Bibiana

Das Hülfenskreuz.
Der Hülfensberg, ca. 6 km von Geismar im Eichsfeld/Thüringen gelegen, ist der älteste und berühmteste Wallfahrtsort des Eichsfeldes. Das romanische Kruzifix (frühestens aus dem 11. Jahrh.) stellt keinen schmerzhaften Jesus dar sondern Christus den König als Überwinder des Todes: Christus, der "Gehülfe", der Erlöser der Welt.
Die Wallfahrt zum Hülfensberg, ursprünglich eine germanische Kult- und Opferstätte, hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Aus dem Jahre 1429 wird zB berichtet, dass Bewohner von Lübeck, Hamburg und Bremen sowie Lüneburg, Braunschweig, Hildesheim und Bamberg zum Hülfenskreuz pilgerten. Während der Reformation und im Dreissigjährigen Krieg ebbte der Pilgerstrom ab, um im 18. Jahrh. wieder anzuschwellen. Dem folgten Säkularisation und Enteignungen sowie Unbill während des Kulturkampfes. Von 1961 bis 1989 kamen nur wenige Pilger, da der Wallfahrtsort im Sperrgebiet der DDR lag und man Sondergenehmigungen brauchte. Nach dem Fall der Mauer erlebte die Wallfahrt wieder einen Aufschwung.

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O crux ave - spes unica!