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Annalena Baerbock zu Besuch in Warschau

04.10.2022 10:06

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) trifft im Rahmen ihrer zweitägigen Polen-Visite am Dienstag (11.00 Uhr) ihren polnischen Amtskollegen Zbigniew Rau. Anschließend wird sie an Teilen des Programms des Warschauer Sicherheitsforums teilnehmen. Unter anderem will sich Baerbock an einer Diskussion zur Lage im Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und dessen Folgen beteiligen.

Annalena Baerbock spotka się z w Warszawie ze Zbigniewem RauemTOBIAS SCHWARZ/AFP/East News

Bei dem Gespräch mit Rau dürfte es neben dem Ukraine-Krieg auch um Polens Reparationsforderungen gehen. Rau hatte am Montag eine entsprechende diplomatische Note unterzeichnet, die dem Auswärtigen Amt in Berlin übergeben werden soll. Er hatte erklärt, die Note bringe "die Überzeugung des polnischen Außenministers zum Ausdruck, dass die Parteien unverzüglich Schritte zu einer dauerhaften, umfassenden und endgültigen rechtlichen und materiellen Regelung der Folgen der deutschen Aggression und Besatzung von 1939 bis 1945 einleiten sollten".

Zum 83. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs am 1. September hatte eine Parlamentskommission in Warschau ein Gutachten vorgelegt, in dem die Weltkriegs-Schäden in Polen auf mehr als 1,3 Billionen Euro beziffert werden.

Baerbock betonte am Montag vor ihrem Abflug nach Warschau, die Aufarbeitung und Erinnerung an das unermessliche Leid, das Deutschland über die Menschen in Polen gebracht hat, bleibe eine wichtige Aufgabe. Es könne keinen Schlussstrich geben.

dpa/IAR/jc
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Rau machte deutlich, dass nach Vorstellung Warschaus eine Regelung unter anderem „die Zahlung von Entschädigungen durch Deutschland für die materiellen und immateriellen Schäden, die dem polnischen Staat durch diese Aggression und Besetzung entstanden sind“ umfassen muss. Auch Opfer der deutschen Besatzer und ihre Familienangehörigen müssten entschädigt werden. Ebenso müsse eine Regelung für die …More
Rau machte deutlich, dass nach Vorstellung Warschaus eine Regelung unter anderem „die Zahlung von Entschädigungen durch Deutschland für die materiellen und immateriellen Schäden, die dem polnischen Staat durch diese Aggression und Besetzung entstanden sind“ umfassen muss. Auch Opfer der deutschen Besatzer und ihre Familienangehörigen müssten entschädigt werden. Ebenso müsse eine Regelung für die geraubten Kulturgüter und Archive gefunden werden.
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Bei dem Gespräch mit Rau dürfte es neben dem Ukraine-Krieg auch um Polens Reparationsforderungen gehen. Rau hatte am Montag eine entsprechende diplomatische Note unterzeichnet, die dem Auswärtigen Amt in Berlin übergeben werden soll. Er hatte erklärt, die Note bringe "die Überzeugung des polnischen Außenministers zum Ausdruck, dass die Parteien unverzüglich Schritte zu einer dauerhaften, umfassenden …More
Bei dem Gespräch mit Rau dürfte es neben dem Ukraine-Krieg auch um Polens Reparationsforderungen gehen. Rau hatte am Montag eine entsprechende diplomatische Note unterzeichnet, die dem Auswärtigen Amt in Berlin übergeben werden soll. Er hatte erklärt, die Note bringe "die Überzeugung des polnischen Außenministers zum Ausdruck, dass die Parteien unverzüglich Schritte zu einer dauerhaften, umfassenden und endgültigen rechtlichen und materiellen Regelung der Folgen der deutschen Aggression und Besatzung von 1939 bis 1945 einleiten sollten".