Gloria.tv And Coronavirus: Huge Amount Of Traffic, Standstill in Donations
Clicks817

Höchste Zeit, dass die Prediger katholisch predigen und so ihr Heil sichern

Papst Pius XII.Rundschreiben Humani generis

Ein Auszug:

Das Ziel, das den Kanzelrednern bei der Ausübung ihres Amtes vorschweben muss, ist in jenem Pauluswort deutlich gekennzeichnet, das jeder von ihnen auch zu seinem eigenen machen kann und muss: „Wir sind Gesandte an Christi Statt. Sind sie aber Gesandte Christi, dann müssen sie bei der Ausübung dieser Sendung von der gleichen Absicht beseelt sein, die auch Christus im Auge hatte, als er sie damit betraute, und die ihm überhaupt zeit seines Erdendaseins als Ziel vorschwebte. Denn die Apostel, und in ihrem Gefolge die Prediger, haben keine andere Sendung als Christus: „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.“

Wir wissen aber, wozu Christus vom Himmel herabgestiegen ist; er hat ja offen erklärt: „Ich bin dazu in die Welt gekommen, um für die Wahrheit Zeugnis abzulegen. Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben.“

Förderung des Seelenheils zur größeren Ehre Gottes

Ein doppeltes Ziel müssen also die christlichen Prediger verfolgen: die von Gott geoffenbarte Wahrheit verbreiten und in ihren Zuhörern das übernatürliche Leben wecken und entfalten, kurz: durch die Sorge für das Heil der Seelen die Ehre Gottes fördern.

Zu Unrecht wird jemand als Arzt bezeichnet, wenn er nicht die Heilkunst ausübt, oder als Lehrmeister irgendeiner Kunst, wenn er sie gar nicht lehrt; und wer mit seiner Predigt nicht die vollkommenere Gotteserkenntnis bezweckt noch die Anleitung der Menschen auf dem Weg zum ewigen Heil, darf ebenso höchstens als selbstgefälliger Redekünstler, nicht aber als Verkünder des Evangeliums angesprochen werden.

Ach, gäbe es doch keine solchen Redekünstler!

Von welcher Absicht lassen sie sich denn vornehmlich leiten? Die einen frönen der eitlen Ruhmsucht und sind auf deren Befriedigung bedacht: „Sie sind mehr auf erstaunliche als auf erbauliche Predigtthemen erpicht und wollen für ihre eigene Person die Bewunderung der einfältigen Zuhörer gewinnen, statt deren Heil zu wirken.

Sie schämen sich, einfache und leichtfassliche Dinge zu sagen, um ja nicht den Eindruck zu erwecken, als wüssten sie nur soviel... Sie schämen sich, den Kleinen die Milch zu reichen. Während doch Jesus der Herr an seiner schlichten Zuhörerschaft zu erkennen gab, dass er wirklich der ersehnte Erlöser war - „den Armen wird die Heilsbotschaft verkündet“ -, was setzen diese Hochmütigen nicht ins Werk, um in den berühmten Städten und auf den erstrangigen Kanzeln durch ihre Predigten Lob und Anerkennung zu ernten?

Nicht eigener Ruhm noch materieller Gewinn

Da aber die göttliche Offenbarung Wahrheiten enthält, vor denen die gefallene Menschennatur in ihrer Schwachheit zurückschreckt, und die infolgedessen kaum geeignet sind, um die große Menge anzulocken, lassen sie diese Dinge wohlweislich beiseite und behandeln Gegenstände, denen, abgesehen vom Kirchenraum, jedes weihevolle Merkmal abgeht.

Nicht selten geschieht es sogar, dass sie mitten in der Behandlung ewiger Wahrheiten auf das Gebiet der Politik hinübergleiten, zumal wenn irgendeine Frage aus diesem Bereich die Gemüter ihrer Zuhörer lebhaft beschäftigt. Ihr ganzes Bestreben scheint es einzig und allein zu sein, ihren Zuhörern zu gefallen und jenen zu willfahren, die es - wie Paulus sagt – „nach Ohrenkitzel gelüstet.

Daher jene Gebärden, .die weder gesetzt noch würdevoll sind und eher einem Schauspieler oder Volksredner anstehen; daher jener sentimentale Tonfall oder jenes tragische Pathos; daher jener Schwarm von Zitaten aus den Werken ungläubiger und nichtkatholischer Autoren, aber nicht aus der Heiligen Schrift noch aus den Kirchenvätern; daher schließlich jener bei den meisten von ihnen überaus beliebte Wortschwall, womit sie zwar die Ohren betäuben und Staunen erregen, aber ihren Zuhörern keinen guten Gedanken mit nach Hause geben.

Es ist geradezu erstaunlich, wie leicht sich diese Prediger durch ihre eigene Meinung täuschen lassen. Mag sein, dass sie den Beifall der Einfältigen gewinnen, den sie mit aller Anstrengung und nicht ohne Entweihung des Heiligtums suchen. Lohnt sich aber diese Mühe, wenn sie sich gleichzeitig den Vorwürfen aller Einsichtigen und, was noch schwerer wiegt, dem gestrengen Urteil Christi aussetzen?

Copie von Kathpedia
studer
Die Enzyklika Humani generis stammt nicht vom grossartigen Papst Benedikt XV sondern vom edlen Papst Pius XII.
de.wikipedia.org/wiki/Humani_generis
Oh, vielen Dank für die Korrektur, werde es gleich umschreiben.