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P. Franz Schmidberger - Die allerheiligste Dreifaltigkeit

Vortrag gehalten am 24. Juni 2020 in Zaitzkofen.
Maximilian Schmitt
Ein weiterer Kritikpunkt, in diesem sonst gelungen Vortrag ist seine Darstellung der byzantinischen Dreifaltigkeitsikone, bzw. nimmt er sie als Aufhänger für seine Darlegungen. Zum einen zeigt diese Ikone nicht die Dreifaltigkeit, sondern die drei Trinitätsengel, welche durch ihre Gemeinschaft die Dreifaltigkeit nachbilden, zum anderen bin ich mit folgendem nicht einverstanden:

Wenn davon die …More
Ein weiterer Kritikpunkt, in diesem sonst gelungen Vortrag ist seine Darstellung der byzantinischen Dreifaltigkeitsikone, bzw. nimmt er sie als Aufhänger für seine Darlegungen. Zum einen zeigt diese Ikone nicht die Dreifaltigkeit, sondern die drei Trinitätsengel, welche durch ihre Gemeinschaft die Dreifaltigkeit nachbilden, zum anderen bin ich mit folgendem nicht einverstanden:

Wenn davon die Rede ist, daß Gott Gemeinschaft sei, so kann man doch nicht im Ernst behaupten, daß zwischen den göttlichen Personen ein reger Austausch stattfände. Warum ist das so? Es ist so, weil die drei göttlichen Personen bereits der Austausch sind! Alle drei Personen der Dreifaltigkeit sind innergöttliche Relationen und Beziehungen zwischen ihnen können nicht sein, denn es gibt in Gott keine Akzidentien. Mit dieser etwas unbedachten Ausdrucksweise gerät P. Schmidberger in die Nähe eines Hans-Urs von Balthasar und auch eines Prof. Menke, der sich ja seinem Panegyrikus auf Walter Kasper anheischig machte, in eine ähnliche Kerbe zu hauen. Es sind die heute üblichen Allgemeinplätze des theologischen "Leerbetriebs". Während zwischen Geschöpfen es Beziehungen, also Relationen gibt, die immer akzidentell sind, kennt die innergöttliche Wirklichkeit das nicht. Relationen sind in Gott substantiell und damit identisch mit der Wesenheit Gottes! Die göttlichen Personen sind damit nicht Verwirklichungen der göttlichen Natur, so wie unsere Personen als Träger und Suppositum der Menschennatur ihre Realisierung in einem Übergang von Potenz zu Akt sind, sondern es gibt zwischen den göttlichen Personen und ihrer Wesenheit nur einen virtuellen Unterschied. Ein realer Unterschied in Gott kann nur hinsichtlich der Relationen bestehen.

Die Frage ist also, ob P. Schmidberger hier einfach nur so ins Unreine gesprochen hat, oder ob er immer noch unter einem gewissen Einfluß seines idealistischen Lehrers Prof. Lauth steht.
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Maximilian Schmitt
Meine Kritik an der sonst sehr guten Darstellung: Dogmatik Diekamp, Band 1, S.273. Es geht um Schmidbergers Anspruch, daß nur ein mehrpersönlicher Gott, ein Gott der Liebe sein kann:

In Vervollständigung des Textes der Seitenkopie:

kann man darauf einen sicheren Beweis für die Ewigkeit, Substantialität und Persönlichkeit der Hervorgehenden aufbauen. So hat wohl auch der hl. Thomas 1 q. 32 a.1 …More
Meine Kritik an der sonst sehr guten Darstellung: Dogmatik Diekamp, Band 1, S.273. Es geht um Schmidbergers Anspruch, daß nur ein mehrpersönlicher Gott, ein Gott der Liebe sein kann:

In Vervollständigung des Textes der Seitenkopie:

kann man darauf einen sicheren Beweis für die Ewigkeit, Substantialität und Persönlichkeit der Hervorgehenden aufbauen. So hat wohl auch der hl. Thomas 1 q. 32 a.1 ad 2 den Anspruch Richards, einen zwingenden Beweis führen zu können, aufgefaßt.