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M.RAPHAEL
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Der Film Silence und Jesuitische Prinzipienlosigkeit

2016 hat Martin Scorsese den Film Silence gedreht:

de.wikipedia.org/wiki/Silence_(Film)

youtube.com/watch?v=tDymQWOxwQE

Dieser Film ist sehr wichtig, um die Konzilskirche zu verstehen und darüber hinaus sich dem Denken Bergoglios anzunähern.

Der Missionar und Jesuit Sebastião Rodrigues wird Christus verleugnen, um unschuldigen Menschen Tod und Folter zu ersparen. Nach seinem Tod wird er mit einem kleinen Kreuz verbrannt. Das ist Bergoglio pur. Es zählt nur noch der innerweltliche Humanismus. Der liebe Gott, der Gott hinter und über allen Göttern der Weltreligionen, nicht der katholische Gott und nicht Christus, will, dass es den Menschen auf der Erde gut geht. Sie dürfen hier nicht leiden.

Da Prinzipien und Identität immer der Grund von Krieg, Hass und Gewalt sind, ist es am besten, diese hinter sich zu lassen. Es zählen nur noch die materiellen Bedürfnisse. Deshalb wird Sebastião, nachdem er Christus abgeschworen hat, Handelsgüter auf christliche Symbole überprüfen, damit diese aus der Warenwirtschaft getilgt werden. Der Weltkapitalismus will keine Religion über sich. Geld, Geld, Geld. Wenn Amis mit Saudis zusammen kommen, werden Geschäfte gemacht. Über Religion, Werte und Weltanschauungen wird nicht gestritten. Ähnliches gilt für China. Die Welt wird durch Cheeseburger vereint. Die können alle zählen. Weltweit nimmt jeder gern Kreditkarten.

Nicht der Einheitswille Christi, sondern der brutale Materialismus vereint die Menschen. Wer zusammen Geschäfte macht, führt keine Kriege gegeneinander. Liebe und Frieden im globalen Dorf durch zählbare Waren und Dienstleistungen. Dem wahren Gott darf niemand mehr anhangen. Er muss verraten werden.

Die Konzilskatholiken sehnen sich nach Liebe und Frieden. Im Regelfall sind sie schwache Menschen. Sie suchen Halt. Zeugnisse von Jugendlichen u.a. aus Jugendvigilien erwähnen immer wieder genau das. Sie suchen Geborgenheit in einem Schutzkollektiv. Dieses schützt sie, in dem es die Starken durch gnadenlosen Zusammenhalt bekämpft. Es ist wie auf einem Schulhof. Solange er allein ist, hat der Schwache Angst. Wenn er aber genug andere findet, greift er an. Dann hat man es auf einmal mit z.B. 10 Schwächlingen zu tun, die sich zusammen stark genug fühlen, um anzugreifen. In diesem Schutzkollektiv geht der Schwächling auf. Jetzt denkt und handelt das Kollektiv. Die Schwarmintelligenz übernimmt. Nietzsche hat genau das den Christen vorgeworfen. Für ihn waren sie schwache Menschen voller Resentiment, die, weil sie ihre eigene Schwäche nicht ertragen, die Starken dazu bekommen wollen, die christliche Ethik der Unterwürfigkeit für sich selbst zu adoptieren.

Die wahre Aufgabe der Konzilskirche ist es, den Menschen die Angst zu nehmen. Gott in Form des lieben Gottes wird zu einem kollektiven Betonfundament der Sicherheit. Endlich ist alles sicher. Endlich braucht man keine Angst mehr zu haben. Alle kommen in den Himmel. Gott liebt jeden. Man kann überhaupt keine Fehler mehr machen. Man hält sich die Hände und vollzieht kollektiv integrierende Körperrituale (zusammen stehen, sitzen, singen, Kommunion in die Hand (alles ist sicher)). Selbst die guten Bischöfe und Kardinäle der Tradition wissen das. Sie wollen den Menschen Gutes tun. Sie wollen ihnen die Angst nehmen (Angst ist wirklich furchtbar!!!). Sie machen keine Revolte gegen den Papst. Die Konzilskirche ist lebensnotwendig für die seelische Gesundheit von vielen Menschen. Selbst auf GTV gibt es viele Nutzer, die voller Liebe für das katholische Schutzkollektiv und dessen liturgische NOM Ordnung sind. Priester, die nach wie vor die Hölle predigen, machen Angst und fliegen deshalb raus. Sie verstoßen gegen die moderne Kernidentität der Kirche.

In diesem Sinn ist die Kirche eine Art SED. Heute hat die ARD eine interessante Dokumentation über Claus Tuchscherer, den prominenten Republikflüchtling, gebracht.

de.wikipedia.org/wiki/Claus_Tuchscherer

Der Hass der kollektiven DDRler auf den starken Tuchscherer, den Verräter, war unglaublich.

Kommen wir zurück zur Identitäts- und Prinzipienlosigkeit von oben. Schwache Menschen haben eine schwache Identität. Aber hochmütig sind sie trotzdem. Also holen sie sich diese aus dem Kollektiv. Als einzelne sind sie nichts, zusammen sind sie wer.

Die Jesuiten kennen dieses Problem. Deshalb sagen sie, Identität und Prinzipien sind grundsätzlich schlecht. Sie sind die Waffen der Starken. Schwache Menschen verzichten besser auf diese. Sie müssen mehrdeutig werden. Sie müssen Menschen des fortwährenden Wandels und der Ambiguität werden. Niemals eine klare Linie oder Kante. Der schwache Mensch ist ein Gott, der unablässig verschleiert, verleugnet und lügt. Dann haben die Starken keine Chance. Man darf ihnen keine Angriffsfläche bieten.

Das ist Bergoglio. Er will das Kollektiv der Schwachen mit Hilfe der Pläne der Globalisten über die ganze Welt ausbreiten. Niemals mehr darf es einen charakter- und identitätsstarken Hl. Bernhard geben. Nur noch SED Schwächlinge und weiche Homos sind erlaubt. Sie werden die prinzipienlosen Gleicheren unter den Gleichen. Heute sagen sie dieses, morgen jenes. Nur ein kleines Graskreuz in den Sarg vor dem Verbrennen. Man will es sich ja nicht verderben. Eben, niemals Prinzipien.

Natürlich ist das alles vollkommen satanisch. Gott erschafft uns auf eine ganz bestimmte Weise, damit wir unsere Aufgabe mit Hilfe unserer Talente in Seinem mystischen Leib des Lebens im Sinn des Ganzen erfüllen. Viele macht Er zu schwachen Regenwürmern. Ist das der Fall, dann habe ich der beste Regenwurm aller Zeiten zu werden und die Erde fruchtbar zu machen. Wenn ich das aber nicht will und Gott ablehne, dann werde ich mich mit anderen Würmern zu einem Schutzkollektiv zusammenrotten, um die Löwen zu besiegen und zu unterwerfen. Dann sind wir wegen unserer Gier und Gottlosigkeit zu Krebs für das Leben geworden. Wir müssen in die Hölle.

ICH HABE GEFÄLLIGST SCHWACH ZU SEIN UND MEINE SCHWÄCHE ZU AKZEPTIEREN. ICH MUSS DEM LÖWEN SEINE STÄRKE GÖNNEN KÖNNEN!!! ICH HABE MIT VOLLER IDENTITÄT, OFFENHEIT UND AUS PRINZIP SCHWACH ZU SEIN, WENN GOTT DAS SO WILL.

Das kann nur der verstehen, der den wahren Gott kennt. Der, vor dem die Dämonen vor Angst schreiend davonlaufen. Hier noch mal ein Eindruck:

youtube.com/watch?v=3wm4RlnnaOU

Die Moderne ist mit ihrem Konstrukt „lieber Gott“, vor dem niemand mehr Angst haben muss, vollkommen atheistisch. Schnell noch das Leckerli in die Hand. Sicher ist sicher und gemeinschaftlich, äh tatsächlich kollektivistisch.
Salzburger
So wie neulich, als Sie - wie die religiösen Reformatoren der WeltGeschichte - quasi alle Menschen aller Zeiten verdammten, sind Sie allzu streng: Als römischer Katholik muß man in der Tat auf die Schwäche von uns Menschlein RückSicht nehmen. Und somit einer HierArchie frönen, wo zwar alle auf die begnadeten Genies&Heiligen (LUTHERs "Wundermänner") ausgerichtet sein müssen, aber ein jeder …More
So wie neulich, als Sie - wie die religiösen Reformatoren der WeltGeschichte - quasi alle Menschen aller Zeiten verdammten, sind Sie allzu streng: Als römischer Katholik muß man in der Tat auf die Schwäche von uns Menschlein RückSicht nehmen. Und somit einer HierArchie frönen, wo zwar alle auf die begnadeten Genies&Heiligen (LUTHERs "Wundermänner") ausgerichtet sein müssen, aber ein jeder nach seinem Vermögen. Drum sollten wir nicht den Stab brechen über den Bauern, der nicht zuletzt in die Kirche geht, damit die Sakramente magisch seine Felder beschützen.
Aber da der Röm.Kirche neben wenigen romantischen (Geistes)Adligen nur noch die braven ökonomischen/intellektuellen Bauern&StubenMädchen blieben, war deren VerBürgerlichung ab dem späten XIX. durch den Sozialismus für die Wölfin fatal.
Insofern: "Die Christen Nietzsches sind nicht die von gestern, sondern die von heute. Kein exakter Historiker, aber vielleicht ein Prophet." (GOMEZ DAVILA)
Lutrina
Ich glaube sie haben den Film weder gesehen noch verstanden. Er handelt lange vor dem Konzil.