M.RAPHAEL
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Die Natur in der Welt und im Reich Gottes

Mk 11,13-14: „Da sah er von weitem einen Feigenbaum mit Blättern und ging hin, um nach Früchten zu suchen. Aber er fand an dem Baum nichts als Blätter; denn es war nicht die Zeit der Feigenernte. Da sagte er zu ihm: In Ewigkeit soll niemand mehr eine Frucht von dir essen. Und seine Jünger hörten es.“

Für das moderne ökologische Bewusstsein wird dies wohl eine der schwierigsten Stellen im Evangelium sein. Der Herr verflucht einen Baum wegen Fruchtlosigkeit, obwohl dieser entsprechend der Regeln der Natur gar keine Früchte tragen konnte.

Die Natur dieser Welt ist nicht die Natur vor Gott. Man denke an die Askese. Ist sie nicht die Verneinung des menschlichen Körpergefühls? Mein männliches Körpergefühl gemäß der Natur dieser Welt drängt mich zur Eroberung und Unterjochung, vor allem der Frau. Jeder „richtige“ Mann will möglichst viele davon vor seine Flinte bekommen. Sie warten nur darauf. Man betrachte nur mal das Tierreich. Was machen denn die männlichen Tiere? Sind sie voller Respekt und Würde gegenüber dem Schwachen? Was für das männliche Körpergefühl gilt, ist entsprechend modifiziert vom weiblichen Körpergefühl aussagbar, welches ich in dem Artikel Die Feminisierung der Welt beschrieben habe.

Die Natur dieser Welt ist eine wilde und vernichtende Natur, in der es keinerlei Respekt für niemanden gibt, weder für Löwenmännchen, noch Gorillas, Männer oder Frauen. Schwache müssen unterdrückt und vernichtet werden, das verlangt die Natur. Durch Krampfhaftes Gender wird noch der letzte entrechtet und umgepolt. Das ist selbst Natur, weil es nur Natur gibt. Der Mensch ist nichts anderes als ein intelligentes Tier im alltäglichen Kampf ums Überleben. Deshalb wird sie verflucht. Durch die Sünde, dem unerlaubten Griff nach dem Schwachen, ist sie gefallen. Sie ist das Reich aller Gefallenen.

Als fromme Katholiken in der Wahrheit Gottes wissen wir, dass die Natur durch unseren Herrn erlöst ist. Jetzt ist sie wunderschön und heilig. Sie ist die Natur im Reiche Gottes. Wir können mit Werken in der Natur unserem Herrn gefallen oder eben auch missfallen. Unsere Mutter hat das in La Salette eindrücklich beschrieben. Wir lieben die Natur, den Geruch der Pflanzen, wir füttern die Vögel und erfreuen uns an ihrem Gesang. Als Brüder und Schwestern sind wir für einander da. Wir spielen auf der grünen Wiese des Herrn, während er lächelnd zuschaut. Immer sind wir vor seinem Angesicht, vor seiner Herrlichkeit. Welch wunderbares Licht!

Welche Frau ist stärker als unsere Mutter? Was ist mächtiger, als „Fiat“ zu sagen? Welche Frau kann sich mit unseren Kirchenlehrerinnen vergleichen? Stärke und Würde kann man sich nicht nehmen. Genau dieser Griff ist absolut verboten. Sie kommen von der ungeschuldeten Liebe Gottes und das unendlich mal mehr, als wir uns das je vorstellen können.

Das widernatürliche Schweigen vor dem Tabernakel, die widernatürlichen evangelischen Räte und vor allem die Verherrlichung des Kreuzes sind ein Skandal für diese Welt und sie hasst uns dafür. Getrennt von Gott kann sie die Wahrheit nicht verstehen. Sie ist die Lüge selbst, das Reich des Herrn der Welt.
michael7
Auch die Natur ist ursprünglich gut von Gott erschaffen. Allerdings hat Gott nach dem Sündenfall eine gewisse Unordnung und Bedrohlichkeit nicht nur in der Natur des Menschen, sondern in der Natur generell, zugelassen. Das Leben hier auf Erden entbehrt so in vielerlei Hinsicht der ursprünglichen Vollkommenheit, ist von Leid und Tod geprägt. Dadurch soll offenbar werden, dass ein Leben ohne die …More
Auch die Natur ist ursprünglich gut von Gott erschaffen. Allerdings hat Gott nach dem Sündenfall eine gewisse Unordnung und Bedrohlichkeit nicht nur in der Natur des Menschen, sondern in der Natur generell, zugelassen. Das Leben hier auf Erden entbehrt so in vielerlei Hinsicht der ursprünglichen Vollkommenheit, ist von Leid und Tod geprägt. Dadurch soll offenbar werden, dass ein Leben ohne die Liebe Gottes nicht aus sich möglich oder sinnvoll ist. Selbst diese Strafe soll uns umkehren und nach der ursprünglichen Liebe Gottes suchen lassen.
Ich glaube deshalb, dass die Askese nicht eine blinde "Verneinung des Körpergefühls" bedeutet, weil auch alles Leibliche nach christlichem Glauben von Gott gut erschaffen ist und einen tieferen Sinn hat, dessen sittliche Entfaltung uns als Aufgabe anvertraut ist! So wird man im Sinne Jesu, der ja für uns selbst Mensch geworden ist - und zwar nicht um die gottgeschaffene Menschlichkeit zu leugnen, sondern das Menschsein zur sittlichen Vollkommenheit zu führen! - Askese eher die Veredelung von Leib und Seele des Menschen verstehen, die uns wie die ganze Natur ja nicht nur als belanglose Gabe, sondern immer auch als Aufgabe anvertraut sind!
Der Mensch soll so an Leib und Seele eben gute und keine verdorbenen Früchte bringen lernen (mit Gottes Hilfe und durch die Gnade des Heiligen Geistes, an dem wir durch die Erlösung Christi wieder Anteil haben!)!
Durch die Gnade können wir mit Hilfe Gottes das Negativ-Bedrohliche in der Natur, das ja äußerlich immer noch besteht ("durch die ganze Schöpfung zieht sich ein Seufzen" und sie harrt auf die Erlösung, vgl. Röm. 8,22f.) zu unserer Vervollkommnung nutzen.
Wir werden und sollen als Jünger Christi die Natur nicht wie viele Heiden als nur Böse (im Sinn eines dualistischen Widerspruchs, in dem Gott letztlich nur mehr der Schöpfer des Geistes, nicht aber der ganzen Natur gilt) wahrnehmen, sondern sie als Geschöpf Gottes durch die Gnade vervollkommnen lernen!
🤗 😇
M.RAPHAEL
@Klaus Elmar Müller Ich bin kein Kind der Welt und verteidige sie deshalb auch nicht, im Gegenteil. Das ich deshalb abgelehnt werde, ist eine folgerichtige Bestätigung. Es gibt keinen Kompromiss. Genau der ist die größte Gefahr für die Heilige Kirche.
Klaus Elmar Müller
Widerspruch. 1. "Jeder richtige Mann" respektiert die Frau, will die Zuneigung der Einen, und keinesfalls "möglichst viele vor die Flinte". 2. Hinsichtlich des Tierreiches vertreten Sie, sehr geehrter @M.RAPHAEL, den irrigen und düsteren Darwinismus. In Wahrheit aber lässt der satte Löwe die Antilope gemächlich vorbeispazieren, und die Füchse sind keineswegs darauf aus, alle Hasen zu vernichten.…More
Widerspruch. 1. "Jeder richtige Mann" respektiert die Frau, will die Zuneigung der Einen, und keinesfalls "möglichst viele vor die Flinte". 2. Hinsichtlich des Tierreiches vertreten Sie, sehr geehrter @M.RAPHAEL, den irrigen und düsteren Darwinismus. In Wahrheit aber lässt der satte Löwe die Antilope gemächlich vorbeispazieren, und die Füchse sind keineswegs darauf aus, alle Hasen zu vernichten. Es gibt im Tierreich Fürsorge, Sympathie und Gemeinschaft. 3. Auch Ihr Bild vom Menschen ist nur abschätzig.