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Pazzo
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Was ist Zungenrede?

Unverständliches Geplappere, laut und durcheinander, so habe ich es an anderen erfahren. Beim Selbstversuch bin ich kläglich gescheitert und fand mich schließlich einfach albern dabei. Das Bild hier könnte aus einem "Lobpreis" stammen, der aber gerne in die Zungenrede übergeht, wie man sie allgemeinhin versteht.

Ich halte dagegen: Bin ich in einer Situation der innersten Glückseligkeit mit Gott, so bin ich nicht mehr fähig zu beten in herkömmlichem Sinn. Ich kann dann nur noch einzelne Worte stammeln, oder einfach nur: Jesus. . . wie das in solchen Momenten wohl jeder Seele zuweilen geschenkt ist. Das geschieht in aller Stille, niemand sieht und hört zu.

Daß die Zungenrede der Charismatischen, der Pflingstler, etc., mit dem Pfingstwunder absolut nichts gemein hat, zeigt der u.a. wikipedia-link auf. Dieses Geschehen heißt man Xenoglossie.

Ist also dieses laute Plappern überflüssig, da es uns das innerste Glück doch nicht schenken kann? Es möge jeder Betroffene achten, sich nicht damit zufriedengeben, sondern immer weiter und tiefer die Nähe des Herrn suchen.

(Aus gegebenem Anlaß, weil Zungenrede im Moment hier wieder propagiert wird. - 1 Kor 14,19: Doch vor der Gemeinde will ich lieber fünf Worte mit Verstand reden, . . . als zehntausend Worte in Zungen stammeln.)

de.wikipedia.org/wiki/Zungenrede
michael7
Die Gaben des Heiligen Geistes sind nach biblisch-kirchlicher Auffassung: Weisheit, Verstand, Rat, Stärke, Wissenschaft, Frömmigkeit und Furcht Gottes (vgl. Jes.11,2)!
All diese Gaben sind Gaben der Nüchternheit und Klarheit, nicht des "Rausches" und der Verwirrung!
Am Pfingstfest gab der Heilige Geist den Aposteln zwar Seine Worte ein, welche für die Zuhörer aus fremden Ländern in deren Sprachen…More
Die Gaben des Heiligen Geistes sind nach biblisch-kirchlicher Auffassung: Weisheit, Verstand, Rat, Stärke, Wissenschaft, Frömmigkeit und Furcht Gottes (vgl. Jes.11,2)!
All diese Gaben sind Gaben der Nüchternheit und Klarheit, nicht des "Rausches" und der Verwirrung!
Am Pfingstfest gab der Heilige Geist den Aposteln zwar Seine Worte ein, welche für die Zuhörer aus fremden Ländern in deren Sprachen verstehbar waren (Apg. 2,4.8).
Die Apostel selbst verhielten sich aber dabei nicht "trunken", sondern benahmen sich nüchtern, wie auch die Ansprache des heiligen Petrus zeigt, der sehr besonnen und verständig die Vorgänge auslegt!
Und so mahnt der vom Heiligen Geist erleuchtete heilige Petrus, der ja sonst immer eher ein "Hitzkopf" gewesen ist, seine Herde nach Pfingsten, nicht "Exstasen" usw. zu suchen, sondern "nüchtern und wachsam" (1Petr. 5,8) zu sein!
Das Feuer des Heiligen Geistes erleuchtet, stärkt und tröstet, erfüllt mit Liebe und Frieden, aber es verwirrt nicht wie ein sinnlicher "Rausch"!