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Irapuato
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Hättest Du doch auf meine Gebote geachtet! "Johannes ist gekommen, er ißt nicht und trinkt nicht, und sie sagen: Er ist von einem Dämon besessen. Der Menschensohn ist gekommen, er ißt und trinkt; darauf …More
Hättest Du doch auf meine Gebote geachtet!
"Johannes ist gekommen, er ißt nicht und trinkt nicht, und sie sagen: Er ist von einem Dämon besessen. Der Menschensohn ist gekommen, er ißt und trinkt; darauf sagen sie: Dieser Fresser und Säufer, dieser Freund der Zöllner und Sünder! Und doch hat die Weisheit durch die Taten, die sie bewirkt hat, recht bekommen." (Mt 11,18 19) Warum tun wir Menschen uns so schwer, auf Gottes Stimme zu hören? Ist es nicht etwa der verborgene Stolz, der alles besser weiß, alles und alle kritisiert und sogar vor Jesus nicht Halt macht? Betroffen habe ich im Buch vom sel. Maria Eugen Grialou „Ich will Gott schauen“ über den geistigen Hochmut gelesen, dem eben mit der freien Schriftauslegung Tür und Tor geöffnet wird, weil er das Einsichtsvermögen und den Glaubensgegenstand gegeneinander ausspielt. Die Französische Revolution machte diesen Hochmut zur Sünde der Gesellschaft durch das unumschränkte Recht der Vernunft, die sich keiner Autorität unterordnen will. Früchte davon sind der philosophische Agnostizismus, der politische Liberalismus und der schulische Laizismus, die zum Glaubensabfall ganzer Menschenscharen geführt haben. Die Läuterung von diesem Stolz geschieht durch Akte des Glaubens und der demütigen Entdeckung, dass Gottes Wege nicht unsere Wege sind. Nehmen wir uns die Sorge des Prophten Jesaja zu Herzen, der uns heute zuruft: "Ich bin der Herr, dein Gott, der dich lehrt, was Nutzen bringt, und der dich auf den Weg führt, den du gehen sollst. Hättest du doch auf meine Gebote geachtet! Dein Glück wäre wie ein Strom und dein Heil wie die Wogen des Meeres." (Jes 48,17 18)
Irapuato
Buch Jesaja 48,17-19.
So spricht der Herr, dein Erlöser, der Heilige Israels: Ich bin der Herr, dein Gott, der dich lehrt, was Nutzen bringt, und der dich auf den Weg führt, den du gehen sollst.
Hättest du doch auf meine Gebote geachtet! Dein Glück wäre wie ein Strom und dein Heil wie die Wogen des Meeres.
Deine Nachkommen wären zahlreich wie der Sand und deine leiblichen Kinder wie seine Körner …More
Buch Jesaja 48,17-19.
So spricht der Herr, dein Erlöser, der Heilige Israels: Ich bin der Herr, dein Gott, der dich lehrt, was Nutzen bringt, und der dich auf den Weg führt, den du gehen sollst.
Hättest du doch auf meine Gebote geachtet! Dein Glück wäre wie ein Strom und dein Heil wie die Wogen des Meeres.
Deine Nachkommen wären zahlreich wie der Sand und deine leiblichen Kinder wie seine Körner. Ihr Name wäre in meinen Augen nicht getilgt und gelöscht.

Psalmen 1,1-2.3.4.6.
Wohl dem Mann, der nicht dem Rat der Frevler folgt,
nicht auf dem Weg der Sünder geht,
nicht im Kreis der Spötter sitzt,
sondern Freude hat an der Weisung des Herrn,
über seine Weisung nachsinnt bei Tag und bei Nacht.

Er ist wie ein Baum, der an Wasserbächen gepflanzt ist,
der zur rechten Zeit seine Frucht bringt
und dessen Blätter nicht welken.
Alles, was er tut,
wird ihm gut gelingen.

Nicht so die Frevler:
Sie sind wie Spreu, die der Wind verweht.
Denn der Herr kennt den Weg der Gerechten,
der Weg der Frevler aber führt in den Abgrund.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 11,16-19.
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Mit wem soll ich diese Generation vergleichen? Sie gleicht Kindern, die auf dem Marktplatz sitzen und anderen Kindern zurufen:
Wir haben für euch auf der Flöte Hochzeitslieder gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt euch nicht an die Brust geschlagen.
Johannes ist gekommen, er isst nicht und trinkt nicht, und sie sagen: Er ist von einem Dämon besessen.
Der Menschensohn ist gekommen, er isst und trinkt; darauf sagen sie: Dieser Fresser und Säufer, dieser Freund der Zöllner und Sünder! Und doch hat die Weisheit durch die Taten, die sie bewirkt hat, recht bekommen.

Lektionar. Rechte: staeko.net

Römische Liturgie
„Conditor alme siderum“, Vesperhymnus im Advent (Rechte: staeko.net)

Bekehrung als Antwort auf den wiederholten Ruf Gottes, der kommt

Gott, heil’ger Schöpfer aller Stern’, erleucht uns, die wir sind so fern, daß wir erkennen Jesus Christ, der für uns Mensch geworden ist. Denn es ging dir zu Herzen sehr, da wir gefangen waren schwer und sollten gar des Todes sein; drum nahmst du auf dich Schuld und Pein. Da sich die Welt zum Abend wandt’, der Bräut’gam Christus ward gesandt. Aus seiner Mutter Kämmerlein ging er hervor als klarer Schein. Gezeigt hat er sein’ groß’ Gewalt, daß es in aller Welt erschallt, sich beugen müssen alle Knie im Himmel und auf Erden hie. Wir bitten dich, o heil’ger Christ, der du zukünftig Richter bist, lehr uns zuvor dein’ Willen tun und an dem Glauben nehmen zu. Lob, Preis sei, Vater, deiner Kraft und deinem Sohn, der all’ Ding’ schafft, dem heil’gen Tröster auch zugleich so hier wie dort im Himmelreich. Amen.