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27. MARIA KÖNIGIN DER APOSTEL

Zweihundert
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27. MARIA KÖNIGIN DER APOSTEL

Samstag nach Christi Himmelfahrt

TOTUS TUUS, MARIA !

Am Samstag nach der Himmelfahrt Christi gedenken wir der Mutter Christi in Ihrer Eigenschaft als Königin der Apostel. Maria wurde von den Jüngern Jesu von Anfang an nicht nur als die Mutter ihres Lehrers, sondern auch als eine auβerordentlich hoch erleuchtete Seele betrachtet, der sie auch mit viel Erfolg seelische Fragen anvertrauen konnten. Das würden sie nach der Himmelfahrt Jesu auch tatsächlich öfters tun. Noch während des Lebens Jesu auf Erden, betrachteten die Frauen aus dem Gefolge des Messias Maria als 'die Mutter' bzw. 'die Herrin', an die sie sich gerne richteten um Erläuterung als sie die reichen Himmlischen Worte Jesu nicht ganz verstanden.

Nach der Himmelfahrt Jesu war Maria voll und ganz die moralische Stütze und die Brücke der Ermutigung für die Apostel in deren Schwierigkeiten bei der Evangelisierung. Marias unüberbietbare Heiligkeit, Ihre innere Ruhe, Ihr spürbarer Friede, Ihre vollendete Weisheit, Ihre brennende Liebe und Ihre ganze Ausstrahlung schlechthin machten Sie für die Apostel zu einer nie versiegenden Quelle der Geborgenheit und des Haltes. Öfters hatte ich das unverdiente Vorrecht, in Visionen einiges aus den Beziehungen zwischen den Aposteln und Derjenigen schauen zu dürfen, Die sie als ihre Mutter, Herrin und Königin zugleich betrachteten. Unvergesslich ist dabei der Anblick dieser einzigartigen Ausstrahlung, dieser wunderschönen sanften Augen, dieser Zärtlichkeit in allem Handeln und Sprechen. Ein einziges Wort, ein einziger Blick der Mutter Christi genügte für eine erschütterte Seele damit sie wieder das Licht der Hoffnung und eine völlig neue Kraft fand.

Maria will dies alles auch für jede(n) von uns sein und tun. Apostel im weiteren Sinne des Wortes ist jede Seele, die ihr Leben dadurch ganz an der Förderung von Gottes Heilsplan orientiert, dass sie Gottes Wort, Gottes Werke und ein Vorbild tugendhaften Lebens zu den Seelen zu bringen versucht, und zu diesem Zweck alles daran setzt, ihr ganzes Wesen zu einem Spiegel von Gottes Herzen und zu einem brauchbaren Werkzeug in Seinem Dienst umwandeln zu lassen. In diesem Sinne wäre zum Beispiel jede Seele, die sich für die Verkündigung der Wissenschaft des Göttlichen Lebens und die praktische Anwendung der Worte der Herrin aller Seelen einsetzt, als Apostel der Gottesmutter zu betrachten, und durch Sie, als Apostel Christi, wo doch die Herzen Jesu und Mariä durch ein mystisches Mysterium eins sind, und Ihre Werke, Worte und Zielsetzungen vollkommen eins sind.

Die Seele, die sich mit ihrem ganzen Wesen und ihrem ganzen Wirken Maria verschrieben hat, und Maria gemäβ Gottes sehnlichem Wunsch als ihre Herrin betrachtet, kann das Wirken der Himmelskönigin im Mittelpunkt ihres Herzens, ihres Handelns, ihres Denkens, ihrer Vorlieben und Abneigungen und des ganzen Ablaufs ihres Lebens spüren lernen, entsprechend dem Maβe ihrer Aufgeschlossenheit für Marias Führung und für die Wogen Ihrer Liebe. Für diese Seele will Maria im wahrsten Sinn des Wortes Diejenige sein, Die nun, nach der Himmelfahrt Jesu, wie ein Magnet die Ausgieβungen des Heiligen Geistes zu den treuen Seelen hin zieht, die sich um Sie herum gesammelt haben. Die Königin der Apostel ist der Magnet, der Sich nur dieses einzige Ziel gesetzt hat: Sich im Herzen der treuen Seele anzusiedeln als ständige und unwiderstehliche Einladung an den Heiligen Geist, damit die Seele die Fülle von Gottes Licht und Liebe in sich aufnehmen und verwerten kann.

Als Königin der Apostel gewährt Maria denjenigen besonderen Schutz und besondere innere Führung, denen die Verbreitung und die Erhaltung der Fülle von Gottes Wahrheit wichtig ist, und die sich diese zum wesentlichen Teil ihres Lebensauftrags gesetzt haben, weil sie der Einladung von Gottes Geist Folge geleistet haben. Bitten wir Sie heute darum, Sie möge uns alle zu würdigen Hütern von Gottes Schätzen machen.

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28. PFINGSTEN

siebter Sonntag nach Ostern

TOTUS TUUS, MARIA !

Liebe Schwestern in Jesus und Maria,

Selig sind wir, die wir heute das Pfingstfest feiern und dabei des Kommens des Heiligen Geistes über die junge Kirche Christi gedenken dürfen. Als der von Jesus verheiβene Geist Gottes auf die im Zönakel um Maria versammelten Apostel herabstieg, taufte Er gleichsam die Kirche der einzigen Wahrheit Gottes im Feuer der Ewigen Liebe und der Ewigen Weisheit.

Die Seele, in die das Feuer des Heiligen Geistes eingegossen wird, wird für Gottes Wahrheit aufgeschlossen. Was ist denn Gottes Wahrheit? Die Himmelskönigin, Braut des Heiligen Geistes, bezeichnet Gottes Wahrheit als die Fülle der vollendeten Wirklichkeit. Den Begriff 'vollendete Wirklichkeit' erläuterte Maria eindeutig in Ihrer Ausführung zur Offenbarung vom 25. März 2012. (Unter diesem Wort zum Pfingstfest finden Sie den Begriff noch einmal ausführlich erläutert).

So wie am Ostermorgen Jesus auferstand und so die Seelen für ihre eigene Auferstehung aus der Finsternis der Sünde, der unheilvollen Gewohnheiten und Anhänglichkeiten und der untugendhaften Gedanken, Gefühle und Wünsche aufschloss, so will der Heilige Geist am Pfingstmorgen den Seelen die richtige Wiedergeburt in sämtlichen Tugenden bereiten. Die Auferstehung wies die Fruchtbarkeit der liebevoll getragenen Leiden und Prüfungen für die Erlösung der Seele nach, die Ausgieβung des Heiligen Geistes weist im Grunde genommen eindeutig nach, dass die Seele die Vollendung ihrer Heiligung, die ja letztendlich das Ziel aller Erlösung sein muss, erst wirklich im aufgeschlossenen Kontakt mit dem Heiligen Geist verwirklichen kann.

Wenn wir die Tatsache berücksichtigen, dass wir alle nur dazu da sind, die Heiligung unserer Seele anzustreben, und auf jenem Weg unsere gröβtmögliche Fruchtbarkeit innerhalb von Gottes Werken zu verwirklichen, so verstehen wir gleich den unüberbietbaren Wert der Ausgieβung des Heiligen Geistes in uns. An Gott soll es nicht liegen: Sein Geist sucht in jeder Seele ein Bett, auf dem Er ruhen und auf dem Er Sich nähren kann. 'Sich nähren' tut der Heilige Geist von jedem Zeichen der Sehnsucht der Seele nach Gottes Gegenwart und Wirken in sich und nach der eigenen Heiligung, in der Erkenntnis, dass nur die Heiligung die Seele näher zu Gott bringt. 'Ruhen' tut der Heilige Geist dann, wenn Er die Bereitschaft der Seele vorfindet, Trägerin der Wahrheit und der Gegenwart Gottes zu sein. Mit einer solchen Seele verbindet Sich Gottes Geist und versucht Er auf immer höheren Stufen zu verschmelzen. Da liegt ja Gottes Bestreben: In allem möchte Er mit der Seele Hochzeit schlieβen um gemeinsam Seiner Schöpfung die Fülle seines Glanzes zu verleihen.

Es ist bemerkenswert, dass die Herrin aller Seelen an mehreren Stellen in den Schriften unmissverständlich darauf hinweist, dass Sie durch Ihr Wirken in der Seele letztendlich bezweckt, die Seele auf ein fruchtbareres Wirken des Heiligen Geistes in der Seele vorzubereiten. Die Himmelskönigin ist die Himmlische Gärtnerin, die Saat der Heiligung wird in Gottes Herzen bereitet. In dem Maβe, wie die Seele ihren Boden für die Umgestaltung, Bearbeitung und Gesundung durch die Hand der Herrin aller Seelen bereit stellt (vollkommene Weihe an Maria in jeder Einzelheit des Alltags und Marias Beantwortung derselben!), kann der Heilige Geist den Boden, der durch die Wirkungen der Weihe eingesät wird, ganz für Gottes Werke benutzen. So vollendet der Heilige Geist die Fruchtbarkeit der Seele:
· die Seele ist ein Grundstück, dessen Boden bei der Schöpfung mit einer gewissen Beschaffenheit und gewissen Eigenschaften versehen worden ist. Der Seelenboden enthält somit Schätze aus Gottes Hand, und ist auβerdem Träger von Gottes Intelligenz, die in ihr sämtliches Wachsen regeln kann, und zwar in dem Maβe, wie die Seele an Gott orientiert bleibt;
· der Seelenboden wird von der Göttlichen Nahrung befruchtet, die ihr aus den ewigen Verdiensten der Leiden Christi anvertraut wird;
· vertraut sich der Seelenboden voll und ganz Marias Obhut an, so wird die Himmelskönigin zur Hüterin, Bearbeiterin, Verwalterin und Betreuerin des Bodens. Sie bereitet in diesem die Ernte für Gottes Reich vor;
· der Heilige Geist tauft den Seelenboden im Feuer des Göttlichen Lebens, das alles Gotteswidrige in ihm verbrennt in der Wahren Liebe und alles, was in der Seele enthalten ist und was sie zusätzlich in sich hat aufnehmen können, zur vollen Reife bringt.

Damit wäre bereits der immense Wert des heutigen Festes ins richtige Licht gerückt. Der Heilige Geist kommt nur zu diesem einzigen Zweck zu den Seelen: um die Vollendung vorzubereiten. Bevor der Weizen geerntet wird, möchte der Herr der Ernte diesen veredeln, nicht nur einmal im Jahr, sondern Tag für Tag. Der heutige Tag erinnert uns daran, dass Gott groβe Pläne mit jeder Seele hegt. Gottes Geist sehnt Sich danach, jede Seele zum Gipfel ihres Mensch-Seins zu führen, damit die Welt erkennen möge, dass sie ein Spiegel Gottes ist. Von Gott sind wir alle ausgegangen, zu Ihm sollen wir zurückkehren, nicht als Fremde sondern als richtige Heimkehrer: An unserem Weizen soll Er erkennen können, dass wir aus Seiner Saat gewachsen sind. Die Herrin aller Seelen ist genau dazu berufen, dies in der Seele verwirklichen zu helfen: Sie will mit der Seele die Hochzeit eingehen, damit diese für die letztendliche Hochzeit mit Gott – Vater, Sohn und Heiligem Geist – bereit ist.

Heute werden wir wieder auf eine ganz besondere Art und Weise an die Verheiβung dieser Hochzeit erinnert. Möge der Göttliche 'Vollender' uns heute vollkommen aufgeschlossen vorfinden, besprengt mit dem Parfüm Seiner Himmlischen Braut.

Exkurs über die vollendete Wirklichkeit

Maria wies früher bereits darauf hin, dass es eine sichtbare und eine vollendete Wirklichkeit gibt. Die vollendete Wirklichkeit ist die allumfassende Wirklichkeit, von der die Seele auf Erden nur einen Bruchteil (die sichtbare Wirklichkeit) wahrnehmen kann. Auf diesem Unterschied basieren mehrere Dinge, u.a.:
· die mystische Wahrnehmung, die im Grunde genommen eine (dauerhafte oder aber kurzfristige, je nach Gottes Willen) Erweiterung der sichtbaren Wirklichkeit ist. In der mystischen Wahrnehmung wird es der Seele vergönnt, Dinge zu sehen, zu hören, zu spüren und bzw. oder zu empfinden, die über das normal Sichtbare hinaus steigen. Jene Dinge gehören zur 'vollendeten' Wirklichkeit. Es gibt sie, aber normalerweise nehmen wir diese auf Erden nicht wahr;
· die vollkommene Anwendung der Tugend der Hoffnung: In dieser vollkommenen Anwendung lebt die Seele so als wäre der Zustand, auf den sie hofft, bereits vollendet. In Wirklichkeit ist er das, aber die Seele merkt davon noch nichts. Die wahre Hoffnung ist deshalb ein Ausdruck eines vollendeten Glaubens. Die Seele lebt so, als wäre ihre Wirklichkeit bereits die vollendete Wirklichkeit, die sie eines Tages, nach ihrem irdischen Leben, in der Fülle leben wird.

So zeigte mir die Herrin aller Seelen bereits wiederholt Sich Selbst auf einem Thron mit dem Bösen unter dem Fuβ bzw. Dämonen, die Ihr kniend zu Füβen liegen. Sie erläutert solche Bilder mit den Worten, dass unsere sichtbare Wirklichkeit die Seelen nicht ahnen lässt, dass die Macht der Himmelskönigin über den Teufel und seine Werke absolut vollendet ist. Die äuβerste Demütigung Satans unter den Füβen der Himmelskönigin ist Teil der vollendeten Wirklichkeit, weil sie Gegenstand einer Göttlichen Verfügung ist. Die Herrin erläuterte diesbezüglich, dass jede Göttliche Verfügung ab Ihrem 'Entstehen' unverzüglich Teil der vollendeten Wirklichkeit ist, weil kein einziges Wort Gottes jemals unerfüllt bleibt. Unsere sichtbare Wirklichkeit hängt mit unserer Empfindung der Zeit zusammen. Die vollendete Wirklichkeit hängt mit dem Zeitlosen zusammen. Was wir jetzt noch nicht sehen, kann sehr wohl bereits in Gottes Herzen in der Fülle verwirklicht sein. Wir brauchen allerdings die Entwicklung der Heilsgeschichte (= das Fortschreiten der Zeit) um festzustellen, dass immer mehr Elemente der vollendeten Wirklichkeit in die sichtbare Wirklichkeit hinüberflieβen.

Aus diesem Grund sagt die Herrin aller Seelen mit Recht, dass der Satan jetzt bereits Ihr Sklave ist. In Gottes Herzen liegt er Ihr endgültig zu Füβen, und zwar seit Ihrer Unbefleckten Empfängnis. Sie Selbst empfand die Fülle dieser Macht bereits während Ihres irdischen Lebens, in welchem Sie lediglich Dämonen zu Ihren Füβen zu befehlen brauchte um festzustellen, dass diese nicht anders konnten, als sich vor Ihr niederzuwerfen. Einige Male hat Sie dies auch getan, wie Sie in mancher Schrift der Wissenschaft des Göttlichen Lebens hat erwähnen lassen. Die Engel haben dies seitdem bezeugen können. Wir werden es später sehen dürfen. Ihre absolute Macht über den Bösen kam übrigens auch durch Ihre vollkommene Sündenlosigkeit zum Ausdruck.

Das Bild der Himmelskönigin mit dem Fuβ auf der Schlange – symbolisch für Satan und sämtliche Werke der Finsternis – ist ein Ausdruck der vollendeten Wirklichkeit: Die Gottesmutter hat in Gottes Wirklichkeit den Kampf gegen die Mächte der Finsternis bereits voll und ganz gewonnen, weil dieser Sieg Teil von Gottes Heilsplan ist. Von den Seelen auf Erden wird nun ein Leben in vollkommenem Glauben, vollkommener Hoffnung und vollkommener Weihe (die ja der vollkommenste Ausdruck der wahren Liebe zu Gott und Seinen Werken und Plänen ist) verlangt, damit die vollendete Wirklichkeit vollständig in die sichtbare Wirklichkeit hinüberflieβen kann. Dieses Letztere wird bei der Gründung von Gottes Reich auf Erden im absoluten Sinne der Fall sein. In Gottes Reich auf Erden wird jedes Herz ausschlieβlich und hundertprozentig nur von den Wirkungen des Heiligen Geistes geprägt sein – einem vollendeten Pfingsten.

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29. MARIA HILFE DER CHRISTEN

24. Mai

TOTUS TUUS, MARIA !

Der Titel der Gottesmutter, dessen wir heute gedenken, bringt auf eine ganz besondere Weise Gottes Liebe zum Ausdruck. Christ zu sein ist nicht, wie es sich der Mensch denken würde, eine Frage des Ortes, an dem eine Seele ihren irdischen Lebensweg antritt, noch eine reine Frage der Familie, welcher sie von Gottes Vorsehung anvertraut wird, noch eine reine Frage der Erziehung. Wahrhaftig Christ zu sein, ist eine Berufung. 'Christsein' im wahrsten Sinn des Wortes, ist kein Namensschild, sondern die Bezeichnung einer im Alltag konkret gelebten Lebenshaltung, einer in der Alltagspraxis angewandten Einstellung des Herzens: Es heiβt Nachfolge Christi, nicht an erster Stelle im Sinne einer 'Nachahmung' Seines Lebens – denn die konkrete Gestaltung des Lebens in allen Einzelheiten wird letzten Endes immer von Gottes Vorsehung gelenkt – sondern im Sinne der Vereinigung mit den Herzensverfassungen Jesu, durch welche die Seele an die Situationen, die Gottes Vorsehung auf ihren Weg bringt, vollkommen im Geist Christi herantritt.

Das aufrichtige Sehnen danach, so zu leben, als wäre das eigene Herz Spiegel der Wahren Liebe, ist eine Berufung, ein lebenslänglicher Auftrag. Wegen der Tatsache, dass sich jedes Menschenleben vor dem Hintergrund des Kampfes zwischen Licht und Finsternis abspielt, sind Prüfungen in jedem Leben gleichsam vorprogrammiert. Von alleine geht gar nichts, Gott hat es so vorgesehen, dass alles im Leben nur in dem Maβe fruchtbar wird wie die Seele es in innigster Zusammenarbeit mit Gott zu vollbringen bestrebt ist. Daher gerade der unüberbietbare Segen der vollkommenen Weihe an Maria.

Die Gottesmutter ist in absoluter Vollkommenheit dafür gerüstet, die Seelen bei ihrer inneren Entfaltung zu führen, sie so umzugestalten, dass die Himmlische Saat ihrer Talente, Gaben und der ihnen zuflieβenden Geschenke von Gottes Vorsehung zur höchst möglichen Fruchtbarkeit gelangen kann. Das alles ist im wahren Sinne des Wortes Hilfe bei der Vervollkommnung des Christ-Seins und somit bei der Ausfüllung dieser wundervollen Berufung, kleine Spiegel Christi zu sein. Vergessen wir nicht, dass den Christen die Obhut über das Vermächtnis Jesu Christi, Gottes Wahrheit, die Schatzkammer der traditionellen, von Jesus erschlossenen Werte, anvertraut worden ist.

Letztendlich gilt es in diesem Leben für jede Seele, für all dasjenige, was sie von Gott erhält, sogar – ja, dort noch am meisten – für das gewöhnlich als unangenehm Erfahrene, das Höchstmaβ an Wirkung zu erzielen. Nichts passiert im Leben 'nur so', es hat alles einen tiefen Sinn, und Gott lässt viele Dinge, deren Sinn sich unserem Verständnis entzieht, deswegen zu, weil sie uns als Lebensversicherung für das Ewige Leben dienlich sein können. Aus diesem Grund sollte Maria als Hilfe der Christen nicht in erster Linie als Diejenige betrachtet werden, die für Lösungen im Bereich unserer weltlichen Nöte zuständig ist. Solche Lösungen erhält die Seele wesentlich aufgrund ihres felsenfesten Glaubens an Gottes Liebe und an die sinnvollen Wirkungen Seiner Vorsehung. Die Gottesmutter, Hilfe der Christen, ist den Seelen an erster Stelle als Brücke über die Schluchten geschenkt worden, die auf ihrem Lebensweg hin und wieder versuchen, eine geschmeidige seelische Entwicklung zu unterbrechen.

Während der Böse die Absicht hegt, die Seele möglichst zweckmäβig von Gott und ihrer Heiligung entfernt zu halten, ist es Marias Berufung, die Seele immer näher zu Gott zu bringen und sie seelisch im höchsten Ausmaβ entfalten zu helfen. So ist Sie die Hilfe der Christen, Diejenige, Die dazu berufen ist, der Seele dabei zu helfen, wahrhaftig Christ zu sein. Das Leben Christi auf Erden hatte kein einziges stoffliches Ziel, sondern war ausschlieβlich an der Erfüllung von Gottes Heilsplan und an der Erschlieβung der Fruchtbarkeit der Seelen innerhalb dieses Plans orientiert. Wahre Nachfolge Christi setzt voraus, dass für uns genau dasselbe gilt: Jede(r) von uns lebt nicht für die Verwirklichung von stofflichen Zielsetzungen, sondern für die aktive Mitwirkung bei der Erschlieβung seiner bzw. ihrer eigenen Fruchtbarkeit innerhalb von Gottes Heilsplan. Zu dem Zweck sieht die Himmelskönigin Ihre Aufgabe an erster Stelle in der Beschützung der Seele guten Willens vor jeglichem finsteren Einfluss, der sie von auβen her in ihrer seelischen Entfaltung stören kann, und vor jeglicher Gefahr, die sie von innen her bedroht: jeglicher Herzensverfassung und jeglicher Schwäche, die der Blüte der zerstörenden Saat der Finsternis zuträglich sein kann.

Kaum eine Seele auf Erden ist dazu imstande, den wirklichen Wert und die wirkliche Natur der Ewigen Glückseligkeit so abzuschätzen, wie diese wirklich sind. In dem Maβe, wie sich die diesbezügliche Erkenntnis der Seele vertieft, wird sie die Unermesslichkeit des Geschenkes ergründen lernen, das in Marias Eigenschaft als Hilfe der Christen verborgen liegt. Unendlich viel gröβer ist das Geschenk, sich einer vollkommenen Brücke in Gottes Herzen bedienen zu dürfen als einer Brücke, wie sich die Seelen diese gewöhnlich vorstellen: einer Brücke über jegliche weltliche Schwierigkeit. Nur eine Brücke der ersten Art führt in das Land der ewigen Glückseligkeit, der wahren Bestimmung unseres Lebensweges auf Erden.

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30. MARIÄ HEIMSUCHUNG

31. Mai

TOTUS TUUS, MARIA !

Es ist ein Tag Himmlischer Freude wenn die Gottesmutter bei der Seele zu Besuch kommt. Wenn Maria die Seele besucht, bringt Sie unvermeidlich ebenfalls den kleinen Jesus, die Mensch gewordene Gottheit, und den Heiligen Geist mit in die Seele herein. Die junge Heilige Jungfrau scheute keine Mühe um Ihre Verwandte Elisabeth zu besuchen: Es kostete Sie eine lange Reise durch eine schwierige Landschaft. Im Grunde genommen war Sie hier Botschafterin von Gottes Vorsehung, die durch Sie Elisabeth gleichzeitig zwei Dinge deutlich machte, wobei wir Elisabeth als Vertreterin der Menschenseele in deren Beziehung zu Christus und Seiner Mutter betrachten dürfen:
1. dass Sie die Mutter des seit langem erwarteten Messias, des Christus, vom Sohn Gottes, war;
2. dass Sie die gesegnete Brücke war, derer Sich Gott bediente um den Vorläufer des Messias vom Heiligen Geist in seiner Berufung bestätigen zu lassen, und zwar während sich dieser Vorläufer noch im Mutterschoβ befand.

Die Gottesmutter bringt hier somit den Messias und Seinen Vorläufer miteinander in Berührung während sich jeder der beiden noch im Mutterschoβ befindet.

Maria erfüllt in Ihrem Besuch bei Elisabeth eine bemerkenswerte Rolle: Sie zeigt Sich als:
· Diejenige, die Gott in Seiner Fülle zu einer Seele bringen kann (Sie trägt den Messias in Ihrem Schoβ);
· Diejenige, die ein Göttliches Zeichen für die wahre Lebensberufung einer Seele setzen kann. Maria erinnert jede Seele daran, dass es ein wesentlicher Teil ihrer Lebensaufgabe ist, Christus zu verkündigen, so wie Johannes der Täufer dies tat;
· Diejenige, die von Gott zu einer einmaligen Rolle und einem einmaligen Einfluss innerhalb Seines Heilsplans gerufen worden ist, und die deswegen von jeder Seele mit einem ausreichend seelischen Wachstum würde selig gepriesen werden;
· Diejenige, die der Seele die Vollkommenheit in den Tugenden vorleben kann (Sie wohnt drei Monate lang bei Elisabeth um dieser Letztgenannten in einer Verfassung vollkommener Selbstverleugnung in allem beizustehen, und Sie zeigt dabei Ihrer Gastfrau wie eine Seele in vollkommener Verschmelzung mit Gottes Herzen in einer Atmosphäre der Besinnlichkeit und der salbenden Stille heilige Werke vollbringen kann).

Heute will die Mutter Christi jede(n) von uns besuchen um die so heilvolle Rolle, zu welcher Sie von Gott für alle Zeiten gerufen war, auch in unserem Leben zu erfüllen. Um dies alles zu tun, bemüht Sie Sich, eine schwierige Reise durch die vielen Barrieren seitens unserer menschlichen Schwächen, unserer weltlichen Anhänglichkeiten, unserer Zweifel, unserer Neigungen um den unterschiedlichsten Untugenden nachzugeben usw., anzutreten. Lasset uns die Gastfreundschaft aufbringen, Ihr die Gelegenheit zu bieten, in uns Ihr heiliges Vorbild vorzuleben. Solange wir Ihr dies ermöglichen, wird Sie Sich unbemerkt durch den Tempel unserer Seele bewegen, und diesen mit dem Atem des Heiligen Geistes erfüllen.