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M.RAPHAEL
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Der Geist der Selbstverwirklichung

Man muss Kardinal Müller für sein neues Buch, Was ist katholisch?, angesichts der sprachlos machenden Entwicklungen in der Kirche dankbar sein. So wichtig und notwendig es ist, so wenig wird es an der Grundproblematik etwas verändern. Die Menschen werden durch Bücher nicht von ihren Grundoptionen abgebracht. Wenn „fremde“ Ideen breite Rezeption finden, dann nur weil sie dem entsprechen, was die Menschen „hören“/lesen wollen, weil sie sich davon Vorteile erwarten, weil sie sich damit identifizieren können.

Es ist eine Illusion zu glauben, dass ein gutes oder vernünftiges Argument die Menschen in ihrer Grundhaltung umstimmen kann. Sie suchen Bestätigung, nicht Veränderung ihrer fundamentalen Orientierungen. Diese konstituieren sich durch das Gesamt ihrer Grunderfahrungen, ihres jeweiligen Existentials, ihr Anteil an der Conditio Humana. Der individuelle Überlebensinstinkt und der Eigennutz bilden die Basis ihrer Integration in den vorherrschenden Zeitgeist.

Die Menschen wollen nicht ans Kreuz. Sie wollen nicht leiden. Sie wollen nicht sühnen. Sie wollen nicht büßen. Sie wollen glücklich sein. Sie wollen gewinnen. Sie wollen sich verwirklichen. Das suchen sie überall, vor allem auch in der Konzilskirche. Diese hat sich deshalb schon lange vor dem Konzil im Geist entsprechend angepasst. Sie will den Menschen gefallen, weil auch sie selbst für die Wahrheit nicht am Kreuz sterben will. Entsprechend wird der Geist des Evangeliums im Sinne der humanistischen Selbstverwirklichung umgedeutet. Die Konzilskirche benutzt die alten Worte und versteht darunter etwas völlig anderes als die Tradition. Für sie war Christus der große Befreier der Menschen, der ihnen ermöglichen wollte, ihr Ding zu machen. So einfach ist das, was die nicht wenigen intellektuellen Vertreter der liberalen Theologie mit vielen Wörtern zum Ausdruck gebracht haben und immer noch bringen. Sonst wären die breit akzeptierte Segnung der Homoehe und der mangelnde Widerstand gegen die Abtreibung sowie die Wiederverheiratung Geschiedener undenkbar.

Viele verdrängen diesen neuen Konzilsgeist der humanistischen Selbstverwirklichung. Sie ahnen, dass die Kirche langfristig zu einer weiteren protestantisch politischen Sekte, zu einem lieben zahnlosen Sozialverein werden würde, wenn die Ideale der Selbsthingabe und Selbstaufopferung bewußt aufgegeben würden. Selbstverwirklichte Menschengötter brauchen am Ende keine Kirche mehr. Jeder hat seinen Personal Jesus im Ohr, der ihm zuflüstert, sein Ding zu tun. Also muss die Konzilskirche nach wie vor so tun, als ob es noch irgendwie um Gehorsam geht. Die daraus folgenden Verrenkungen, Lügen und das Vorspielen falscher Tatsachen sind unerträglich, wirklich ekelhaft. Am Ende halten die Konzilsanhänger aber wie alle Selbstverwirklicher nur zusammen, um die alten Vorstellungen von Selbstopfer, Selbsthingabe und Verzicht für immer zum Schweigen zu bringen.

Der NOM steht für die Selbstverwirklichung. Er kann durchaus auch fromm gefeiert werden, aber auf Dauer drängt seine Formensprache die Menschen dazu, sich selber für Götter zu halten. Irgendwann haben sie es verstanden, dann verlassen sie die Kirche. Weil die Konzilskleriker nur Erfolg haben, wenn sie Charismatiker sind, halten ihre Ordensgründungen auch nicht. Das Ende ist spätestens dann erreicht, wenn sie sich den Sex holen, den sie für ihr Ding brauchen, oder wenn sie abtreten. Eine starke Persönlichkeit kann eben nicht den Heiligen Geist ersetzen. Wenn ein Mensch in ein Kloster eintritt, um sich selbstzuverwirklichen anstatt vom Heiligen Geist berufen zu sein, dann wird auch er nicht durchhalten.

Mit dem Tod der alten Konzilstheologen wird die Konzilskirche immer mehr ihr wahres Gesicht eines friedensbewegten und grünsozialistischen Welthumanismus zeigen. Sie wird versuchen, sich in eine universelle Weltreligion mit anderen zu verwandeln. Bis dahin wird sie alles tun, um die wahre Kirche mit sich zu reißen. Sie kann die frommen Katholiken nicht ertragen. Wie erwähnt, der Geist der Selbsthingabe und der Demut muss ausgelöscht werden, die keusche und traditionelle Familie ebenso. Die sensiblen sexfreundlichen Gutmenschen werden dafür sorgen. Ihr Gott der Unzucht zwingt sie dazu. Ihre Wut ist groß.

Taylor Marshall hat ein neues Video eingestellt, in dem er den Weg in die Selbstverwirklichungskirche an Hand von Saul Alinsky, Paul VI. und Jacques Maritain (Integraler Humanismus) darstellt:

youtube.com/watch?v=xNiKAJt_Y1o

Der Wille Gottes und der Wille des Menschen sind nicht identisch. Im Kampf um die katholische Kirche geht es genau um die Frage, wessen Wille geschieht? Geht es um Gottesdienst oder um Selbstverwirklichung? Es ist nicht anzunehmen, dass das Buch von Kardinal Müller jemand zum Gottesdienst umstimmen wird. Dazu sind die Fronten zu verhärtet. Die Menschengötter wittern Morgenluft, eines Morgens ohne Unterwerfung unter Gott.
Erich Foltyn
das sind alles Haarspaltereien, sie haben grundlegend falsche Einstellungen und Wörter reichen dafür nicht aus.
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"Man muss Kardinal Müller für sein neues Buch, Was ist katholisch?, angesichts der sprachlos machenden Entwicklungen in der Kirche dankbar sein. So wichtig und notwendig es ist, so wenig wird es an der Grundproblematik etwas verändern."
Erich Foltyn
Wörter zu produzieren ist zwecklos, man muss ihnen das Kirchentor zunageln und Vieles mehr.
Sin Is No Love
Denn ihre tiefe eigene Verstrickung in die Sünde, ihre verlorene Reinheit, drängt sie, alles herabzuziehen und es sich gleich zu machen.
Weichei-Pfarrer gegen Schwuchtel-Kirche
Sunamis 49
ich bin dankbar für diejenigen unbekannten, verborgenen Sühneseelen die für uns leiden erdulden um unsere Seelen zu retten-
auch für diejenigen zB mariella Klimaschka die in Ratisbor, Schlesien lebte-
es gibt bestimmt auf jedem kontinent so eine unbekannte Seele die für die heitigen Menschen Busse tut/ tat-
zu
ihnen sage ich Ein ewiges Vergelts Gott!
drr liebe Gott wird es ihnen schon zukommen …More
ich bin dankbar für diejenigen unbekannten, verborgenen Sühneseelen die für uns leiden erdulden um unsere Seelen zu retten-
auch für diejenigen zB mariella Klimaschka die in Ratisbor, Schlesien lebte-
es gibt bestimmt auf jedem kontinent so eine unbekannte Seele die für die heitigen Menschen Busse tut/ tat-
zu
ihnen sage ich Ein ewiges Vergelts Gott!
drr liebe Gott wird es ihnen schon zukommen lassen

Es könnte noch viel schlimmer sein, doch der liebe Gott hat alles fest im Griff!
kein ding geschieht, ohne das er es sieht
HerzMariae
Sel. Pater Rupert Mayer: „Die heutige Zeit ist eine furchtbar ernste Mahnung für die Völker der Erde, zurückzukehren zu Gott. Es geht nicht ohne Gott!“