Vates
Das schmale Bändchen des +Bischofs Graber: "Athanasius und die Kirche unserer Zeit", 1973 vom Verlag Josef Kral aus Abensberg herausgegeben, ist "Pflichtlektüre" für Hierarchie, Klerus
und Laien in der ganzen Welt, es wurde neu vom Sarto-Verlag herausgegeben und ist dort für
6,80 EUR käuflich zu erwerben; es sollte auch in die wichtigsten Sprachen übersetzt werden!
Copertino
@SvataHora: Vielen Dank für die Ausführungen. Das alles war mir nicht bekannt.
SvataHora
In meinem untenstehenden comment sprach ich die Frage über das Verhältnis Graber/Lefebvre anlässlich der Seminargründung auf Regensburger Bistusterritorium an. Im Dez,18-Mitteilungsblatt der FSSPX steht ein Interview mit Regens P. Schmidberger aus dem Seminar Herz Jesu: demnach hat Bischof Graber in einer diözesanen Bekanntmachung anlässlich der Seminareinweihung im Oktober 1978 "jeglichen …More
In meinem untenstehenden comment sprach ich die Frage über das Verhältnis Graber/Lefebvre anlässlich der Seminargründung auf Regensburger Bistusterritorium an. Im Dez,18-Mitteilungsblatt der FSSPX steht ein Interview mit Regens P. Schmidberger aus dem Seminar Herz Jesu: demnach hat Bischof Graber in einer diözesanen Bekanntmachung anlässlich der Seminareinweihung im Oktober 1978 "jeglichen Kontakt zu Alterzbischof Lefebvre untersagt". Von einem Diözesanbischof war/ist natürlich nichts anderes zu erwarten, wenn es um ein "illegales" Seminar geht. Trotzdem ist der Umgang Graber's mit den Tradis ein Schandfleck in seiner episkopalen Biografie! Graber brach eine Lanze für den hl. Athanasius, während er den Athanasius unserer Tage verkannte, ablehnte und die Menschen vor ihm warnte: die Un-Logik nachkonziliarer "Logik".
Copertino
@Ottaviani: In der Tat findet sich in der Broschüre "Athanasius" von Bischof Graber wenig zur Biographie des Kanonikus Roca. Das war auch der Anlass für mich, dahingehend etwas das www zu durchforsten. Fakt ist, dass:
1. bedeutsame einschlägige Schriften eines solchen Abbé Paul Roca mit den von Graber aufgeführten Lebensdaten in öffentlichen Sammlungen existieren ( data.bnf.fr/10206357/paul_roca/…More
@Ottaviani: In der Tat findet sich in der Broschüre "Athanasius" von Bischof Graber wenig zur Biographie des Kanonikus Roca. Das war auch der Anlass für mich, dahingehend etwas das www zu durchforsten. Fakt ist, dass:
1. bedeutsame einschlägige Schriften eines solchen Abbé Paul Roca mit den von Graber aufgeführten Lebensdaten in öffentlichen Sammlungen existieren ( data.bnf.fr/10206357/paul_roca/ )
2. er als bedeutsamer Vertreter okkultistischer Kreise des 19. Jahrhunderts gilt (Das ihm unter dem folgenden Link zugeschriebene und neben seinem Werk abgebildete Fotoporträt ist aber jenes des Marquis S. de Guaita, franz. Dichter, Okkultist und Kabbalist (www.accademianuovaitalia.it/…/4675-paul-roca-…)
3. eine ausführliche Biographie über ihn existiert (gokyo.web.fc2.com/savebox/roca-eugene_cor…)
4. ...sich in historischen Esoterikzeitschriften zahlreiche Erwähnungen finden lassen, die aus seinen Schriften zitieren.
5. ...sich Auszüge aus einem Briefwechsel finden lassen, den er mit Helene Blawatsky, einer führenden Dame der Theosophie und der neuen Gnosis geführt habe.

Ein gesundes Misstrauen gegen unbelegte "Geschichten" halte ich "Ottaviani" zugute, aber all diese Belege hier halte ich für ausreichend, um das auszugleichen, was einem Bischof Graber an Online-Recherchemöglichkeiten noch nicht zur Verfügung stand. Immerhin hatte er aus dem Werk von Pierre Virion über Roca zitiert und die entsprechenden Quellen angeführt.
Ottaviani
Es existiert kein historischer Beleg daß es einen ex Kanonikus dieses Namens gab ein frommes Geschichtl aber dafür war ja Mgr Graber und Pater Laux ja bekannt letzterer reagierte wenn man ihn auf falsche Fakten hinwies,
wie die imaginäre Cousine Johannes II mit der er behauptete in Kontakt zu stehen keine der Verwandten JPII kannte Pater Laux ich habe das jahrelang recherchiert,
mit den Worten …More
Es existiert kein historischer Beleg daß es einen ex Kanonikus dieses Namens gab ein frommes Geschichtl aber dafür war ja Mgr Graber und Pater Laux ja bekannt letzterer reagierte wenn man ihn auf falsche Fakten hinwies,
wie die imaginäre Cousine Johannes II mit der er behauptete in Kontakt zu stehen keine der Verwandten JPII kannte Pater Laux ich habe das jahrelang recherchiert,
mit den Worten es stimmt aber doch
ich denke das sagt alles
Immaculata90
Ewiges Vergelt's Gott für die Erinnerung an den heiligmäßigen Heldenbischof von Regensburg, den auch ich in jüngeren Jahren persönlich kennenlernen durfte, und der mir schon vor fast 40 Jahren prophezeite: "Was wir heute (1982) in der Kirche erleben, ist erst der Anfang. Sie werden an meine Worte denken, wenn ich längst tot sein werde!" So ist es gekommen!
SvataHora
@Immaculata90 - Bischof Graber+ in allen Ehren. Er erkannte wohl die Auswirkungen des Übels aber nicht das Übel selbst. Die Entwicklung, die er vorhersah/vorhersagte, hat ein stückweit auch er mit zu verantworten: denn er zog nach der Räubersynode V2 nicht die Notbremse, um all den Neuerungen zu widerstehen. Treubrav feierte auch er "im Gehorsam zum Heiligen Vater" den sog. Novus Ordo Missae - …More
@Immaculata90 - Bischof Graber+ in allen Ehren. Er erkannte wohl die Auswirkungen des Übels aber nicht das Übel selbst. Die Entwicklung, die er vorhersah/vorhersagte, hat ein stückweit auch er mit zu verantworten: denn er zog nach der Räubersynode V2 nicht die Notbremse, um all den Neuerungen zu widerstehen. Treubrav feierte auch er "im Gehorsam zum Heiligen Vater" den sog. Novus Ordo Missae - jene "Messe", die den Gläubigen jegliches Verständnis vom heiligen Messopfer nahm und sie innerlich abstumpfen ließ. Anstatt Widerstand zu leisten und dieser Entwicklung gegenzusteuern, und sich Widerstandskämpfern wie EB Levebvre anzuschließen, blieb er schön auf nachkonziliarer Linie. Er beklagte und prophezeite zwar fatale Entwicklungen, tat aber nicht wirklich etwas dagegen. Ganz im Gegenteil: diejenigen, die wirklich Konsequenzen aus der Kirchenkrise zogen wie die FSSPX wurden von ihm als "ungehorsam" und als "schismatisch" abgestempelt und die Leute vor ihr gewarnt. - Nein! "Heiligmäßig" war Bischof Graber auf gar keinen Fall - und ein "Heldenbischof" erst recht nicht! Eher zog er feige den Kopf ein - sah zwar das Übel aber verkannte dessen Ursachen!
Copertino
Ja, man soll immer beide Seiten im Auge behalten, auch in der eigenen Biographie übrigens.
Copertino
Dank an SvataHora für die Ergänzungen zu Bischof Graber. Inzwischen habe ich im Internet weitere Informationen über den Ex-Kanonikus Roca gefunden, die zeigen, dass er in intensivem Briefwechsel mit der bekannten Theosophin und Okkultistin Helena Blavatsky stand. (Alle Informationen auf Englisch)
SvataHora
Er war stehts um die Weitergabe des unverfälschten Glaubens bemüht. Eine große Krise musste er mitmachen wegen der Deggendorfer Gnad, einer Wallfahrt, die auf eine mittelalterliche Hostienschändung zurückging. Diese Wallfahrt war von jeher eine eucharistische Veranstaltung und richtete sich in keiner Weise gegen die Juden! Aber genau das wurde ihm vorgeworfen. Auch wurde seine Haltung zum …More
Er war stehts um die Weitergabe des unverfälschten Glaubens bemüht. Eine große Krise musste er mitmachen wegen der Deggendorfer Gnad, einer Wallfahrt, die auf eine mittelalterliche Hostienschändung zurückging. Diese Wallfahrt war von jeher eine eucharistische Veranstaltung und richtete sich in keiner Weise gegen die Juden! Aber genau das wurde ihm vorgeworfen. Auch wurde seine Haltung zum Nationalsozialismus "überprüft" und ihm vorgehalten, er hätte nicht genug Widerstand geleistet. Trotz des großen Drucks dachte der wehrhafte Bischof überhaupt nicht daran, diese eucharistische Glaubensmanifestation in Deggendorf einzustellen. Das geschah dann erst nach seinem Tod im Jahr 1991 unter seinem Nachfolger Bischof Manfred Müller (nicht zu verwechseln mit dem heutigen Kardinal Müller, der in jüngster Zeit ebenfalls Bischof von Regensburg war). Interessant wäre auf jeden Fall zu erfahren, wie sich Bischof Graber gegenüber Erzbischof Lefebvre verhalten hat, als dieser 1977 "illegalerweise" in der Diözese Regensburg das Priesterseminar Herz Jesu in Zaitzkofen gründete. - Auf jeden Fall: Bischof Graber war ein Kämpfer; aber hat er hat im Gegensatz zu EB Lefebvre nicht die logischen Konsequenzen aus dem 2. Vatikanum gezogen und auch nicht der "Liturgiereform widerstanden. Er hat zwar gegen Fehlentwicklungen gekämpft, die in dieser sog. "Reform" wurzelten; abe er hat nicht das Problem an der Wurzel gepackt!