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Widerstand gegen Krieg: Warum in Russland Gebäude brennen und Züge entgleisen Molotow-Cocktails auf Einberufungsämter, sabotierte Bahngleise: Auch in Russland protestieren Menschen, die Putins …More
Widerstand gegen Krieg: Warum in Russland Gebäude brennen und Züge entgleisen

Molotow-Cocktails auf Einberufungsämter, sabotierte Bahngleise: Auch in Russland protestieren Menschen, die Putins Krieg in der Ukraine nicht akzeptieren wollen - zum Teil militant und aus dem Untergrund. Auch weil öffentlicher Protest seit dem Erlass neuer Strafgesetze im März noch schwieriger geworden ist. Das Ziel: Sabotage von Eisenbahnverbindungen in den Westen, um Kriegslieferungen zu verhindern. Außerdem Brandanschläge auf Einberufungsämter der Armee. Seit Beginn der russischen Invasion häufen sich solche Vorfälle in Russland laut Recherchen der russischen Online-Zeitung The Insider. Allein 23 Attacken auf Militärregistrierungs- und Einberufungsämter zählt die Redaktion seit Ende Februar 2022. In den meisten Fällen wurden dafür Molotow-Cocktails verwendet – vergleichbare Vorfälle gab es demnach im vergangenen Jahr nicht. Und auch die Unfälle auf russischen Gleisen nehmen zu. So zählt The Insider zwischen März und Juni 2022 mehr als 60 entgleiste Güterzüge – deutlich mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. Verantwortlich dafür sollen Aktivisten sein. Sie organisieren sich über Social Media und teilen in Telegram-Gruppen Anleitungen zum Sabotieren von Gleisen oder Bauen von Molotow-Cocktails. Doch welchen Gefahren setzen sie sich aus und was bewirken die Aktionen? Dazu sprechen wir mit einer russischen Investigativ-Journalistin, die unter dem Pseudonym Alisa Zemlyanskaya schreibt und für The Insider mit Aktivisten gesprochen hat: This train is on fire: how Russian partisans set fire to military registration and enlistment offices and derail trains In der Sendung wird sie aus Sicherheitsgründen nur anonymisiert zu sehen sein. Außerdem ordnet Russland-Experte und Blogger Nico Lange die Auswirkungen von Protest und militantem Widerstand in Russland ein. Der Politikwissenschaftler lehrte und forschte mehrere Jahre in St. Petersburg und leitete danach das Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung in Kiew. Seid dabei, stellt eure Fragen und diskutiert mit.