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Hl. Willigis - Bischof von Mainz - Gedenktag: 23. Februar. BistumMainz am 22. Februar 2011. Am 23. Februar 2011 jährt sich der Todestag des Heiligen Willigis zum 1000. Mal Hl. Willigis - 23. Februar …More
Hl. Willigis - Bischof von Mainz - Gedenktag: 23. Februar.

BistumMainz am 22. Februar 2011. Am 23. Februar 2011 jährt sich der Todestag des Heiligen Willigis zum 1000. Mal
Hl. Willigis - 23. Februar - Erzbischof von Mainz * in Niedersachsen
† 23. Februar 1011 in Mainz in Rheinland-Pfalz
Willigis stammte aus Sachsen. Er wurde Kaplan am Hof des deutschen Kaisers Otto I., 971 Reichskanzler und im Jahr 975 unter Otto II. Erzbischof von Mainz. Papst Benedikt VII. verlieh ihm den Titel eines päpstlichen Vikars, vergleichbar mit der Funktion eines Erzbischofs als den anderen Bischöfen bis hin nach Prag übergeordnet, ausdrücklich mit dem Recht ausgestattet, Könige zu weihen und Synoden einzuberufen. Damit war die Spitzenstellung der Bischöfe von Mainz im Frankenreich gesichert. Sein Ehrentitel "Vater des Kaisers und des Reiches" signalisiert seine Stellung.
983 salbte Willigis Otto III. in Mainz zum König, nachdem er in der Krise um die Nachfolge Ottos II. sich nachdrücklich - auch gegen Ottos Großmutter Adelheid - für die Rechte des Thronfolgers eingesetzt hatte. 996 führte er Gregor V., den ersten deutschen Papst, in Rom in sein Amt ein, 1002 krönte er Heinrich II. zum König.
Durch Ottos III. gute und direkte Verbindungen zum Papst wurde Willigis' Einfluss in der Zeit der Päpste Gregor V. und Silvester II. allerdings gering. Im Streit mit Bernward von Hildesheim um das Stift Gandersheim gelang es ihm nicht, seine Interessen durchzusetzen. Von der Krönung Ottos III. zum König in Aachen wurde er 997 sogar ausgeschlossen. Der Gründung des Bistums Bamberg auf seinem Territorium musste er 1007 zustimmen.
Wirtschaftliches Wohlergehen und politische Stablilität waren ihm Voraussetzungen für eine religiös funktionierende Kirche. Willigis errichtete das Stift St. Stephan in Mainz und weitere Stifte, dazu die Domschule in Mainz. Er war Bauherr des Mainzer Martins-Doms - veranlasst wohl durch seinen Ausschluss von den Krönungsfeiern 997 -, der am Tag seiner Weihe 1009 allerdings abbrannte.
Willigis wurde in der Mainzer Stephanskirche bestattet. Schon bald nach seinem Tod wurde er als Heiliger verehrt, im 12. Jahrhundert erhielt er ein eigenes Messformular. Als er im 17. Jahrhundert ins Proprium von Mainz aufgenommen wurde, gab es allerdings heftige Auseinandersetzungen darüber mit der Ritenkongregation in Rom. Er ist Patron der Wagner, weil er Sohn eines Wagners gewesen sein soll. Aus Stolz auf diese einfache Herkunft habe er das Wagenrad, das heute noch im Wappen von Rheinland-Pfalz zu sehen ist, zu seinem Wappenzeichen gemacht.

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