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M.RAPHAEL
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Lustige und flockige Sexualität?

Nicht wenige katholische Kardinäle und Bischöfe wollen eine Veränderung der Sexualmoral, damit diese mehr mit den geänderten gesellschaftlichen Veränderungen im Einklang steht. Dadurch wollen sie die Volkskirche als eine gesellschaftlich relevante Institution erhalten. Auf den ersten Blick erscheint das einleuchtend und ehrenwert, auf den zweiten Blick aber wäre das ein vollkommener Verrat am innersten Wesen der Liebe. Eine solche „verständnisvolle“ Kirche würde äußerlich gelobt, aber tatsächlich für den Verrat verachtet. Alle grünen Hexen in der Kirche würden sofort austreten, weil sie ihr Ziel, die Vernichtung der Heiligen Kirche, erreicht hätten. Die, die bleiben, würden dies nur, um sicherzustellen, dass jeder neuer Trieb echter Frömmigkeit sofort vernichtet wird (Unkrautverbrenner für rd. 35, --€ und weniger erhältich).

Die Volkskirche kann nicht gerettet werden. Die Kirche muss eine kleine entschiedene Restgemeinde werden, die gerade wegen ihrer Treue von den Menschen so sehr gehasst wird, dass sie sie wieder verfolgen. Nur so folgt die Heilige Kirche ihrem Herrn.

Warum ist das so? Was ist so problematisch an der Sexualität?

Ich hatte das große Glück, eine liebende Mutter gehabt zu haben, die so treu war, dass sie jeden Verführer mit Fußtritten aus dem Haus gejagt hätte. Es gibt treue Ehefrauen. Es gibt die Treue. Liebe, Treue, Hingabe, Demut, Vertrauen, Hoffnung und Glaube sind ein und dasselbe. Gott stiftet einen unauflöslichen und ewigen Bund mit Seinem ganzen Volk im Himmel und auf Erden. In diesem Bund der Liebe halten alle zusammen wie Pech und Schwefel. Weil sich jeder vor Gott in Anbetung hinwirft (Shâchâh), hat die egoistische und hochmütige Selbstvergötzung keine Chance mehr. In der Liebe Gottes vereint, sind wir treu, naiv, offen, ohne Heimtücke und ohne falsch. Wir lieben uns ohne Ende. Das genau erlaubt uns, ganze Welten auf Wunsch zu erschaffen. Das genau erlaubt uns, zu zaubern. Jeder respektiert die Realitätsvorstellungen und die entsprechenden Regeln des anderen. Sie sind alle vom Willen Gottes abgesegnet. Sie gelten unbedingt. Deshalb haben wir Flügel, objektiv, weil in den Augen des anderen. Diese haben die egoistischen Supermenschen auf der Erde nicht. Sie können nicht fliegen. Deshalb belügen sie sich mit amerikanischen Superman Illusionen.

Wenn dagegen moderne Beter in Gebetshäusern eine brüderliche Beziehung mit Gott im Stehen bevorzugen, dann lehnen sie genau das ab. Sie beten den Teufel an. Sie wollen die Abgründe und Verschlagenheit des eigenen Hochmuts nicht ans Kreuz der Öffentlichkeit nageln. Sie wollen das nur für sich. Es ist die verborgene Privatfrechheit ihres Gott Seins, das Salz ihrer Existenz. Sie hören die lieb säuselnde Stimme Satans, der sich Jesus nennt, sind lieb und nett und glauben deshalb, mit jedem und jeder Sex haben zu können. Sie glauben, Sex ist nicht wichtig. Als moderne Menschen stehen sie über den alten Keuschheitsvorstellungen. Die Selbstvergötzer glauben, dass auch der Sex, genauso wie alles andere einschließlich Gott, ihnen gehört.

Moderne psychologische Experten drücken es folgendermaßen aus:

Eines ist jedenfalls gesichert: Je höher die Gattungen evolutionär stehen, desto größer wird der Anteil der erlernten und desto geringer der Anteil der ererbten Verhaltensformen (-›Anlage und Umwelt). Dies gilt auch für das sexuelle Verhalten und bedeutet, daß der Mensch zwar mit einer vielfältig determinierten, in sich selbst widersprüchlichen Sexualanatomie zur Welt kommt, dass seine Psychosexualität (-›Sexualpsychologie) aber nicht nur von diesen Widersprüchen bestimmt wird, sondern sich erst im Wechselspiel zwischen ihnen und den letztlich entscheidenden Wirkungen seiner sozialen Umwelt herausbildet. Die Psychosexualität des Menschen ist also <offen>, und das gilt ebenso für sein sexuelles Selbstverständnis (das Bild, das er sich von seiner eigenen sexuellen Beschaffenheit macht) wie für sein sexuelles Interesse an anderen (für sein Bild der sexuellen Umwelt). Keine der beiden Facetten wird allein von seiner somatischen Sexualkonstitution geprägt (von seiner morphologischen Zugehörigkeit zu den Begriffen <Frau> und <Mann>)“ Grubitzsch, S./Rexilius, G., Hg., Psychologische Grundbegriffe, Reinbek 1994, S. 967.
und
Damit ist die beliebte Theorie vom «tierischen Geschlechtstrieb» des Menschen ein für allemal dahin. Unser Geschlechtsleben ist zwar biologisch motiviert, entwickelt sich aber erst unter dem Einfluss gesellschaftlich vermittelter Vorbilder. Heterosexuell ausgerichtete Kulturen regen
die Mehrzahl ihrer Mitglieder zur Heterosexualität an, homosexuelle (Athen im 5. Jahrhundert, Marind-Anim im 19. Jahrhundert etc.) zur -›Homosexualität. Eine sexuelle <Anlage> zur Hetero- oder Homosexualität gibt es nicht; der (meist unbewusste) Entschluss, sich in der einen oder anderen Richtung zu entwickeln, wird von zufälligen oder gezielten Einflüssen der Umwelt stimuliert (-›Transsexualität).“
Ebd, S. 969.

Da Sexualität für sie nicht angeboren ist, kann der Mensch letztlich mit ihr machen, was er will. Er hat sie unter Kontrolle. Da sie durch gesellschaftliche Mechanismen geprägt wird, gilt es, diese entsprechend zu gestalten, damit jeder sobald wie möglich gerade durch ein zügelloses Ausleben der Sexualität von einem verklemmten neurotischen Charakter zu einem freien Genitalcharakter (Wilhelm Reich) verwandelt wird. Die folgende Passage zeigt deutlich, warum die Pädophilie besonders auch für die Linken und Grünen immer so wichtig war.

Offenbar sind zum erfolgreichen Geschlechtsleben der höheren Primaten also zwei Vorbilder erforderlich: elterliche Zärtlichkeit gegenüber dem Kinde und elterliche Zärtlichkeit (oder vom Kinde wahrgenommene Zärtlichkeit anderer Älterer) im Geschlechtsverkehr. Daraus ergibt sich eine der Kernfragen der heutigen Sexualwissenschaft: Ob einer der Gründe der zahllosen sexuell motivierten -›Neurosen, an denen die Industriegesellschaft unserer Tage nicht nur im Kapitalismus, sondern auch in den unterschiedlichen Vorformen des heute erkennbaren Sozialismus krankt, nicht der Tatsache entspringt, dass wir, im Gegensatz zu allen anderen Primaten, unseren Kindern die Möglichkeit verweigern, den Geschlechtsverkehr im biologisch notwendigen Alter durch eigene Sinneswahrnehmungen am Vorbild der Älteren zu erlernen.“ Ebd., S. 968.

Das macht klar, dass die Sexualität eben niemals ein Freizeitspass sein kann, wenn sie in der Lage ist, die menschliche Gesellschaftsform grundlegend zu konstituieren. Deshalb ist der Kampf um sie so emotional. Die kirchliche Auffassung der Sexualität als ein auf den göttlichen Schöpfungsakt eingeschränkter Vollzug muss für die Selbstvergötzer fallen. Gerade weil sie eine direkte, leibliche und existentielle Positionierung gegenüber dem Willen Gottes ist, ist ihre Reduktion auf pure Lust die größte Perversion und Blasphemie im Köcher des Teufels. Genau das sagt das 1. Kapitel im Römerbrief. Am Anfang steht die Beziehung zu Gott und die Bereitschaft, sich Seinem Willen oder eben nicht zu unterwerfen. Daraus folgt dann alles andere. Ja, die Modernen haben Recht: Homosexualität ist nicht angeboren. Niemand muss ein Homo sein. Das gilt auch für Priester. Aber als Homo ist man wer. Da hat man eine besondere abgesonderte Identität, vor allem gegenüber Gott. Man braucht kein naives Mitglied mehr in der Gemeinschaft der Heiligen zu sein. Man ist was besseres. In etwa wie ein Freimaurer und/oder ein Mercedesfahrer.

Vor vielen Jahren wollte mich einmal eine Ehefrau verführen. Da war nichts unschuldig. Natürlich ging ich nicht auf das Angebot ein. Ich bin ein Soldat, aber die Versuchung war da. Sexualität ist nicht nur der biologische Akt. Von Gott getrennte Sexualität ist vor allem ein Spiel mit dem Bösen (oft beschrieben in der Literatur). Sie ist nicht unschuldig. Man erinnere sich an den Marquis de Sade. Man lese Nancy Friday. Was ist ein Cuckold? Ehebruch, Untreue führen unweigerlich zur Verachtung und zur Auflösung der alten Liebe. Keine untreue Ehefrau wird ihren Ehemann jemals mehr so lieben wie zuvor. Sexuelle Freizügigkeit schafft den vereinzelten Menschengott. Jeder ist ein Gott, der sich den göttlichen Willen bezüglich der heiligen Sexualität in die Tasche steckt und in Lust pervertiert. Jeder benutzt den anderen, macht ihn zu einem Lustobjekt. Bevor es keinen Spass mehr macht, muss man schneller schießen, in etwa wie in einem Western von Quentin Tarantino. Die Kinder nehmen Drogen auch in Form von Computerspielen. Sie ertragen die egoistische Gier ihrer misstrauischen, sich unablässig trennenden Eltern nicht mehr.

Katholische Bischöfe, wollt ihr das wirklich absegnen? Wer seid ihr? Was ist mit der ewigen Liebe? Was ist mit der Kreuzigung? Was ist mit der Hingabe? Was ist mit dem unauflöslichen Bund? Was ist mit Vertrauen und Offenheit? Ihr steht am Altar Gottes.

Katholische Bischöfe, wollt ihr in die Hölle?
Aquila
Einigen Bischöfen wäre es anzuraten, ihre Ämter aufzugeben und als Seelsorger mit großem Einsatz etwa in Altenheimen zu wirken, anstatt das Volk in die Irre oder gar in den Abgrund des ewigen Verderbens zu führen!
Salzburger
Kapitalismus/US und Kommunismus/SU sind nicht bloß WirtschaftsFormen, sondern DenkFormen: US steht für Nominalismus bzw. InDeterminismus, SU für Realismus bzw. Determinismus. Die sexuelle Orientierung (bzw. die Geschichte generell) ist aber weder Folge unserer eigenen WillKür noch kausal bedingt: Im Großen und Ganzen dürfte sie genetisch bedingt sein (weshalb HeteroSex. fast immer die 95%-Norm …More
Kapitalismus/US und Kommunismus/SU sind nicht bloß WirtschaftsFormen, sondern DenkFormen: US steht für Nominalismus bzw. InDeterminismus, SU für Realismus bzw. Determinismus. Die sexuelle Orientierung (bzw. die Geschichte generell) ist aber weder Folge unserer eigenen WillKür noch kausal bedingt: Im Großen und Ganzen dürfte sie genetisch bedingt sein (weshalb HeteroSex. fast immer die 95%-Norm gewesen ist), etwas hängt sie vom Milieu ab, etwas vom Individuum selbst (oder u.U. auch dem direkten EinGreifen seines Schöpfers?). Der große Historiker TAINE unterschied für die WeltGeschichte die 3 Potenzen Rasse/Erbe[=Gene] - Milieu/Landschaft/Umgebung - Moment/kairos/ZeitVerhältnisse.
"Den Marquis", d.h. diese eklige Ratte, zu lesen, ist in der Tat sehr lehrreich: Ihm ging es ja nicht um die Kopulation an sich, sondern um den GOTTesMord: "Sade bedeutet die perfekte Reduktion des Menschen auf die Immanenz." (GOMEZ DAVILA)
Erich Foltyn
wenn sie kein anderes Thema haben, wozu wollen sie dann noch die Kirche ?
Sunamis 49
bzw kirchensteuer?
Theresia Katharina
@M.RAPHAEL Was schneiden Sie denn ständig sexuelle Themen an, Sie sind doch nach eigener Auskunft im Gtv-Forum ein Ex-Mömch, das geht Sie doch gar nichts an!
Zweihundert
Dann sind sie auch nicht mehr katholisch.
Zweihundert