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M.RAPHAEL

Liebe, Sühne, Krebs

Die modernen Menschen in der Vat. 2 Kirche glauben, dass sie, auch als Befürworter und mit allen anderen Verfechtern der künstlichen Geburtenkontrolle, der Abtreibung, der Ehescheidung und der Homosexualität, in den Himmel kommen. Das gilt für viele Vat.2 Kleriker. Das gilt auch für viele Politiker, die sich für katholisch halten, wie z.B. Joe Biden, Nancy Pelosi. Es gilt wohl für fast alle Mächtigen der westlichen Gutmenschengesellschaften. Wie kann das sein?

Sie halten sich für recht-schaffend und human. Für sie ist Autonomie gut. Immer. Der moderne Mensch will seinen eigenen Willen verwirklichen. Sein Wille soll geschehen. Größtmögliche Freiheit von Fremdbestimmung ist das Ziel. Motto: Mach dein Ding. Hol es dir. Er unterstellt, dass das Leben und überhaupt alle seine Erfahrungen ihm gehören. Er braucht nicht zu gehorchen. Eine amerikanische enge Bekannte drückt es folgendermaßen aus: I manage my own happiness = Ich bin der Herr über mein Lebensglück und -schicksal. Rasse, Religion, Geschlecht, Sexualität oder kulturelle Tradition dürfen keinerlei Anspruch auf Gehorsam erheben. Der moderne Mensch versteht sich als ein Gott über all diesen, das Leben ordnende Lebensprinzipien. Deshalb behauptet er unablässig, dass diese keine Wahrheit haben. Wahrheit verändert sich. Man muss im Strom der Veränderungen mitschwimmen. Heute schwarz, morgen weiß, heute katholisch, morgen Buddhist, heute Mann, morgen Frau, heute keusch, morgen unkeusch, heute ein wenig Tradition, morgen progressiv, je nachdem was Spaß macht und Macht verspricht. Mein Bauch gehört mir und dann wird das Kind abgetrieben, weil es die Selbstvergötzung stören würde. Diese ist das neue GUT. Dieser dient die moderne Vat.2 Kirche. Weil es keine Wahrheit mehr gibt, lügt diese Kirche unablässig und tut so, als ob sie noch für die traditionellen katholischen Werte einsteht. Sie tut das nicht. Sie ist nicht wahrhaftig. Ich darf und muss sie beschimpfen.

Was das Autonomie orientierte Weltbild der Moderne nicht verstehen will, ist, dass die Menschen nur in Gemeinschaft existieren. Niemand ist autonom. Ohne Eltern in einer fruchtbaren Umgebung würde kein Mensch auf die Welt kommen. Alle Menschen sind von einander abhängig. Wenn wir nicht viele wären, die für und miteinander arbeiten im gegenseitigen Vertrauen, gäbe es kein Leben. Es gäbe gar nichts. Jeder Mensch ist verantwortlich für die Mitmenschen. Das Leben ist ein Leib, vergleichbar mit dem Körper des Menschen. In der katholischen Kirche ist das der Leib des Herrn. Alle Zellen sind für einander da.

Sühne in diesem Sinn ist die Bereitschaft einer jeden Zelle (Seele) für die anderen zu leiden, wenn es diesen schlecht geht oder sie angegriffen werden. Sühne ist wie Fieber. Der ganze Leib schmerzt, nur damit eine lokale Infektion geheilt werden kann. Die göttliche Liebe bedeutet, dass jeder Liebende sich völlig und ganz und gar für alle anderen Geliebten hingibt und immer mit ihnen mitleidet, wenn sie krank sind. Wir halten zusammen wie Pech und Schwefel. Keiner lebt für sich allein. Alle leben nur durch das Glück der anderen.

Wenn der Herr uns am Kreuz erlöst, sühnt er für unsere Sünden. Was bedeutet das? Gott ist Perfektion. Für Ihn gibt es keinen Mangel. Er will eine vollkommene Liebesgemeinschaft. Niemand kann oder besser darf zur Liebe gezwungen werden. Liebe ist immer Freiheit. An der göttlichen Liebesgemeinschaft will jeder freiwillig und entschieden teilnehmen. Es ist wunderschön, weil wir gefragt werden. Keiner wird gezwungen. Liebe ist das Glück aller. Sühne ist die entsprechende Heilung aller Liebenden von der Verwirrung, damit das strahlende Licht der Kernfusion der Liebe ohne dunkle Flecken und Krankheiten feuern kann. Glaubend der Liebesdichtung Gottes, hoffend, vertrauend und wahrhaftig sterben wir für einander jenseits von Zeit und Raum, immer und überall. Wer nicht liebt, kann das nicht verstehen.

Das bedeutet, dass der Herr am Kreuz NICHT die Sünden der Bösen gesühnt hat. Das würde keinen Sinn machen. Die Vat.2 Kirche erkennt ihr Versagen. Sie erkennt, dass gruppendynamischer Spaß, Jubel und Trubel nicht die lebendige mystische Gottesbeziehung ersetzen. Sie will ihren Fehler nicht zugeben, also möchte sie so gern, dass das Sühneopfer des Herrn am Kreuz für alle Menschen gedacht war. Das nämlich würde sie von jeder Verantwortung befreien. Egal wie egoistisch und atheistisch der moderne Mensch ist, er ist erlöst. Wie sehr sehnt sich die Vat.2 Spaßkirche nach einer solchen Schwammherzigkeit. Das Furchtbare an diesem Denken ist, dass dadurch die Freiheit ausgehebelt wird. Die gesamte Heilige Schrift, die unablässig die freiwillige Umkehr zum Bund des liebenden Gottes anmahnt, würde mit Füßen getreten, wenn jeder in den Himmel kommen würde, ob er will oder nicht. Um in dem Bild des Lebens als des Leib des Herrn zu bleiben bedeutet Sühne die Heilungskräfte des Körpers. Sühne bedeutet nicht die streichelnde und küssende Akzeptanz des Krebsgeschwürs, das die gierigen egoistischen Fresszellen, d.h. die modernen Selbstverwirklicher, ausmachen. Sie können nicht in den Himmel aufgenommen werden. Sie würden alle und alles auffressen. Sie lieben die verbotene Frucht, weil sie diese nicht lieben wollen. Sie können nicht geheilt werden. Sie müssen vernichtet werden. Die Armee ist auf der Erde.

Im Sinne der Gleichnisse des Evangeliums ist das Leben der Leib des Herrn. Ehebrecher, Abtreiber und Homos sind Feinde des Lebens. Sie zerstören das Leben, selbst wenn sie sich selbst für intentionale Gutmenschen halten. Sie schaden dem Leben, weil sie nicht aufhören, den Kern des Lebens, die göttliche Schöpfungskraft in der Sexualität, zu pervertieren. Deshalb leben wir in einer Kultur des Todes. Die westlichen Selbstverwirklichungsgesellschaften sterben aus. Sie sind der Tod. Die Sexualität dient unbedingt der Reproduktion des Lebens. Wer sie nur um der Lust willen praktiziert, ist damit ein absoluter Feind des Lebens, ob er will oder nicht. Deshalb müssen selbst Kinder so bald wie möglich sexualisiert werden. Nur so können sie in die Kultur des Todes der Selbstverwirklichung assimiliert werden. Die Freimaurer verdrehen verzückt ihre satanischen Äuglein, weil es dann weniger Menschen gibt. Wie schön?

Nein, das Leben gehört Gott. Wir haben nicht das Recht, Menschen ihr Lebensrecht aus Vernunftgründen zu verneinen, noch bevor sie geboren sind. Das Leben regelt sich selbst. Jeder der ein Garten pflegt, weiß das. Wir sind nicht Gott. Die Freimaurer sehen das anders. Sie gehen in die Hölle.

Auch Zölibatäre bekommen keine Kinder. Aber sie dienen dem Leben, so wie Zellen, die absterben, um stärkeren Zellen Platz zu machen oder wie körpereigene Kampfzellen, die sich selbst opfern im Krieg gegen den Feind. Als Mönch habe ich immer gute Familien beneidet für die Kinderschar. Keine Kinder zu haben ist ein großes Opfer, aber, wie jede Zelle im Leib des Herrn, dient man der Gesundheit des Leibes. Nur das ist wichtig. Ich kann den Feind identifizieren und vernichten. Darin bin ich gut.