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Aquila
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Der ehrwürdige Diener Gottes Franz Joseph Rudigier

Wer nach Partenen im Montafon in Vorarlberg fährt, kann dort das kleine, bescheidene Elternhaus des Dieners Gottes sehen. Dort wurde er am 7. April 1811 geboren. Franz Joseph war das neunte und jüngste Kind von Kleinbauern. 1835 wurde er zum Priester geweiht. Sein erster Einsatz als Priester war in Vorarlberg. Nach weiterführenden Studien in Wien wurde er Professor für Kirchengeschichte und Kirchenrecht in Brixen, unterrichtete dort aber auf ausdrücklichen Wunsch des Bischofs Galura Moraltheologie und Erziehungskunde. Ab 1845 wirkte er als Hofkaplan in Wien. 1848 wurde er Propst in Innichen in Südtirol, dann Domkapitular in Brixen, zugleich Regens des Priesterseminars. 1852 ernannte ihn Kaiser Franz Joseph zum Bischof von Linz; 1853 erhielt er die Bischofsweihe. Er förderte die Verehrung der Muttergottes und das katholische Vereinswesen als Bollwerk gegen den Liberalismus und gründete den katholischen Presseverein und mehrere Ordensniederlassungen in Oberösterreich. Er war der Initiator für den Bau des Linzer Mariendomes, der dann gebaut und außen und innen schön und würdig gestaltet wurde; erst in unserer Zeit hat man sein Inneres verschandelt. Bischof Rudigier wandte sich in einem Hirtenbrief gegen die österreichischen Schul-, Ehe- und Konfessionsgesetze und rief zum Widerstand dagegen auf und wurde deswegen zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt, aber nach einem Tag vom österreichischen Kaiser Franz Joseph begnadigt. Er starb am 29.November 1884 in Linz. Der Seligsprechungsprozess für ihn ist im Gang.

Beten wir, dass er bald seliggesprochen wird und bitten wir ihn, dass er der schwerkranken Diözese Linz zu Hilfe kommen möge!
gennen
Gäben es in unserer Zeit, auch noch mehr (nur) solche Diener unseres Herrn, dann wäre der Glaube nicht so am Boden.