufgefangen, aber die Menschen, die sterben oder langfristig gesundheitlich geschädigt werden – für die gibt es keinen Ersatz, zumindest im Leben derer, die jene Menschen verlieren. In unserem Land muss niemand verhungern – und die Grundversorgung ist gewährleistet. Glauben Sie allen Ernstes, dass weltweit die Regierungen die Wirtschaft ihres Landes freiwillig an die Wand fahren? Ich bin der Überzeugung, dass uns allen Informationen über diesen Virus vorenthalten werden, alleine schon um Massenpaniken und Unruhen zu vermeiden – denn dann ist die Grundversorgung nicht mehr gewährleistet. Und ganz ehrlich, ich weiß nicht, ob ich nicht froh sein sollte, nicht alles darüber zu wissen, denn dann würde ich wahrscheinlich auch Angst bekommen.
Magee
Man stelle sich nur einmal vor, unsere Vorväter wären bei Typhus-, Colera- oder Spanische Grippe Epedimien auf die Idee von "Lockdowns" gekommen. Europa wäre das Armenhaus der Welt.
Vered Lavan
Die Spanische Grippe dauerte von 1918 bis 1920, also 3 Jahre. Danach kam die Hyperinflation von 1919 - 1923. Danach ging es weiter mit der Weltwirtschaftkrise, bei der 1929 die New Yorker Börse kollabierte und danach der Zusammenbruch des internationalen Kreditgefüges. Viele Menschen aus Südddeutschland wurden zu Aussiedlern in andere Gebiete, weil sie sich nicht mehr ernähren konnten (so …More
Die Spanische Grippe dauerte von 1918 bis 1920, also 3 Jahre. Danach kam die Hyperinflation von 1919 - 1923. Danach ging es weiter mit der Weltwirtschaftkrise, bei der 1929 die New Yorker Börse kollabierte und danach der Zusammenbruch des internationalen Kreditgefüges. Viele Menschen aus Südddeutschland wurden zu Aussiedlern in andere Gebiete, weil sie sich nicht mehr ernähren konnten (so erzählt von einer Oma, deren Eltern es erlebt hatten). Das blüht uns alles wieder. Die Geschichte wiederholt sich.
elisabethvonthüringen
Ja, es wird ernst mit den Katastrophenübungen! Aber nicht wegen Corona!
Tesa
Bayern „will“ jetzt den Katastrophenfall ausrufen. Ohne Katastrophe. Ohne Kranke. Ohne Tote.