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M.RAPHAEL
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Die heutige Religion der Gottlosigkeit

Wenn Hw. Hesse ausführt, dass der NOM schon vor dem Vat.2 Konzil grundgelegt wurde, dann wird man ihm wahrscheinlich nicht widersprechen können. Rom hat die Autorität verloren, weil die Durchsetzung der Tradition nicht mehr möglich war. Wenn Krebs Metastasen ausbildet, dann wird irgendwann eine Operation nicht mehr sinnvoll sein. Ähnliches gilt für Rost. Ein umfassender Rostbefall kann nicht mehr repariert werden. Ein geschlossenes Loch hier erzeugt ein offenes Loch dort.

Im 20. Jahrhundert war der Szientismus/Naturalismus bei den meisten Menschen angekommen. Der überirdische Glaube konnte keine objektive Realität mehr beanspruchen, weil er dem empirischen Verifikationsprinzip der Wissenschaftlichen Weltanschauung nicht entsprechen konnte. Damit wurde Religion zu einem weiteren subjektiven Konsumprodukt im Leben der Menschen, ausgewählt nach Kriterien des Vorteils und des Wohlgefühls. Mit Nietzsche war der objektive Gott tot. Die Vorstellung, sich von Gott fremdbestimmen zu lassen, wurde völlig unverständlich. Jetzt musste Gott dem menschlichen Berechnen dienen.

Wichtig ist und das wird leider meist vergessen, die Ebene dieser Veränderungen unterliegt nicht der menschlichen Vernunft. Sie ist das Produkt einer überindividuellen Wandlung im Weltgeist, der die Hintergrundgeschichte und Weltdeutung einer Kultur ausmacht. Es hat keinen Sinn, Gehorsam gegenüber der Tradition einzuklagen, wenn die Menschen diese als nicht mehr real erleben. Ihre „Wahrheit“ ist das, was „irgendwie“ alle zusammen für wahr halten, ein wenig wie der Wert des Geldes. Es handelt sich um ein umfassendes überindividuelles Zusammenspiel, ein gemeinsamer Flug von Starren. Gott ist heute davon ausgeschlossen. Wenn man Religion als dieses überindividuelle Überzeugtsein in Bezug auf die objektive Faktenrealität ansieht, dann gehören in der Moderne das Übernatürliche, das Wunder und die Transzendenz einfach nicht mehr dazu. Auch Gott oder der Teufel als Person werden gnadenlos selbst von manchen GTV Usern geleugnet. Vor allem haben sie kein schlechtes Gewissen. Sie glauben ja an den derzeitigen Weltgeist. Das gibt ihnen das unbezweifelbare Gefühl, im Recht zu sein. Die Frommen sind dann nur noch verrückte Spinner.

Wenn man versucht, mit traditionellen Argumenten an die individuelle Vernunft zu appellieren, muss man scheitern, weil diese über die überindividuelle Wahrheitsauffassung nicht entscheidet. Der heutige Mensch ist davon überzeugt, dass er ein intelligentes Tier ist, das die Evolution hervorgebracht hat, in einem Universum, das als eine naturgesetzliche Maschine verstanden wird. Reden über Gott sind subjektive Fiktion. Sie sollten das Leben erleichtern und zur Selbstverwirklichung beitragen, sonst werden sie als Spinnerei abgetan. Es hat kein Sinn mehr mit diesen Menschen zu diskutieren oder zu versuchen, sie zu evangelisieren. Sie wissen es immer besser. Sie kennen die „Wahrheit“ und die wird durch die Wissenschaften verkündet.

In diesem Sinn hat sich die Kirche auf ihren sicht- und messbaren Aspekt zurückgezogen, auf die brüderliche und caritative Gemeinschaft. Es blieb ihr nur ihre horizontale Dimension als objektive Realität. Das hat sie im Vat.2 Konzil und im NOM festgeschrieben. Gerne erinnert sie sich an früher und benutzt deshalb die traditionellen Vorstellungen. Aber das ist nur noch sentimental oder um die „Ewiggestrigen“ noch im Griff zu haben. Sie braucht den alten Geist um den Machtanspruch nicht zu verlieren. Pius XII hat nichts tun können. Es gab schon viel zu viele Löcher im Schiff. Es musste untergehen.

Das ist so. Warum schreibe ich nach wie vor auf GloriaTV? Ist das nicht hoffnungslos? NEIN. Die moderne Gottlosigkeit ist eine nicht bewiesene und nicht beweisbare metaphysische Denke, die eben nicht mit der Wahrheit übereinstimmt. Es gibt keinen Beweis dafür, dass es den unsichtbaren und übernatürlichen Gott nicht gibt. Die Wissenschaftliche Weltanschauung ist eine Lüge. Sie ist nicht wahr. Letztendlich kann sie die menschliche Existenz nicht erklären.

Viele tausend Jahre haben alle Menschen geglaubt, die Erde sei eine Scheibe. Es war trotzdem falsch. Der Weltgeist kann sich irren. ER IST NICHT DIE WAHRHEIT. Hegel hatte nicht recht.

Wir frommen Katholiken haben uns geöffnet, als Gott angeklopft hat. Wir haben geantwortet. Er will mit uns Hochzeit feiern. Wir folgen Ihm im Rahmen Seiner Braut, der Heiligen Katholischen Kirche. Jeder, der sich dem Heiligen Geist ebenfalls öffnet, wird die Wahrheit finden. Er wird sich uns anschließen. Genauso können wir diejenigen Menschen nicht daran hindern, in die Hölle zu gehen, wenn sie sich dem Ruf Gottes aus Gründen menschlicher Schlauheit für immer verschlossen haben. Wir müssen nicht verzweifeln. So ist die Freiheit. So ist die Liebe.
provivoe
Luther hat damit angefangen, und dann der unzüchtige König Henri VIII, der die eine Frau nach der Anderen heiratete und ermordete, um wieder eine Neue zu heiraten. Nun ist fast die ganze katholische Kirche mit der Neuen Messe total PROTESTANTISIERT!
Katholik25
Das spielen mit der Neuen Messe hat schon in den 20ern Jahren begonnen. Und zwar in Österreich. Da hat ein Pater angefangen die Messgebete zu übersetzten und zum Volk hin zelebriert.