Clicks298
Elista
13

Corona: Gibt es bald Impfungen für Kinder?

Derzeit wird darüber diskutiert, dass auch Kinder unter 16 Jahren gegen Corona geimpft werden sollten. Warum und wieso kommt das erst jetzt? Das sind die Gründe.
Bei Kindern verläuft eine Infektion mit SARS-CoV-2 bislang häufig symptomlos. Die Verläufe sind in der Regel milde. Wenn Kinder mit Symptomen erkranken, dann sind sie länger krank. Lange, schwere Post-Covid-Erkrankungen (Kawasaki-Syndrom oder PIMS-Syndrom) sind bei Kindern nach bisherigem Kenntnisstand aber bislang äußerst selten. Warum wird also derzeit darüber diskutiert, dass auch Kinder gegen das Coronavirus geimpft werden sollten?

Warum wird erst jetzt über Corona-Impfungen für Kinder gesprochen?
Diskutiert wird das erst jetzt, weil Kinder bislang von der Corona-Pandemie wenig betroffen waren: Zu Beginn der Corona-Pandemie erkrankten weniger Kinder als alte Menschen. Dann zeigte sich, dass Kinder die Infektion mit SARS-CoV-2 oft symptomlos durchmachen. Doch durch die Corona-Mutanten hat sich die Lage nun geändert. Auch Menschen unter 50 Jahren infizieren sich nun vermehrt mit SARS-CoV-2.
Das kann auch für eine Mutter gefährlich werden, wenn sie schwanger ist und sich bei ihrem Nachwuchs ansteckt oder für das Neugeborene, wenn es sich bei der Mutter ansteckt. Noch gibt es nicht viele Fälle von Schwangeren mit einer SARS-CoV-2-Infektion oder Covid-19, aber es gibt mehr dramatische Verläufe als im Vergleichszeitraum vergangenes Jahr.

Kinder impfen, um Herdenimmunität zu erlangen?
Hinter der Diskussion, ob Kinder gegen Corona geimpft werden sollen, steht eine ethische Frage, sagt Professor Johannes Hübner, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie, auf BR-Anfrage: Soll man Kinder impfen, um Erwachsene zu schützen? Kinder mit Grunderkrankungen profitieren direkt von einer Impfung. Bei gesunden Kindern muss man die Risiken und Nutzen abwägen. Sie sind mehr durch Ertrinken und Verkehrsunfälle gefährdet als durch das Coronavirus. Allerdings gibt es auch den umgekehrten Fall eines Fremdschutzes: Erwachsenen wird geraten sich gegen Keuchhusten impfen zu lassen, um Kinder zu schützen. Auf diese Weise schützt eine Gruppe die andere - Erwachsene die Kinder, Kinder die Erwachsenen, Junge und Gesunde die Alten und Vorerkrankten.
Auch für den Infektiologen Peter Kremsner, Forscher an der Universität Tübingen, sollte diese Diskussion geführt werden: "Wenn man auf die große Perspektive schaut, dann ist es schon sinnvoll, dass wir möglichst alle und das heißt auch Junge und Kinder mitimpfen, wenn wir Herdenimmunität erreichen wollen und diese Infektionen im Weiteren unter Kontrolle halten wollen."
Warum werden nicht einfach die vorhandenen Impfstoffe verwendet?
Kinder sind keine "kleinen Erwachsenen". Impfstoffe müssen für ihre Organismen speziell getestet werden.

Gibt es schon Corona-Impfungen für Kinder?
Momentan gibt es noch keine Corona-Impfungen für Kinder unter 16-Jahren. Für Kinder ab zwölf Jahre haben die Firmen Biontech und Pfizer in den USA aber für ihren Impfstoff bereits eine Notfallzulassung beantragt. Vorläufige Studienergebnissen zeigen einen Schutz von 100 Prozent. In Kürze soll die Zulassung des Biontech-Impfstoffs auch in der EU beantragt werden, für Kinder von zwölf bis fünfzehn Jahren. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gibt an, dass der Impfstoff "wenn nichts Ungewöhnliches passiert" in den Sommerferien eingesetzt werden könnte.
Währenddessen laufen in den USA bereits Studien zur Wirksamkeit des Biontech/Pfizer-Impfstoffs bei Kindern zwischen sechs Monaten und elf Jahren. Biontech rechnet mit belastbaren Daten bis September 2021. Professor Johannes Hübner mit Anfang nächsten Jahres. Erst danach kann eine Zulassung beantragt werden. Übrigens werden die jungen Teilnehmer der US-Studie aus Sicherheitsgründen noch bis zu zwei Jahre nach der ersten Impfdosis beobachtet, geben Biontech und Pfizer an.
"Solche Impfstoff-Untersuchungen bei Kindern finden immer erst dann statt, wenn die Sicherheit dieser Impfstoffe bei Erwachsenen geprüft und bewiesen wurde. Das ist jetzt der Fall." Martin Terhardt, Kinderarzt und Mitglied der Ständigen Impfkommission (Stiko)

Wie laufen Impfstudien mit Kindern ab?
Impfstoffstudien mit Kindern laufen im Prinzip so ab wie bei Erwachsenen, erklärt Bodo Plachter, Virologe an der Universität Mainz. Man fange mit einer geringen Dosis an, beobachte und gehe dann mit der nächsten Dosis weiter und teile dann in der Regel in Altersgruppen auf, 2- bis 5-Jährige, 6- bis 8-Jährige. Ein Unterschied zu Studien an Impfstoffen gegen andere Krankheiten sei bei Covid-Impfstoffen der, dass man nicht auf Erkrankungen schaue, anders als bei Erwachsenen, weil die Kinder ja nicht krank werden. "Da schaut man, ob die Kinder Antikörper entwickeln, ob die reagieren auf den Impfstoff und wie stark sie reagieren", sagt Plachter.

Warum rät der Dt. Ethikrat dazu, Schüler und Studierende beim Impfen zu priorisieren?
Schüler und Studierende sollten bei der Corona-Impfung priorisiert werden, bevor die Impfpriorisierung gänzlich aufgehoben wird, sagt Ethikrats-Mitglied Wolfram Henn. Durch die medizinisch begründeten Priorisierungen sei man jetzt weitgehend durch und brauche eine sozial begründete Priorisierung. Es sei laut Henn an der Zeit, nun die Bevölkerungsgruppen in den Blick zu nehmen, die in ihren Lebenschancen durch die Beschränkungen am stärksten beeinträchtigt seien. Kinder und Jugendliche müssten durch die Corona-Beschränkungen die größten Langzeitschäden in ihrer Lebensperspektive hinnehmen.

br.de/…/corona-gibt-es-bald-impfungen-fuer-kinder,SWSAimR
Elista
#nichtmeinaerztetag - Keine Massenimpfungen an Kindern gegen COVID-19
Zuletzt aktualisiert: 11. Mai 2021
Ein Aufruf an ärztliche Kolleginnen und Kollegen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Deutsche Ärztetag hat in diesem Jahr einen in unseren Augen erschreckenden Beschluss gefasst:

"Das Recht auf Bildung mit Kita- und Schulbesuch kann im Winter 2021/2022 nur mit einer rechtzeitigen COVID-…More
#nichtmeinaerztetag - Keine Massenimpfungen an Kindern gegen COVID-19
Zuletzt aktualisiert: 11. Mai 2021
Ein Aufruf an ärztliche Kolleginnen und Kollegen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Deutsche Ärztetag hat in diesem Jahr einen in unseren Augen erschreckenden Beschluss gefasst:

"Das Recht auf Bildung mit Kita- und Schulbesuch kann im Winter 2021/2022 nur mit einer rechtzeitigen COVID-19-Impfung gesichert werden.
Ohne rechtzeitige Impfung, insbesondere auch für jüngere Kinder, führt ein erneuter Lockdown für diese Altersgruppe zu weiteren gravierenden negativen Folgen für die kindliche psychische Entwicklung.
Die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe erlangen Familien mit Kindern nur mit geimpften Kindern zurück."
(Beschlussprotokoll S. 31/32)

individuelle-impfentscheidung.de/nichtmeinaerztetag.html
De Profundis
gennen
Elista
Danke @gennen
gennen
So oft wie möglich weiterleiten.
Elista
Habe es schon weitergeleitet
✒✒✒
Heilwasser
Diese Impfungen für Kinder sind ja wohl das Allerletzte. Wenn jetzt die Eltern nicht aufstehen!!!
Elista
Momentan gibt es noch keine Corona-Impfungen für Kinder unter 16-Jahren. Für Kinder ab zwölf Jahre haben die Firmen Biontech und Pfizer in den USA aber für ihren Impfstoff bereits eine Notfallzulassung beantragt. Vorläufige Studienergebnissen zeigen einen Schutz von 100 Prozent. In Kürze soll die Zulassung des Biontech-Impfstoffs auch in der EU beantragt werden, für Kinder von zwölf bis fünfzehn…More
Momentan gibt es noch keine Corona-Impfungen für Kinder unter 16-Jahren. Für Kinder ab zwölf Jahre haben die Firmen Biontech und Pfizer in den USA aber für ihren Impfstoff bereits eine Notfallzulassung beantragt. Vorläufige Studienergebnissen zeigen einen Schutz von 100 Prozent. In Kürze soll die Zulassung des Biontech-Impfstoffs auch in der EU beantragt werden, für Kinder von zwölf bis fünfzehn Jahren. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gibt an, dass der Impfstoff "wenn nichts Ungewöhnliches passiert" in den Sommerferien eingesetzt werden könnte.
De Profundis
Warum sollen Kinder eine Impfung benötigen, wo sie durch Covid-19 nicht gefährdet sind?
Elista
Tja, wegen der Herdenimmunität, um ihre Eltern und Großeltern zu schützen, um wieder Freiheiten erlangen zu können... 😬
Kreidfeuer
Weil diese Bevölkerungsgruppe halt auch noch das ein oder andere Milliardchen in die Kasse spült + wegen dem Kollateralnutzen, dass man wissenschaftliche Erkenntnise darüber sammeln kann, wie dieses Gebräu aus der Giftküche auf die Kleinen wirkt.

Sie müssen das mit den Augen eines Jägers sehen, der Wild erlegen will. Was ist seine Hauptbeschäftigung? analysieren und abwarten.

@Elista: richtig, …More
Weil diese Bevölkerungsgruppe halt auch noch das ein oder andere Milliardchen in die Kasse spült + wegen dem Kollateralnutzen, dass man wissenschaftliche Erkenntnise darüber sammeln kann, wie dieses Gebräu aus der Giftküche auf die Kleinen wirkt.

Sie müssen das mit den Augen eines Jägers sehen, der Wild erlegen will. Was ist seine Hauptbeschäftigung? analysieren und abwarten.

@Elista: richtig, aber doch kurzsichtig gedacht.
Elista
@Kreidfeuer
Ich bin sicher nicht für diese Impfung, und schon gar nicht für die Kinder 😡 😭
Kreidfeuer
@Elista Habe ich auch nicht behauptet bzw. war es nicht meine Absicht Ihnen sowas zu unterstellen.