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Gedenktag des Seligen Pater Paul von Moll 24. Februar

Der große Wundertäter Belgiens
Auch wenn die Kirche P. Paul von Moll (1824-1896)
noch nicht heiliggesprochen hat, wirkte der leutselige Benediktinerpater weit über seine Heimat Flandern hinaus
wie ein zweiter Vinzenz von Paul und ähnlich einem hl. Pfarrer von Ars. Seine geradezu sprichwörtliche Liebe galt den Armen und Leidenden ebenso wie den Großen dieser Welt. Allen erwies er sie durch Tausende Heilungen, Wunder und väterlich-erleuchtete Ratschläge. Zeitzeugen haben sein Leben mit einem Satz der Apostelgeschichte schön zusammengefasst:
„Er zog umher, tat Gutes und heilte alle ... denn Gott war mit ihm.“

. Paul, mit bürgerlichem Namen Franz Luyckx, wuchs als Sohn eines wohlhabenden Bauern in Moll, Provinz Antwerpen, auf und trat 1848 mit 24 Jahren in der Abtei von Termonde in den Benediktinerorden ein. Zehn Jahre später empfing er die Priesterweihe, und für den 34-jährigen P. Paul von Moll begann ein intensives Apostolat des Gebetes und der Entsagung.
Vor allem aber wurde ihm das Charisma des Wunderwirkens und Heilens geschenkt, das er bis zu seinem Lebensende fast 40 Jahre lang treu ausübte. Gott übertrug ihm diese erhabene Sendung, als er aufgrund einer Lungenkrankheit dem Tode nahe war: „Die Ärzte hatten mich aufgegeben. Da erschien mir Jesus in Begleitung
der allerseligsten Jungfrau, des hl. Josef und des hl. Benedikt. Während Maria mich bei der Hand nahm, legte der Heiland Seine Rechte auf mein Haupt und sagte zu mir: ‚Sei geheilt! Von nun an sollst du zum Trost einer großen Zahl von Menschen leben. Ich gewähre dir alles, was du für andere von Mir erbitten wirst.‘ Und augenblicklich war ich gesund.“ In der Pariser Zeitung „L’Univers“ schrieb Graf A. v. Ségur über P. Paul von Moll: „In der Erfüllung seines göttlichen Auftrages trat seine Person gänzlich zurück, so als ob er nur der Zeuge, nur das gehorsame Werkzeug wäre. In seiner Demut schrieb er seine Wundertätigkeit oft dem hl. Benedikt zu, doch auf seine flämischen Landsleute machte er den Eindruck großer Heiligkeit.“

Zu jeder Tages- und Nachtzeit
Man konnte immer auf P. Paul zählen, morgens belagerten ihn Scharen von Menschen

zumal er nur wenig schlief, oft sogar im Stehen, mit dem Rücken an die Wand gelehnt - eine Methode, die er auch einem Freund augenzwinkernd weiterempfahl. Ab 5.00 Uhr
im Kloster, selbst aus Amerika. Graf v. Ségur schrieb: „Das Tiefbewegende und Anziehende an diesem Mann Gottes war seine Güte, seine Barmherzigkeit, sein menschlich-
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zartes Mitfühlen, gepaart mit seinem übernatürlichen Scharfblick. Allen gab er durch stets schnelle, bestimmte Antworten die Ursache ihrer Krankheit oder ihrer inneren Prüfungen zu verstehen, wie auch die sicheren Mittel und Bedingungen, um die gewünschten Gnaden zu erlangen. Manchmal offenbarte er ihnen die geheimsten Taten und verborgensten Gedanken ihrer Seele, in der er las wie in einem offenen Buch.“
Kranke, Lahme, Blinde wurden augenblicklich geheilt oder nachdem sie den Auftrag, ein Gebet oder eine Novene zum hl. Benedikt zu verrichten, ausgeführt hatten. Hunderte in der Klosterkirche zurückgelassene Krücken sind stumme Zeugen dafür. Einen Schwerbehinderten ermutigte er: „Junge, häng deine Krücke an den Sockel des hl. Benedikt, dann wirst du gehen können!“ Er tat es und lief im nächsten Augenblick vor Freude weinend aus der Kirche. Einem anderen trug der Mönch auf: „Bei der Wandlung nimm deine Krücken und leg sie auf die Kommunionbank!“ Der Junge gehorchte und war geheilt. Durch P. Pauls Priesterhände geschahen derart viele Wunder,
dass jemand treffend bemerkte: „Man möch- te fast glauben, dieser Pater wirkt aus Ge- wohnheit und zum Zeitvertreib Wunder.“ Auf über eine Million wird die Zahl derer geschätzt, die Hilfe bei P. Paul fanden.
Umso erstaunlicher, dass die Benediktinerpatres kaum um die Wundermacht ihres Mitbruders wussten, weder in Termonde noch im Kloster von Steenbrugge, das er gestiftet und wo er jahrelang als Prior und Beichtvater aller Mönche gewirkt hatte, und auch nicht in der Abtei Afflighem, die durch ihn neu aufblühte. Natürlich sah jeder die Popularität des bescheidenen und zurückhaltenden Mönches. Neun Zehntel der Klosterbesuche aus dem In- und Ausland galten ja stets ihm, wie auch die Flut von Briefen aus Belgien, Frankreich, Deutschland, England, Holland, Österreich, Italien und Amerika. Dennoch erfassten sie sein außergewöhnliches Charisma nicht. Es blieb ihnen derart verborgen, dass der junge tuberkulosekranke P. Benedikt von Steenbrugge sogar nach Lourdes fuhr, um dort Heilung zu erbitten. Der Prophet im eigenen Haus galt nichts! Umso mehr aber bei Bischof Faict von Brügge, der überzeugt war: „P. Paul von Moll ist ein Heiliger!“
oft hielt der gütige Wundertäter schon an der Pforte Ausschau nach einem „verlorenen Schaf“. Selbst nachts geschah es, dass die Klosterglocke läutete. Wie erstaunt war einmal ein junger Mann, der um 1.00 Uhr morgens kam, als ihm P. Paul bereits ausgehbereit öffnete, um ihn zu seinem sterbenden Bruder zu begleiten! Dem sagte der Mönch nach der Spendung der Krankensalbung: „Es war höchste Zeit! Wäre ich nicht gekommen, hätten Sie diese Nacht nicht überlebt. Nun aber werden Sie gesunden und ein hohes Alter erreichen.“ Zu ihrer höchsten Überraschung wurde auch die Haushälterin eines Pfarrers aus Gent, die an einem Krebstumor am Rückgrat litt, schon im
Kloster erwartet und von P. Paul mit den Worten begrüßt: „Ich sollte heute verreisen, aber weil ich wusste, dass Sie kommen würden, bin ich zu Hause geblieben. Ja, gewiss! Ich werde Ihnen helfen. Ich muss es, da ich ja weiß, wie man den Krebs heilt.“ Er gab ihr eine Benediktusmedaille und forderte sie auf, eine Novene zu diesem Heiligen zu halten. Sie tat es, und kurz darauf war der Krebs verschwunden.
Am 19. März 1878 fuhr eine Ordensschwester mit einem gelähmten, stummen Waisenmädchen ohne Voranmeldung nach Termonde und über- legte besorgt hin und her, wie sie vom Bahn- hof zum entfernten Kloster gelangen würden.
Vielfältige Erhörungen

Kaum angekommen, eilte aber ein Kutscher auf sie zu: „Schwester, P. Paul hat mich beauf- tragt, Sie beide zum Kloster zu bringen und am Nachmittag wieder abzuholen.“ Als die- ser dann die kleine Waise sah, versprach er ihr: „Du wirst geheilt.“ Und an die Schwester ge- wandt: „Halten Sie zwei Novenen, und wenn das nicht genügt, machen Sie eine dritte!“ Zu Beginn der dritten Novene sprang das lah- me, stumme Kind eines Morgens mühelos aus dem Bett und begann munter draufloszureden. Auch die Tochter eines Schmiedes aus Vieux- Dieu, die vor einer schweren Operation stand, wurde von ihren Eltern ins Kloster Termonde gebracht, wo P. Paul, ohne die Leute je zuvor gesehen zu haben, voll Mitleid sagte: „Ich habe euch schon gestern in Antwerpen erwartet. Eure Tochter wird geheilt werden.“

Nach Ansicht des heiligmäßigen Benedik- tiners wurde niemals genug von ihm erbeten, so dass er beim Abschied oft mit kindlicher Ein- dringlichkeit nachforschte: „Sind daheim alle gesund? Wollen Sie nichts weiter erbitten?“ Nachdem er einmal den Brief eines Gelehrten gelesen hatte, war er ganz enttäuscht: „Aber er begehrt ja gar nichts!“ Und einen guten Freund aus Oostkamp ermutigte er: „Fordere von mir, was du nur willst. Ich werde es dir verschaffen.“
Auch unterwegs ließ P. Paul von Moll keine Gelegenheit aus, um von seinem Charisma Ge- brauch zu machen. Als er auf der Allee des Klo- sters Steenbrugge Schülerinnen beim Spazier- gang begegnete, sah er unter ihnen ein Mädchen mit breitkrempigem Sonnenhut, den er mit den Worten zurückschob: „Meine Kleine, deine Augen sind sehr krank. Du musst unbedingt geheilt werden. Hier, nimm die Medaille, trage sie und bete schön zum hl. Benedikt.“ Zwei Tage darauf war die Augenkrankheit ver- schwunden.
Ein andermal kam P. Paul in Antwerpen an einem Bauplatz mit 20 Arbeitern vorbei. Ermu- tigend wandte er sich an einen von ihnen, der seinen Arm in einer Schlinge trug: „Nicht träge sein! An die Arbeit! Nehmen Sie die Binde von Ihrem verstauchten Arm ab!“ Dieser ge- horchte und schob sogleich ohne jeden Schmerz einen schweren Schubkarren weg.
Zu einer Frau, die er geheilt hatte, sagte P. Paul in aller Schlichtheit: „Seien Sie doch so gut, alle Ihre Freunde und Bekannten, die krank sind, einzuladen, mich zu besuchen. Ich werde sie alle heilen.“ Und eines Sonntags verkündete er in Steenbrugge von der Kanzel herunter: „Ich werde nicht mehr lange hier sein. Alle, die etwas bedrückt, und alle, die um ihr Vieh besorgt sind, sollen zu mir kommen. Ich werde allen helfen dürfen.“
Macht über Tiere und Natur
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atsächlich ist P. Paul von Moll, wie sein Namenspatron, der hl. Paulus, allen alles geworden. Ein Gutsbesitzer aus der Nähe von Kloster Steenbrugge erinnerte sich: „Er war wirklich die Güte in Person, ein wahrer Vater für uns, der selbst geheimste Wünsche erfüllte. Sein Kommen war jedes Mal ein Segen. Auch mit den Tieren hatte er Mitleid. Als ein Kalb im Stall am Verenden war, neigte er sich über das kaum mehr atmende
Tier, streichelte es sanft und sagte: ‚Es geht ihm schon besser, ja, es scheint geheilt zu sein. Gebt ihm zu trinken!‘ Als wir dem Kalb einen Eimer mit Wasser hinstellten, sprang es mit einem Satz auf, trank aus vollen Zügen und war munter, als wäre nichts gewesen.“
Es gäbe unzählige Beispiele, die zeigen, wie machtvoll P. Paul bei Viehseuchen, bei Gefahr für die Ernte durch Unwetter und Hagelschlag oder bei Plagen auf dem Acker durch Raupen,
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Würmer, Spinnen, Schnecken oder Ungeziefer helfen durfte. Nur eine schöne Begebenheit sei erwähnt: Als in einem Futterrübenfeld verschie- dene Arten von Insekten großen Schaden anrich- teten, wandte sich der Besitzer an den weithin bekannten Wundertäter, der ihm auftrug: „Ver- grabe zwei Benediktusmedaillen an den di- agonal gegenüberliegenden Ecken deines Feldes!“ Der Bauer gehorchte und prägte sich genau ein, wo die beiden Medaillen lagen, um das kostbare Andenken an P. Paul später wieder- finden zu können. Gleich am nächsten Tag waren
keine Insekten mehr auf dem Feld. Von Neugier getrieben grub der Bauer die Medaillen aus, die er voll Erstaunen von Zigtausenden ausgetrockne- ten Insekten umgeben fand. Sorgfältig bewahrte er die einmalige „Insektensammlung“ auf und trug sie schließlich als Beweis der Wundermacht des Heiligen ins Benediktinerkloster. Selbst nach P. Pauls Tod ereigneten sich auffallende, von Tierärzten bestätigte Wunder, wenn Bauern ih- ren kranken Tieren voll Vertrauen eine Medaille des hl. Benedikt, einen Brief, ein Sterbebild des Wundertäters auflegten oder im Stall anbrachten.
In Städten und auf Reisen
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iele Besuche führten P. Paul in die Städte Antwerpen, Brüssel und Mecheln. Kaum hatte sich seine Ankunft herumgesprochen, kamen Hunderte Hilfesuchende, die auf der Straße eine lange Warteschlange bildeten. Der Mönch, dem die Nöte der Bedrängten besser bekannt waren als ihnen selbst, betete mit ihnen, heilte, segnete, riet zur rechten Standeswahl, prophezeite für die Zukunft, deckte verborgene Sünden auf, führte zu Reue und Beichte.
Auch in viele belgische Klöster, Krankenhäuser, Heime und Gefängnisse brachte er Trost. Überall wirkte er Heilungen mit solcher Demut und Natürlichkeit, dass man den Eindruck gewann, es sei das Selbstverständlichste der Welt für ihn. Die Zusprüche waren schlicht: „Sie sind krank; beunruhigen Sie sich nicht; wir beten gemeinsam, und morgen werden Sie gesund sein.“ Auch seine zahlreichen Zugreisen, stets in dritter Klasse, nutzte P. Paul, um Mitreisende mit unerwarteten Gnaden zu beschenken. Über seine Beobachtungen im Wartesaal des Bahnhofs Brügge schrieb ein Benediktiner der englischen Abtei Downside: „Wir saßen alle schweigend da, als ein Ordensmann mit geschlossenem Brevier eintrat. Sein Benediktinerhabit mag wohl einmal schwarz gewesen sein; auch sein Hut war alt und die Schuhe abgetragen. ‚Das ist P. Paul von Steenbrugge‘, flüsterte mir
ein Priester zu. Und ich freute mich, den guten Mann zu sehen, von dem ich schon viel gehört hatte. Nun kam ein altes Mütterchen herein, ging geradewegs auf P. Paul zu und bat, ihn bald im Kloster aufsuchen zu dürfen. ‚Erzählen Sie mir doch Ihre Sorgen hier‘, ermutigte er sie. ‚Aber mein Zug kommt gleich‘, erwiderte sie. ‚Keine Sorge‘, prophezeite der Pater, ‚er wird 20 Minuten Verspätung haben!‘ Als der Stationsvorstand das hörte, lachte er schallend. Doch die Frau begann dem gebeugten Mönch ruhig ihre Anliegen vorzutragen. Mit exakt 20 Minuten Verspätung kam der Zug.“
Ein andermal streikte auf einer Bahnfahrt von Antwerpen nach Stabroek nach acht Kilome- tern die Dampflokomotive. Während man auf ein Ersatzteil wartete, stiegen die Reisenden aus und begannen auf freiem Feld zu picknicken. Der gute Pater aber machte sich auf den Weg und sagte: „Wir wollen doch sehen, ob der Maschinenschaden so groß ist, wie man uns weismacht.“ Bei der Lokomotive standen zwei ratlose Maschinisten und einige Mitreisende, un- ter ihnen ein Herr mit Spazierstock. Den borgte sich der Benediktiner kurzerhand aus und steckte ihn in das erstbeste Maschinenrohr. Während er darin herumstocherte, wandte er sich an die zwei Maschinisten: „Dieses Rohr scheint mir ver-
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stopft zu sein. Reinigen Sie es doch!“ Die bei- den lachten hellauf über den alten Mönch, der eine Dampflokomotive mit einem Spazierstock reparieren wollte. Auch die anderen Herumste- henden schüttelten den Kopf. „Versuchen Sie es!“, befahl der Pater nun aber in ernstem Ton.
„Vorwärts mit der Maschine! Sie wird gut laufen, denn ich bin es, der es Ihnen sagt!“
Nun gehorchten die zwei wie von höherer Auto- rität gedrängt sofort, und zum größten Erstaunen aller setzte sich der Zug in Bewegung.
Es gab also auch solche, die sich über den „Medaillenkrämer“ lustig machten und Spott mit ihm trieben. Meistens aber genügte, wie bei P. Pio, ein einziger Blick des Heiligen, und jene, die ihn verkannt, verleumdet oder verfolgt hatten, brachen überwältigt in die Knie und folgten ihm in den Beichtstuhl, wo er ihnen die geheimsten Sünden ihres Lebens enthüllte. Doch nur von außen betrachtet sah manches spielerisch aus! „Erst am letzten Tag wird man erfahren, was ich gelitten habe. Nachts kommt Satan oft und quält mich, aber man muss sich nicht beklagen, denn die Gottesmutter tröstet mich“, vertraute P. Paul einer Ordensschwester an. Tatsächlich brachte er für jede erteilte Gnade
ein Liebesopfer. Oft betete er bei Kranken lange und litt innerlich derart mit, dass Schweißperlen auf seine Stirn traten. Man hörte ihn nicht nur einmal sagen: „Diese Gnade zu erlangen, hat mich viel gekostet.“ Anderen versprach er: „Ich werde Ihnen helfen, Ihr Kreuz zu tragen. Ich bete mit Ihnen.“
So war es bei jenem alten Mann, der sich in der Klosterkirche mühevoll auf Krücken zu P. Paul hinschleppte. Der aber ließ ihn stehen und betete zweimal den Kreuzweg, ehe er dem Greis sanft die Stöcke abnahm und sie zur Statue des hl. Benedikt legte. Nun war es der dankbare Alte, der seinerseits mühelos und voll Andacht den Kreuzweg ging.
Alles hat seinen Preis!
„ Aus Liebe zu Dir, o Jesus! “
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iner geistigen Tochter schrieb er nach Antwerpen: „Man tadelte mich, weil ich immer von der Liebe Gottes predigte. So hörte ich auf damit, doch Gott gab mir zu verstehen, dass ich bei allen Predigten, Vorträgen und Beichten von Seiner großen Liebe zu den Menschen reden soll!“ Selten schön sind auch seine unzähligen Briefe, in denen er an Bittsteller, Freunde und Unbekannte über die Liebe Gottes schrieb, die geradezu aus seinem übervollen Herzen strömte. „Manchmal bin ich so voll davon, dass ich genug Kraft in mir fühle, um die ganze Welt zu bekehren.“ Man weiß, dass der seeleneifrige Priester oft erst
um 23.00 Uhr aus dem Beichtstuhl kam und viele Arme Seelen in seiner Zelle auf ihn warteten, um von ihm Trost und Befreiung zu erlangen. Wann also erledigte P. Paul sein enormes Briefapostolat von täglich 30 neu eingetroffenen Briefen? Kein Wunder, dass er nachts schrieb: „Nehmen Sie es mir nicht übel, wenn ich mich kurzfasse, denn es fehlt mir die Zeit. Ich bin überladen mit Arbeit und Bergen von Briefen!“ Das Geheimnis, warum er doch alles sorgfältig erledigen konnte, verriet er einem Vertrauten: „Ich bin immer verbunden mit meinem lieben Herrn. Er selbst ist es, der mir diktiert, was ich schreiben soll. Die Liebe Gottes ist
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mein Reichtum, meine Freude, meine Speise, mein Schatz, mein Trost, mein Leben, mein Alles.“ Deshalb begann er jeden Brief mit den gleichen Worten: „Aus Liebe zu Dir, o Jesus!“ Dann las man z. B.: „Wo möchtest du die Liebe Gottessuchenundfinden,wennnichtinderHl. Eucharistie? Da wird die Liebe Jesu sichtbar und zur Anbetung ausgesetzt. Unterhalte dich dort oft mit Ihm! Sieh nur, was Er aus Liebe zu uns Menschen gelitten hat: Verachtung, Spott, Schmach, Schläge, Wunden und zuletzt den Tod am Kreuz. Ja, Gott tut alles den Menschen zuliebe. Ich werde beten, dass Jesus dir den Wert des Kreuzes zu verstehen gibt, denn wie die Apostel flieht heutzutage jeder vor dem Kreuz. Nur hie und da sagt einer: ‚Aus Liebe zu Dir, Jesus!‘
Dieser Liebesseufzer aber ist wie eine Öffnung in deinem Herzen, durch die sich sofort die Liebe Gottes drängt. An den Tagen, an denen du keine oder wenig Liebe fühlst, murre nicht. Der Teufel tut ja alles in seiner Macht Stehende, um dich von der Liebe zu Jesus abzubringen. Sage dann
innerlich: ‚O Jesus, ich fühle keine Liebe, aber in der Hoffnung, dass Du mir mehr Liebe schenken wirst, nehme ich das mit Liebe an.‘“
Offen, aber ohne zu klagen, vertraute er einer Ordensschwester an: „Ich habe bis zum Erlöschen meiner Kräfte gearbeitet. Doch bis zuletzt liegt mir nichts mehr am Herzen, als Gott mit der zärtlichsten, freundlichsten Liebe zu lieben und das für alle Menschen auf der ganzen Erde zu wünschen.“
Auch P. Pauls Versprechen, das er einem engen Freund aus Oostkamp gab, darf jeder für sich persönlich nehmen, der sich mit Vertrauen an den großen Wundertäter wendet: „Wenn ich einmal im Himmel bin, dann bitte erst recht! Ich werde dann Zeit genug haben, mich um dich zu kümmern, und meine Macht wird dann noch größer sein.“ Er hielt Wort!
Bis heute geschehen Wunder an seinem Grab in Termonde, und von allen Seiten treffen Zeug- nisse über wunderbare Gebetserhörungen ein.

quelle:PDF - Familie Mariens 22.Jg. (II) 2014 Nr. 123www.familiemariens.info › html › pdf

heiligenlexikon.de/…iographienP/Paul_von_Moll.html
Mönch
* 15. Januar 1824 in Mol bei Antwerpen in Belgien
† 24. Februar 1896 in Termonde, heute Dendermonde in Belgien

Franz wurde 1848 Benediktiner in Termonde mit dem Ordensnamen Paul. Bald schon wurde er schwer krank; eine Erscheinungder Maria mit Joseph und vonBenedikt von Nursia versprach ihm Genesung, die bald erfolgte. Er wurde bekannt als Wundertäter, der in die Zukunft schauen konnte, ob seiner Prophezeihungen und Gebetsheilungen. Berichtet wird von tausenden Heilungen und Wundern, so von einer armen Frau, der er eine Tasse zu trinken und ein Brot gab; die Tasse blieb daraufhin niemals leer, das Brot wurde nie mehr altbacken und ging nie wieder zu Ende. Er sagte voraus, dass eines Tages der unverweste Leichnam von Joseph gefunden werde.

Pauls Körper war auch drei Jahre nach seinem Tod unverwest.
provivoe
Weder die Abtei Dendermondes noch das Bistum Gent haben je etwas tun wollen, um einen Prozess der Seligerklärung einzuleiten. Die Modernisten haben alles vom Tisch gefegt.
provivoe
Pater Paul wurde 1980, 84 Jahre nach dem Tod, vom Friedhof in die Abteikirche von Dendermonde beerdigt. Er war noch unverwest.
gennen
Pater Paul von Moll, in Dendermonde (Belgien) am 24.
Februar 1896 im Rufe der Heiligkeit gestorben,
versicherte einem Freund, dass diejenigen, welche
diesen Gruß an Maria beten, auf den besonderen Segen
der allerseligsten Jungfrau zählen dürfen.


Gegrüßt seist Du, Maria, Tochter Gott des
Vaters.
Gegrüßt seist Du, Maria, Mutter Gott des
Sohnes.
Gegrüßt seist Du, Maria, Braut des Heiligen
Geistes. …More
Pater Paul von Moll, in Dendermonde (Belgien) am 24.
Februar 1896 im Rufe der Heiligkeit gestorben,
versicherte einem Freund, dass diejenigen, welche
diesen Gruß an Maria beten, auf den besonderen Segen
der allerseligsten Jungfrau zählen dürfen.


Gegrüßt seist Du, Maria, Tochter Gott des
Vaters.
Gegrüßt seist Du, Maria, Mutter Gott des
Sohnes.
Gegrüßt seist Du, Maria, Braut des Heiligen
Geistes.
Gegrüßt seist Du, Maria, Tempel der Allerhei-
ligsten Dreifaltigkeit.
Gegrüßt seist Du, Maria, reine Lilie der
erhabenen Dreifaltigkeit.
Gegrüßt seist Du, Maria, angenehme Rose des
himmlischen Hofes.
Gegrüßt seist Du, Maria, Jungfrau voll Güte
und Demut, von welcher der König des
Himmels hat wollen geboren und ernährt
werden.
Gegrüßt seist Du, Maria, Jungfrau aller Jung-
frauen.
Gegrüßt seist Du, Maria, Königin der
Märtyrer, deren Herz von Leiden ist
durchbohrt worden.
Gegrüßt seist Du, Maria, Frau und Herrin,
der alle Macht im Himmel und auf Erden ist
gegeben worden.
Gegrüßt seist Du, Maria, Königin meines
Herzens, meine Süßigkeit, mein Leben und
meine Hoffnung.
Gegrüßt seist Du, Maria, liebenswürdige
Mutter.
Gegrüßt seist Du, Maria, wunderbare Mutter.
Gegrüßt seist Du, Maria, Mutter der reinen
Liebe.
Gegrüßt seist Du, Maria, ohne Erbsünde
empfangen.
Gegrüßt seist Du, Maria, voll der Gnade, der
Herr ist mit Dir, Du bist gebenedeit unter den
Frauen und gebenedeit ist die Frucht Deines
Leibes, Jesus.
Gebenedeit sei Dein Bräutigam, der heilige
Josef.
Gebenedeit sei Dein Vater, der heilige Joachim.
Gebenedeit sei Deine Mutter, die heilige Anna.
Gebenedeit sei Dein Engel, der heilige Gabriel.
Gebenedeit sei der Ewige Vater, der Dich aus-
erkoren hat.
Gebenedeit sei Dein Sohn, der Dich geliebt hat.
Gebenedeit sei der Heilige Geist, der sich Dir
vermählt hat.
Mögen alle, die Dich lieben, Dich benedeien.
O glückselige Jungfrau, segne uns alle im
Namen Deines geliebten Sohnes. Amen.

Pater Paul von Moll, in Dendermonde (Belgien) am 24.
Februar 1896 im Rufe der Heiligkeit gestorben,
versicherte einem Freund, dass diejenigen, welche
diesen Gruß an Maria beten, auf den besonderen Segen
der allerseligsten Jungfrau zählen dürfen.