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M.RAPHAEL

Gebot und Verbot

Im Anschluss an meinen Artikel von gestern, Das Osterlamm verzehrt den Wolf, muss der Unterschied zwischen Gebot und Verbot klar herausgearbeitet werden.

Wenn sich meine Mutter nicht von einem fremden Mann verführen lässt, dann nicht, weil es ihr verboten ist, sondern, weil sie es nicht will. Sie weiß, dass Ehebruch ein schweres Verbrechen gegen die Liebe und das Gute ist und am Ende alles vernichtet. Ihr Vater hat sie zur Souveränität erzogen. Sie ist umfassend gebildet. Sie erkennt Lügner und Versucher. Sie versteht und durchschaut die leiblichen und seelischen Zusammenhänge der Versuchung. Warum?

Selbst während der schlimmsten Zeiten des 3. Reiches geht sie als junges Mädchen jeden Sonntag zur Heiligen Messe, obwohl sie gerne im BDM ist. Sie empfängt die heilige Kommunion. Sie wird in das Fleisch und Blut des Herrn verwandelt. Die Wahrheit kehrt in sie ein. Jetzt wohnt der Heilige Geist in ihr und bewahrt sie vor den unzähligen Spielarten der Lüge. Der Heilige Geist hält sie rein. Im Sinne ihres Vaters wird sie souverän und gebildet. Ihr ganzes Leben wird sie rein bleiben, obwohl sie keine Tabus fürchten muss. Sie wird immer frei, offen und nach allen Seiten menschenfreundlich sein. Niemals ist sie rigide im Sinne des Vorwurfes von Bergoglio gegen die Traditionalisten. Dabei fühlt sie sich ihr ganzes Leben als ein guter Soldat des Himmels, besonders des Heiligen Michaels. Ihr Schwert ist niemals weit.

Das ist extrem wichtig, um einen Grundaspekt der Wahrheit zu verstehen, der in der Heiligen Katholischen Kirche der Tradition realisiert ist. Wir sind keine liberalen Linkskatholiken und keine gnadenlosen protestantischen Sektierer. Beide kennen nicht die Verwandlung durch die Eucharistie und damit auch nicht die Einwohnung des Heiligen Geistes, der Wahrheit. Sie müssen sich selbst rechtfertigen. Die Linken verleugnen jede Verantwortung vor einer göttlichen Schöpfungsordnung. Ihre gute Intentionalität reicht ihnen. Die Protestanten werden gnadenlose Verneiner jeder menschlichen Lebensfreude. Für sie gibt es nur noch Verbote. Die sind wahrlich rigide. Hier ein Zeugnis eines amerikanischen Aussteigers von den Zeugen Jehovas:

youtube.com/watch?v=tpMjgarN7VQ

Er tut mir sehr leid. Die Welt der Nicht Katholiken (einschließlich der liberalen Konzilskatholiken) ist eine Welt der lieblosen Gleichgültigkeit oder eine Welt der rigiden Verbote.

Ein wahrer Katholik kann offen und freundschaftlich mit allen Menschen umgehen. Wir haben die Wahrheit in uns. Der Heilige Geist wird uns immer führen, damit wir nicht der Lüge anheim fallen. In Seiner Wahrheit studieren wir die Lügen. Wir verstehen, wie sie funktionieren, wie sie versuchen, die Menschen zu verderben. Wir lachen, wenn ein cooler Marketingtyp uns wieder etwas verkaufen möchte. Wir sind schlauer als die Lüge. Deshalb sind wir die Herren über alles Menschliche, einschließlich der Kunst. Kein Nackedei in den vatikanischen Museen wird ein protestantisches Verbot heraufbeschwören.

Für uns gibt es keine Verbote. Wir sind unvorstellbar große Gotteslieblinge. Wir halten die Gebote, weil wir wissen, dass sie die Liebe und die Wahrheit selbst sind. Deshalb gibt es die 10. Gebote und nicht die 10. Verbote. Wenn wir die Gebote übertreten, schaden wir uns selbst und allen Liebenden. Wollen wir das? Nein!!!

Die Liebe Gottes ist herrlich. Verbote sind das nicht. Nur kleine Deppen brauchen Verbote. Aber wir sind Seine Lieblinge. Der Empfang der Sakramente der Kirche hat uns in Seine Wahrheit verwandelt. Er spielt mit uns auf den Wiesen des Paradieses. Nur noch Glück.