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Vatikan wollte "konservativen" Bergoglio als Jesuitenkommissar

Benedikt XVI.'s Staatssekretär, Kardinal Tarcisio Bertone, dachte 2006-2007 daran, den dekadenten Jesuiten einen Kommissar aufzubrummen.

Dies wurde bei der Präsentation der spanischen Version von Gianni La Bellas Buch "Die Jesuiten. Vom Vatikanum II. bis zum Papst Franziskus" gesagt.

Der törichte Bertone hatte im Sinn, Kardinal Bergoglio von Buenos Aires für diese Aufgabe zu ernennen. Er informierte Jesuitengeneral Kolvenbach, der seinen Rücktritt eingereicht hatte. Kolvenbach - kein Freund von Bergoglio - war "perplex und bestürzt".

Er bat um eine Audienz bei Benedikt XVI. und teilte ihm mit, dass die Jesuiten Bergoglio als Kommissar "nicht tolerieren" würden.

Bergoglio wusste das auch. Er weigerte sich, die Aufgabe anzunehmen.

#newsSlpleupvuh

Mangold03
Bertone wollte - nun hat er ihn sogar als seinen Vorgesetzten. Nun kann er gleich an Ort und Stelle: Speichel lecken. Ob er das immer noch will, muß er wohl selber entscheiden.
Ischa
Ich kann einfach nicht fassen, dass Bergoglio wirklich Jesuit ist! Da muss alles Wesentliche an ihm vorbeigegangen sein!
Mangold03
Daß Jesuiten anders ticken als die anderen Orden, hat man ja mittlerweile mitgekriegt. Aber auch da gibt es einige wenige Gute - und die sind die Ausnahme!
Ratzi
Eigenartig, dass die Marranos (Jesuiten) einen der ihren (Bergoglio) nicht akzeptieren wollten. Das konnte wohl nicht an der häretischen Glaubensauffassung Bergoglios liegen, sondern an seinem schwierigen, hinterlistigen Charakter.
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Seine Zeit als Provinzial ist unter Jesuiten umstritten, die heutigen Lateinamerikaner unter ihnen sehen in ihr schwere Fehler, die sie ihm jetzt, da er sie vor Jahrzehnten bereits eingestanden hat, größtenteils verzeihen.
Ischa
Haben Sie persönlich etwas gegen die Jesuiten? Was genau?
Ich habe nichts gegen Jesuiten. Wahrend des Povinzialat Bergoglios gab es in Lateinamerika blutige Militärdiktaturen, die Jesuiten zahlten einen hohen Blutzoll und waren unter sich zerstritten. Traditionalisten versuchten in ihren Schulen die Söhne der Generäle und sonstigen Elite zum Guten zu erziehen, die anderen waren in Opposition, Befreiungstheologen, einige marxistisch. Ob da ein …More
Ich habe nichts gegen Jesuiten. Wahrend des Povinzialat Bergoglios gab es in Lateinamerika blutige Militärdiktaturen, die Jesuiten zahlten einen hohen Blutzoll und waren unter sich zerstritten. Traditionalisten versuchten in ihren Schulen die Söhne der Generäle und sonstigen Elite zum Guten zu erziehen, die anderen waren in Opposition, Befreiungstheologen, einige marxistisch. Ob da ein Provinzial überhaupt was richtig machen konnte, weiß ich nicht. Der eher konservative Bergoglio agierte jedenfalls unglücklich und wirft sich selbst die Verschleppung, lange Gefangenschaft und schwere Folterung zwei argentinischer Jesuiten vor, die er nicht schützte, weil sie seinem Aufruf zur politischen Mäßigung nicht folgten. Er hätte wissen können, was passieren würde, wenn er ihre Aktivitäten für nicht jesuitisch erklärte. Einer von ihnen hat Bergoglio bald nach seiner Freilassung verziehen, der andere bis zu seinem Tod nicht. Die Jesuiten Lateinamerikas mussten sich auch miteinander versöhnen, was auch nicht immer gelang, aber die Zeit und das Ende der Diktaturen haben geholfen. Vermutlich werden aber auf beiden Seiten auch einige in Verbitterung gestorben sein. Es ging halt um Leben und Tod.
Realitätsgeprüfter Cartoon!