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Der Prophet Elischa. Gedenktag 14. Juni. Den Propheten Elischa kennen wir aus dem Alten Testament. Vor allem das 2. Buch der Könige berichtet über diesen biblischen Heiligen. Er war im Nordreich …More
Der Prophet Elischa. Gedenktag 14. Juni.

Den Propheten Elischa kennen wir aus dem Alten Testament. Vor allem das 2. Buch der Könige berichtet über diesen biblischen Heiligen. Er war im Nordreich Israels während der Regierungszeit der Könige Joram (+841 v.Chr.), Jehu (+814 v.Chr.) und Joahas (+801 v.Chr.) aktiv. Seine Aufgabe als Prophet bestand in der kritischen Begleitung der Herrscher. Elischa war vom Propheten Elija zum Nachfolger bestimmt worden (1 Kön 19,19-21). Bei der Himmelfahrt des Elija ging der Geist Gottes auf Elischa über (2 Kön 2,1-11). Von nun an wirkte er vor allem Wunder. Dazu zählen eine Totenerweckung (2 Kön 4,32-36), die Wiederherstellung einer Quelle (2 Kön 2,19-22), eine Ölvermehrung (2 Kön 4,1-7), eine Brotvermehrung (2 Kön 4,42-44), sowie die Heilung von Aussatz (2 Kön 5, 1-27). Der Prophet war aber auch politisch tätig: Elischa stürzte König Joram und salbte Jehu zum neuen König (2 Kön 9,1-27). Das Land kam somit zu einer neuen sozialen Gerechtigkeit. Die politische Opposition und den Baalskult ließ er ausmerzen (2 Kön 9,30-10,28). Der Prophet Elischa hatte sein Ziel erreicht: Der Gott Israels kam erneut politisch und religiös zu Recht und Geltung. Gott Gehör verschaffen Propheten finden sich in allen großen Religionen und Kulturen. Auch im Alten Testament hören wir deshalb immer wieder von ihnen. Propheten, Männer und Frauen, sind Menschen, die Gottes Botschaft und seinem Willen Gehör verschaffen. Wir ehren alttestamentliche Propheten, wie heute Elischa, als Heilige, weil sie in ihrem Tun wesentliche Charakterzüge Christi vorwegnahmen. Sie waren vor allem sensibel für Gottes Gegenwart, seine Wahrheit und seinen Auftrag. Darum hatte die Botschaft der Propheten immer auch eine politische und soziale Dimension. Die mahnenden Propheten wurden somit konsequent zu Anwälten der Armen und Unterdrückten. Sie gaben der hoffnungslosen Masse Zuversicht, weil sie Gottes Vision vom Leben teilten. Es war ja immer Gott, der von den Propheten Besitz ergriff und sich ihre Persönlichkeit und Individualität zu eigen machte. Bei der Taufe sind auch wir von Gott ergriffen worden. Kann auch ich Gott in meinem Leben und Umfeld unaufdringlich Gehör verschaffen? Das wäre prophetisch! _______________________________ P. Dr. Thomas Klosterkamp OMI derpater!
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