aron>
2883

Premierminister: „Ich bin überzeugt, dass wir Reparationen aus Deutschland erhalten werden"

13.09.2022 17:42

Abgeordnete der Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) haben dem Parlament (Sejm) einen Resolutionsentwurf für die im Zweiten Weltkrieg von Deutschland angerichteten Schäden vorgelegt.

Das polnische ParlamentShutterstock/BOKEH STOCK

„Der Sejm der Republik Polen stellt fest, dass der angemessen vertretene polnische Staat niemals auf seine Ansprüche gegenüber dem deutschen Staat verzichtet hat“, heißt es in dem Dokument.

„Die Behauptung, dass diese Ansprüche rechtmäßig widerrufen wurden oder durch Zeitablauf ungültig geworden sind, entbehrt jeglicher Grundlage, weder moralisch noch rechtlich“, fügten die Gesetzgeber hinzu.

„Ich bin überzeugt, dass wir Reparationen aus Deutschland erhalten werden, obwohl dies nicht schnell geschehen wird. Auch der schwierigste Weg beginnt mit dem ersten Schritt“, versicherte Premierminister Mateusz Morawiecki letzte Woche.

Diplomatische Note an Deutschland über Reparationen bis Jahresende

Polen werde Deutschland bis Ende des Jahres eine diplomatische Note zu den Kriegsreparationen übermitteln, informierte der stellvertretende Außenminister Szymon Szynkowski vel Sęk. Die Note werde derzeit vorbereitet. Der neue Regierungsbericht über die Kriegsschäden, die Polen während der deutschen Besatzung erlitten hat, „zeigt deutlich, dass Deutschlands Reparationspflichten noch nicht abgelaufen sind“, fügte er hinzu.

Der Bericht über Polens Kriegsschäden, der am 1. September präsentiert wurde, beziffert die durch den Krieg verursachten materiellen und menschlichen Verluste Polens auf 1,3 Billionen Euro.

Beziehungen zwischen Warschau und Berlin könnten „vorbildlich“ sein

Warschau werde sich in allen Foren und mit allen möglichen Mitteln um Entschädigung bemühen, gab Morawiecki bekannt. Nach Ansicht des Ministerpräsidenten sei Polen und seine Bürger Opfer der größten deutschen Kriegsverbrechen gewesen. „Wir haben in Bezug auf unser wirtschaftliches Potenzial und die Zahl der Bevölkerung die meisten Menschen durch die Morde der Deutschen verloren, vor allem der Deutschen“, sagte Morawiecki in einem Interview mit dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen. „In diesem Zusammenhang ist es für mich selbstverständlich, dass wir Reparationen fordern müssen“, fügte er hinzu.

Damit die Beziehungen zwischen Warschau und Berlin „vorbildlich“ sind, seien Reparationen notwendig. Ansonsten wären sie „durch eine große Ungerechtigkeit behindert“, argumentierte Morawiecki.
aron>
Meine Fresse, ist es so schlimm in der alten Bananenrepublik? 🥴
@Marienfloss
Marienfloss
Altes Sprichwort: „Nur die dümmsten Kälber wählen sich ihren Metzger selber“ , trifft leider auf die Wähler der derzeitigen Regierung zu.