Clicks754

Vom ersten Freitagsgebet in der Hagia Sophia

Eiferer fordern Zerstörung weltberühmter christlicher Mosaike.
Ab Freitag wird die Hagia Sophia in Istanbul wieder als Moschee genutzt. Die Opposition wirft Staatschef Erdogan Instrumentalisierung der Religion vor.

In der Hagia Sophia drängen sich um diese Jahreszeit normalerweise tausende Besucher aus aller Welt. Doch derzeit ist es still unter der riesigen Kuppel des anderthalb Jahrtausende alten Baus.
Nur der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan kam jetzt hierher, um den Umbau des Gebäudes in eine Moschee zu inspizieren. Zusammen mit Beratern schaute er sich unter anderem den Teppich an, der vor dem ersten Freitagsgebet am 24. Juli auf dem Steinboden ausgerollt werden soll.
Der leuchtend blau-grüne Stoff sorgte sofort für Diskussionen. Eine hässlichere Farbe hätte die Regierung nicht auswählen können, schrieb ein Erdoğan-Kritiker auf Twitter. Doch nicht nur über den Teppich wird gestritten: Eiferer fordern die Zerstörung der weltberühmten christlichen Mosaiken in der früheren Kirche.

Erdoğan betrachtet das Gebet an diesem Freitag als historische Zäsur. Im sechsten Jahrhundert als Reichskirche der Byzantiner gebaut, wurde die Hagia Sophia im 15. Jahrhundert von den osmanischen Eroberern von Istanbul zur Moschee erklärt.
Vor mehr als 80 Jahren wandelte Mustafa Kemal Atatürk, der Gründer der modernen Türkei, das Gebäude im Herzen der Istanbuler Altstadt in ein religiös neutrales Museum um. Doch nun wird die Hagia Sophia wieder zur Moschee.
Seitdem der türkische Verwaltungsgerichtshof am 10. Juli entschied, den Museums-Status des Gebäudes zu streichen, und Erdoğan anschließend sofort per Erlass die Umwandlung in ein islamisches Gotteshaus verfügte, ist die Hagia Sophia für die Umbauarbeiten geschlossen.
[Wenn Sie die wichtigsten Nachrichten aus Berlin, Deutschland und der Welt live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere runderneuerte App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.]

In dem Gebäude wurden am Dienstag bereits Tribünen für die Fernsehteams aufgebaut, die beim Freitagsgebet dabei sein werden. Die türkische Polizei verstärkte die Sicherheitsvorkehrungen in der Umgebung und errichtete Absperrgitter.

Rund 2000 Gläubige, die Sondereinladungen erhalten, sollen am Freitagmittag zusammen mit Erdoğan in der Hagia Sophia das erste feierliche Gebet sprechen. Das „VIP-Gebet“, wie türkische Medien das Ereignis nannten, wird die tiefen politischen Gräben in der Türkei nicht überbrücken können.
Oppositionsführer Kemal Kılıçdaroğlu lehnte die Einladung ab und erklärte in Anspielung auf Erdoğans Bemühungen um islamistische und nationalistische Wähler, Gebet seien für Gott da, und nicht für politische Zwecke und die Kameras.
Bilder von Menschen dürfen während der islamischen Gebete nicht zu sehen sein
Bis Freitag muss die Frage der Mosaiken gelöst sein. Da der Islam die bildliche Darstellung von Menschen verbietet, müssen die Bilder von Maria, Jesus, Heiligen, Kaisern und Kaiserinnen während der islamischen Gebete verschwinden, zumindest optisch.

Weiterlesen - Volltext und Quelle:
HIER:
www.tagesspiegel.de
sudetus
Immaculata90 hat es auf den Punkt gebracht !
Immaculata90
Wojtyla, Ratzinger und Bergoglio haben dem Islam reichlich Rosen gestreut, jetzt geht die böse Saat des Vaticanums auf und trägt ihre faulen Früchte!
a.t.m
Je schwächer das christliche Volk wird, desto stärker wird das islamische Volk, den überall wo Gott der Herr und seine Kirche verjagt wird dort zieht Satan und seine Schergen ein.

Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen.
Tina 13
Möge der Herr eingreifen, Seiner wurde genug gespottet!