Tina 13
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Hilfe der Christen bitte für uns.

24. Mai: Fest Maria, Hilfe der Christen

Am 09. Juni 1868 fand in Turin die feierliche Weihe der Maria-Hilf-Basilika statt.
Es waren für alle außerordentlich bewegende Momente. Der Traum war Wirklichkeit geworden. Die „herrliche und hohe Kirche" aus dem Traum war unter den Augen aller wie ein Wunder emporgewachsen. Von seiner Seite aus schrieb sich Don Bosco keinerlei Verdienste zu: „Nicht ich - sagte er - bin der Schöpfer dieser großen Dinge, die ihr seht: Es ist der Herr und seine Mutter Maria, die sich herabgelassen haben, sich eines armen Priesters zu bedienen, um solche Werke zu vollbringen. Von mir aus habe ich nichts beigetragen. Aedificavit sibi domum Maria = Maria hat sich das Haus selbst gebaut. Es ist die Madonna, die sich ihr Haus gebaut hat. Jeder Stein, jedes Ornament ist ein Zeichen ihrer Gnade. Nachdem das Heiligtum gebaut war, verstärkte Don Bosco seine Anstrengung, die Verehrung Maria der Helferin, der Hilfe der Christen, auf der Welt zu verbreiten.

Das Hauptaltargemälde:

Das Gemälde wurde von Don Bosco ausgedacht, der mit dem Maler Lorenzone so von ihm gesprochen hat, als habe er das Szenarium wirklich vor Augen:

„In der Höhe die heilige Mutter Maria umgeben von den Chören der Engel, dann die Chöre der Propheten, der Jungfrauen, der Bekenner. Auf der Erde die Zeichen der großen Siege von Maria und die Völker der Welt, die dabei sind, die Hände ihr entgegenzustrecken, indem sie um Hilfe bitten".

Der Maler machte den Einwand, dass man, um ein Gemälde dieser Art malen zu können, einen ganzen Stadtplatz bräuchte, um alles unterzubringen und zudem eine Kirche, so groß wie die Piazza Castello. Don Bosco fügte sich also darein, sein Projekt etwas kleiner zu sehen.
Der Künstler Lorenzone mietete den höchsten Saal im Palazzo Madama und machte sich ans Werk. Nach drei Jahren Arbeit wurde das große Gemälde an seinen Bestimmungsort gebracht.

Don Bosco beschrieb es so:

„Die Jungfrau tritt aus einem Meer von Licht und Erhabenheit hervor. Sie ist umgeben von einer Schar von Engeln, die ihr wie ihrer Königin Ehrerbietung erweisen. In ihrer Rechten hält sie das Zepter, welches das Zeichen ihrer Macht ist, mit ihrer Linken hält sie den kleinen Jesusknaben, der die Arme ausgebreitet hat und so allen seine Gnade und seine Barmherzigkeit anbietet, der sich hilfesuchend an seine Mutter wendet. Drumherum und unterhalb befinden sich die heiligen Apostel und Evangelisten. Sie sind gleichsam von einer angenehmen Ekstase berührt, gleichsam als ob sie ausriefen: Königin der Apostel, bitte für uns! Sie betrachten betroffen die heilige Jungfrau. Im unteren Teil des Gemäldes ist die Stadt Turin dargestellt, im Vordergrund mit dem Heiligtum von Valdocco und mit der Superga im Hintergrund. Was den größeren Wert in dem Bild ausmacht, ist die religiöse Idee, die im Betrachter einen frommen Eindruck erwecken soll".

Gemäß der von Don Bosco gemachten Beschreibung ist das Bild eine eindrucksvolle Darstellung des Titels „Maria, Mutter der Kirche". Es ist ein großes Blatt marianischer Katechese. Maria als Mutter des Sohnes Gottes, ist die Königin des Himmels und der Erde: Die ganze Kirche, repräsentiert von den Aposteln und Heiligen, ruft sie als Mutter und mächtige Helferin an.

Der Titel Maria Helferin:

Don Bosco vertraute im Jahr 1862 Don Cagliero an:
„Die Madonna will, dass wir sie unter dem Titel "Maria Helferin" verehren: Die Zeiten sind so traurig, dass wir es nötig haben, dass die heilige Jungfrau uns hilft, den christlichen Glauben zu bewahren und zu verteidigen".
Der Titel war nicht neu in der Kirche: Seit 1500 stand er in den lauretanischen Litaneien; die Verehrung als Maria Helferin war schon zu Zeiten vom heiligen Pius V. bekannt. Seit dem Jahr 1684 gab es in München eine Maria Hilf Erzbruderschaft.
Papst Pius VII. führte das Maria-Hilf-Fest ein. Er legte es auf den 24. Mai, den Tag seiner Rückkehr nach Rom, nach der Befreiung aus der napoleonischen Gefangenschaft (1814).

Im Jahr 1868 schrieb Don Bosco:

„Eine Erfahrung von achtzehn Jahrhunderten zeigt uns, dass die heiligste Maria vom Himmel aus mit dem größten Erfolg ihre Mission als Mutter der Kirche und Helferin der Christen fortgesetzt hat, die sie auf Erden begonnen hatte".
Tina 13
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