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marthe2010
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Pakistan: Elfjährigem Mädchen droht lebenslange Haft wg. angeblicher Blasphemie

Quelle: www.kirche-in-not.de/…/08-21-pakistan-…
22.08.2012
Mädchen droht lebenslange Haft
Elfjähriges Kind wegen Blasphemie-Verdachts festgenommen

In der Nähe der pakistanischen Hauptstadt Islamabad ist ein elfjähriges christliches Mädchen wegen angeblicher Schändung des Korans festgenommen worden. Nach dem im Land geltenden Blasphemie-Gesetz ist dafür eine lebenslange Haft vorgesehen, für eine Schmähung des Propheten Mohammed droht sogar die Todesstrafe.
Die Nachrichtenlage über den aktuellen Fall ist schwierig, denn Fakten sind von Gerüchten nur schwer zu unterscheiden. Fest steht, dass nach Bekanntwerden der angeblichen Schändung eine aufgebrachte Menge die Familie des Kindes und die christliche Minderheit in dem Dorf Mehrabadi bedroht hat. Daraufhin seien viele geflohen. Das Kind und dessen Eltern wurden festgenommen – möglicherweise nicht nur wegen des angeblichen Verbrechens, sondern auch zum Schutz vor aufgebrachten Muslimen.
Der pakistanische Präsident Asif Ali Zardari hat den Innenminister des Landes aufgefordert, dem aktuellen Fall nachzugehen. Er betonte, dass das Leben und das Eigentum der Christen geschützt werden müssten. “Wir werden keinen Missbrauch des Blasphemiegesetzes zulassen und wollen sichergehen, dass es nicht wegen persönlicher Bereicherung angewandt wurde”, zitiert ihn der Nachrichtendienst Asianews.

Die Berichte zum Fall sind unterschiedlich, Zeugenaussagen widersprüchlich: Ein Mann habe gesehen, wie das Mädchen, das angeblich unter dem Down-Syndrom leidet, mit einem Beutel aus dem Haus gekommen sei, in dem sich verbrannte Papierfetzen mit arabischen Schriftzeichen befanden. Ein örtlicher Mullah dagegen behauptet, dass ein Mädchen die Elfjährige auf frischer Tat ertappt habe und daraufhin zur Moschee gelaufen sei.
Laut Asianews handelt es sich nicht direkt um Korantexte, sondern um zehn Seiten eines Büchleins, mit dem gewöhnlich Grundkenntnisse des Arabischen und des Koran vermittelt werden. Diese verkohlten Papierfetzen soll das Kind angeblich in einer Plastiktüte zum Müll gebracht haben.
Mittlerweile gibt es Meldungen, dass sich die Lage in dem pakistanischen Dorf wieder beruhigt habe. Andere Quellen behaupten, dass ein führendes Mitglied der muslimischen Gemeinde vor Ort gesagt habe, dass die dort lebenden Christen bis 1. September ihre Habseligkeiten gepackt haben sollen.

In einem Gespräch mit dem britischen Sender BBC sagte der christliche Sonderberater des pakistanischen Premierministers in Fragen der Nationalen Eintracht, Paul Bhatti, dass es unwahrscheinlich sei, dass das Kind absichtlich den Koran geschändet habe. Die Menschen hätten sogar damit gedroht, die Häuser der Christen anzuzünden.
Das Blasphemie-Gesetz hat in den verangenen Jahren zu mehr Willkür gegen Christen, Hindus und auch gegen Muslime geführt. Die Rechtsunsicherheit im Land wächst im gleichen Maße wie die Intoleranz und der Fanatismus.
Wer sich für eine Änderung oder gar Lockerung des Blasphemie-Gesetzes einsetzt, wird bedroht oder getötet. Prominenteste Opfer sind der Minister für religiöse Minderheiten, Schahbaz Bhatti, und der Gouverneur der Provinz Punjab, Salman Taseer, die beide im Jahr 2011 bei Anschlägen getötet wurden.
In Pakistan leben etwa 2,2 Millionen Christen, davon sind 1,2 Millionen katholisch. Immer wieder kommt es zu Angriffen auf die christliche Minderheit. Oftmals wird das Blasphemie-Gesetz auch dazu missbraucht, um Rache zu üben oder Rivalen zu schaden. KIRCHE IN NOT macht immer wieder auf die schwierige Situation der Christen in Pakistan aufmerksam und hilft den Glaubensgeschwistern vor Ort.
marthe2010
Update von Zenit.org
07.09.2012
Permalink: www.zenit.org/article-25437
PAKISTAN: RIMSHA IST FREI

Der Fall ebnet den Weg für eine Revision des Blasphemie-Paragraphen

ROM, 7. September 2012 (ZENIT.org). - Der pakistanische Richter Muhammad Azam Khan hat heute Morgen die Freilassung von Rimsha Masih gegen Kaution veranlasst, berichtet der Fidesdienst. Das christliche Mädchen war festgenommen …More
Update von Zenit.org
07.09.2012
Permalink: www.zenit.org/article-25437
PAKISTAN: RIMSHA IST FREI

Der Fall ebnet den Weg für eine Revision des Blasphemie-Paragraphen

ROM, 7. September 2012 (ZENIT.org). - Der pakistanische Richter Muhammad Azam Khan hat heute Morgen die Freilassung von Rimsha Masih gegen Kaution veranlasst, berichtet der Fidesdienst. Das christliche Mädchen war festgenommen worden, weil es angeblich Koranseiten verbrannt haben soll. Die Kaution für die Freilassung beträgt 500.000 Rupie, umgerechnet etwa 4.500 Euro. Dem Antrag auf Freilassung wurde stattgegeben, da die Beweise als unzureichend waren, um eine Haftverlängerung für die Minderjährige mit einer geistigen Behinderung zu veranlassen. Das richterliche Urteil war zunächst für 15.00 Uhr – nach Ende des Freitagsgebets – angekündigt worden, erging nun aber überraschender Weise früher.
„Das Urteil zugunsten des Mädchens ist unter verschiedenen Gesichtspunkten positiv“, so Prof. Mobeen Shahid, der als Dozent für islamische Philosophie und Religion an der Päpstlichen Lateranuniversität unterrichtet. Seiner Ansicht nach wurde „erstmals öffentlich hervorgehoben, dass der Blasphemie-Paragraph durch falsche Vorwürfe manipuliert werden kann. Dies wird die bereits geführte Diskussion im Hinblick auf eine mögliche Änderung der Bestimmungen zur Anwendung des Gesetzes voranbringen“. Shahid erklärt, welche Punkte Gegenstand einer solchen Änderung sein könnten: „Vor einer Anzeige wegen Blasphemie stattgegeben wird, sollten sorgfältige Ermittlungen stattfinden. Und Ankläger sollten isloliert werden, damit sie unter den Menschen keinen Hass schüren können, so lange bis es keine Beweise für die Gültigkeit der Anklage gibt. Sollten sich die Vorwürfe als falsch erweisen – und dies fordern auch Ulema – dann sollten die Ankläger bestraft werden“.
„Der Fall Rimsha“, so Pfarrer Inayat Bernard von der Zeitschrift „The Christian View“ in Lahore, „ist Anstoß für eine Revision der Bestimmungen zur Anwendung des Blasphemieparagraphen, zu dessen Opfer in der Vergangenheit sowohl religiöse Minderheiten als auch Muslime gehörten, da es immer wieder zu Missbrauch kam. Das neue Bewusstsein, das durch den Fall Rimsha in der Öffentlichkeit entstanden ist, ist ein Fortschritt und eine Gelegenheit, die unbedingt genutzt werden muss, damit in der pakistanischen Gesellschaft der Respekt der Menschenwürde und der Menschenrechte gewährleistet wird. Als Christen hoffen wir, dass Institutionen, Politiker und Religionsgemeinschaften angesichts dieser jüngsten Entwicklungen sich darüber einig werden, dass eine gemeinsame Absicht zur Verhinderung der Instrumentalisierung der Religion in Pakistan bestehen sollte.“
marthe2010
Update:

2012-09-01

ASIEN/PAKISTAN - Hinter dem Fall Rimsha verbirgt sich wahrscheinlich die so genannte „Land-Mafia“
Lahore (Fidesdienst) – „Die Vorwürfe, die gegen Rimsha Masih erhoben werden, sind vollkommen falsch, der Fall ist konstruiert: dahinter verbirgt sich wahrscheinlich die so genannte Landmafia. Dabei handelt es sich um skrupellose Kriminelle, die sich des Ackerlandes der Christen …More
Update:

2012-09-01

ASIEN/PAKISTAN - Hinter dem Fall Rimsha verbirgt sich wahrscheinlich die so genannte „Land-Mafia“
Lahore (Fidesdienst) – „Die Vorwürfe, die gegen Rimsha Masih erhoben werden, sind vollkommen falsch, der Fall ist konstruiert: dahinter verbirgt sich wahrscheinlich die so genannte Landmafia. Dabei handelt es sich um skrupellose Kriminelle, die sich des Ackerlandes der Christen bemächtigen und sie aus Mehrabadi, einem Vorort von Islambad, vertreiben wollen, wo auch die Familie von Rimsha lebt. Dazu haben sie diesen Fall konstruiert: das wehrlose Mädchen ist ein Opfer“, so P. Francis Nadeem (Ofm Cap), der den „Nationalen Rat für interreligiösen Dialog“ in Lahore leitet, zum Fidesdienst. Der Franzskanerpater ist aufgrund seiner Tätigkeit auch mit zahlreichen Vertretern der muslimischen Glaubensgemeinschaft in Kontakt, die diesen Verdacht äußern. Der Fall Rimsha ist damit ein weiteres Beispiel dafür, dass der Blasphemieparagraph manipuliert wird um unschuldige Menschen zu treffen.
Nach Ansicht des Ordensmanns „hätte die Polizei eine Anklage gegen Rimhsa gar nicht erst annehmen dürfen, da es sich um eine Minderjährige handelt, für die, wie auch muslimische Religionsvertreter betonten (vgl. Fidesdienst vom 30/08/2012), auch nach islamischem Gesetz eine andere Behandlung vorgesehen ist. Zusammen mit P. James Channan (op) vom „Peace Center“ der Dominikaner in Lahore wird P. Nadeem morgen in Lahore ein Gebetstreffen leiten, zu dem viele Gläubige erwartet werden, „darunter auch viele Kinder, die wir zum Gebet für Rimsha einladen“. Die Teilnehmer des Gebetstreffens werden für die baldige Freilassung des unschuldigen Mädchens beten. „Wenn es in Pakistan Frieden geben soll“, so der Franziskanerpater abschließend, „darf es keine weiteren Fälle dieser Art geben". (PA) (Fidesdienst 01/09/2012)
Latina
es gibt soviel schlimmes auf der welt! 🙏
marthe2010
Update:
» 08/25/2012 14:01
PAKISTAN - INDIA

Free Rimsha Masih, the 11-year-old disabled girl arrested for blasphemy, Indian leader says
by Nirmala Carvalho
Sajan George, president of the Global Council of Indian Christians (GCIC), appeals to the international community and Pakistan's high commissioner to India. The girl could get life in prison. The GCIC wants her family to be protected and all …More
Update:
» 08/25/2012 14:01
PAKISTAN - INDIA

Free Rimsha Masih, the 11-year-old disabled girl arrested for blasphemy, Indian leader says
by Nirmala Carvalho
Sajan George, president of the Global Council of Indian Christians (GCIC), appeals to the international community and Pakistan's high commissioner to India. The girl could get life in prison. The GCIC wants her family to be protected and all blasphemy laws used to discriminate against Pakistan's religious minorities abolished.

Mumbai (AsiaNews) - Sajan George, president of Global Council of Indian Christians (GCI) has appealed for the immediate release of Rimsha Masih and for the protection of her family. He has also called for the repeal of Pakistan's blasphemy laws, once and for all. For the past week, the 11-year-old Christian girl, who suffers from a mental disability, has been locked up in a jail on blasphemy charges and could get life in prison. She is accused of burning the pages of an exercise book used to learn Arabic and the Qur'an.
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Tina 13
heftig.

Herr erbarme Dich. 🙏
loveshalom
Herr Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes, habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt! 🙏