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Stellungnahme zum Motu Proprio "Traditionis Custodes". Von Raymond Leo Kardinal Burke

22. Juli 2021

Viele Gläubige - Laien, Geweihte und Konsekrierte - haben mir gegenüber die tiefe Betroffenheit zum Ausdruck gebracht, die das Motu Proprio "Traditionis Custodes" bei ihnen ausgelöst hat. Jene, die dem Usus Antiquior, wie Papst Benedikt XVI. die Außerordentliche Form des Römischen Ritus genannt hat, anhängen, sind zutiefst entmutigt durch die disziplinarische Härte, die das Motu Proprio auferlegt, und beleidigt durch die Sprache, die es verwendet, um sie, ihre Haltungen und ihr Verhalten zu beschreiben. Als ein Gläubiger, der auch eine intensive Bindung zum Usus Antiquior hat, teile ich voll und ganz ihre Gefühle der tiefen Trauer.

Als Bischof der Kirche und als Kardinal, der in Gemeinschaft mit dem Papst steht und eine besondere Verantwortung hat, ihm in seiner Seelsorge und in der Leitung der Weltkirche beizustehen, möchte ich dazu die folgenden Bemerkungen machen

1. Einleitend ist zu fragen, warum der lateinische oder offizielle Text des Motu Proprio noch nicht veröffentlicht wurde. Soweit ich weiß, hat der Heilige Stuhl den Text in italienischer und englischer Fassung und danach in deutscher und spanischer Übersetzung promulgiert. Da die englische Fassung als Übersetzung bezeichnet wird, muss man davon ausgehen, dass der Originaltext in italienischer Sprache vorliegt. Sollte dies der Fall sein, gibt es in der englischen Fassung Übersetzungen von wichtigen Teilen, die nicht mit der italienischen Fassung übereinstimmen. In Artikel 1 wird das wichtige italienische Adjektiv "unica" mit "einzigartig" statt mit "einzig" ins Englische übersetzt. In Artikel 4 wird das wichtige italienische Verb "devono" mit "sollte" statt mit "muss" ins Englische übersetzt.

2. Zunächst ist es wichtig, in dieser und den beiden folgenden Bemerkungen (Nr. 3 und 4) das Wesentliche des Inhalts des Motu Proprio festzuhalten. Aus der Härte des Dokuments ist ersichtlich, dass Papst Franziskus das Motu Proprio publiziert hat, um etwas anzusprechen, was er als ein schweres Übel wahrnimmt, das die Einheit der Kirche bedroht, nämlich den Usus Antiquior. Laut dem Heiligen Vater treffen jene, die nach diesem Brauch praktizieren, eine Wahl, die "die Kirche und ihre Institutionen im Namen dessen, was 'wahre Kirche' genannt wird, ablehnt", eine Wahl, die "der Gemeinschaft widerspricht und die spaltende Tendenz nährt ..., gegen die der Apostel Paulus so energisch reagiert hat."

3. Offensichtlich hält Papst Franziskus das Übel für so groß, dass er sofort gehandelt hat, ohne die Bischöfe im Voraus zu informieren und nicht einmal die übliche vacatio legis vorzusehen, eine Zeitspanne zwischen der Verkündung eines Gesetzes und seinem Inkrafttreten. Die vacatio legis gibt den Gläubigen und vor allem den Bischöfen Zeit, die neue Gesetzgebung bezüglich der Verehrung Gottes, dem wichtigsten Aspekt ihres Lebens in der Kirche, im Hinblick auf ihre Umsetzung zu studieren. Die Gesetzgebung enthält nämlich viele Elemente, die hinsichtlich ihrer Anwendung studiert werden müssen.

4. Darüber hinaus legt die Gesetzgebung dem Usus Antiquior Beschränkungen auf, die seine letztendliche Abschaffung signalisieren, z. B. das Verbot der Nutzung einer Pfarrkirche für den Gottesdienst nach dem Usus Antiquior und die Festlegung bestimmter Tage für einen solchen Gottesdienst. In seinem Brief an die Bischöfe der Welt nennt Papst Franziskus zwei Prinzipien, die die Bischöfe bei der Umsetzung des Motu Proprio leiten sollen. Das erste Prinzip ist, "für das Wohl jener zu sorgen, die in der früheren Form der Feier verwurzelt sind und zu gegebener Zeit zum römischen Ritus zurückkehren müssen, der von den Heiligen Paul VI. und Johannes Paul II. verkündet wurde." Der zweite Grundsatz ist, "die Errichtung neuer Personalpfarreien einzustellen, die mehr an den Wunsch und die Wünsche einzelner Priester gebunden sind als an das wirkliche Bedürfnis des 'heiligen Gottesvolkes'."

5. Anscheinend zielt die Gesetzgebung auf die Korrektur einer Fehlentwicklung ab, die in erster Linie auf den "Wunsch und die Wünsche" bestimmter Priester zurückzuführen ist. Diesbezüglich muss ich feststellen, vor allem im Hinblick auf meinen Dienst als Diözesanbischof, dass es nicht die Priester waren, die aufgrund ihrer Wünsche die Gläubigen dazu drängten, die Außerordentliche Form zu verlangen. Ich werde den vielen Priestern immer zutiefst dankbar sein, die ungeachtet ihrer ohnehin schon schweren Verpflichtungen großzügig den Gläubigen dienten, die legitimerweise um den Usus Antiquior baten. Die beiden Prinzipien können nicht umhin, frommen Gläubigen, die eine tiefe Wertschätzung und Verbundenheit mit der Begegnung mit Christus durch die Außerordentliche Form des Römischen Ritus haben, mitzuteilen, dass sie unter einer Verirrung leiden, die eine Zeit lang toleriert werden kann, aber letztlich ausgerottet werden muss.

6. Woher kommt das strenge und revolutionäre Vorgehen des Heiligen Vaters? Das Motu Proprio und der Brief geben zwei Quellen an: erstens "die Wünsche des Episkopats" durch "eine ausführliche Konsultation der Bischöfe", die von der Kongregation für die Glaubenslehre im Jahr 2020 durchgeführt wurde, und zweitens "die Meinung der Kongregation für die Glaubenslehre." Bezüglich der Antworten auf die "detaillierte Konsultation" oder den "Fragebogen", der den Bischöfen zugesandt wurde, schreibt Papst Franziskus an die Bischöfe: "Die Antworten offenbaren eine Situation, die mich beunruhigt und traurig macht und mich von der Notwendigkeit eines Eingreifens überzeugt."

7. Ist im Blick auf die Quellen anzunehmen, dass die Situation, die den Papst beunruhigt und traurig macht, in der Kirche allgemein existiert oder nur an bestimmten Orten? In Anbetracht der Bedeutung, die der "ausführlichen Konsultation" oder dem "Fragebogen" beigemessen wird, und der Schwere der Materie, die sie behandelt, scheint es unerlässlich, dass die Ergebnisse der Konsultation veröffentlicht werden, zusammen mit dem Hinweis auf ihren wissenschaftlichen Charakter. Ebenso hätte die Kongregation für die Glaubenslehre, wenn sie der Meinung wäre, dass eine solche revolutionäre Maßnahme ergriffen werden muss, anscheinend eine Instruktion oder ein ähnliches Dokument vorbereitet, um sich damit zu befassen.

8. Die Kongregation erfreut sich des Fachwissens und der langjährigen Erfahrung bestimmter Mitarbeiter - zunächst in der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei und dann in der Vierten Sektion der Kongregation -, die mit der Behandlung von Fragen bezüglich des Usus Antiquior beauftragt wurden. Man muss sich fragen, ob die "Meinung der Glaubenskongregation" die Befragung jener widerspiegelt, die über die größte Kenntnis der Gläubigen verfügen, die sich dem Usus Antiquior widmen?

9. Bezüglich des wahrgenommenen großen Übels, das der Usus Antiquior darstellt, habe ich eine breite Erfahrung über viele Jahre und an vielen verschiedenen Orten mit den Gläubigen, die regelmäßig Gott gemäß des Usus Antiquior verehren. In aller Ehrlichkeit muss ich sagen, dass diese Gläubigen in keiner Weise "die Kirche und ihre Institutionen im Namen dessen, was man die 'wahre Kirche' nennt, ablehnen." Ich habe auch nicht festgestellt, dass sie nicht in Gemeinschaft mit der Kirche stehen oder innerhalb der Kirche spalterisch sind. Im Gegenteil, sie lieben den römischen Papst, ihre Bischöfe und Priester, und wenn andere die Entscheidung zum Schisma getroffen haben, wollten sie immer in voller Gemeinschaft mit der Kirche bleiben, treu zum römischen Papst, oft um den Preis großen Leids. Sie sind in keiner Weise einer schismatischen oder sedevakantistischen Ideologie zuzurechnen.

10. Im Begleitschreiben zum Motu Proprio heißt es, dass der Usus Antiquior von Papst Johannes Paul II. erlaubt und später von Papst Benedikt XVI. geregelt wurde mit dem Wunsch, "die Heilung des Schismas mit der Bewegung von Mons. Lefebvre". Die angesprochene Bewegung ist die Piusbruderschaft. Während beide Päpste die Heilung des fraglichen Schismas wünschten, wie es alle guten Katholiken tun sollten, wünschten sie auch, den Usus Antiquior für jene, die in der vollen Gemeinschaft der Kirche blieben und nicht schismatisch wurden, aufrechtzuerhalten. Papst Johannes Paul II. zeigte auf verschiedene wichtige Weisen pastorale Nächstenliebe gegenüber den gläubigen Katholiken, die dem Usus Antiquior anhingen, indem er zum Beispiel das Indult für den Usus Antiquior gewährte, aber auch die Petrusbruderschaft gründete, eine Gesellschaft des apostolischen Lebens für Priester, die dem Usus Antiquior anhängt. In dem Buch "Letzte Gespräche" antwortete Papst Benedikt XVI. auf die Behauptung "Die Wiederzulassung der tridentinischen Messe wird oft vor allem als Zugeständnis an die Piusbruderschaft interpretiert" mit diesen klaren und starken Worten: "Das ist einfach absolut falsch! Für mich war es wichtig, dass die Kirche innerlich eins ist mit sich selbst, mit ihrer eigenen Vergangenheit; dass das, was ihr früher heilig war, jetzt nicht irgendwie falsch ist" (S. 201-202). In der Tat haben viele, die gegenwärtig den Wunsch haben, den Usus Antiquior zu besuchen, keine Erfahrung und vielleicht auch kein Wissen über die Geschichte und die gegenwärtige Situation der Piusbruderschaft. Sie werden einfach von der Heiligkeit des Usus Antiquior angezogen.

11. Ja, es gibt Einzelne und sogar bestimmte Gruppen, die radikale Positionen vertreten, wie das auch in anderen Bereichen des kirchlichen Lebens der Fall ist, aber sie sind in keiner Weise charakteristisch für die größere und immer größer werdende Zahl von Gläubigen, die Gott nach dem Usus Antiquior anbeten wollen. Die Heilige Liturgie ist keine Angelegenheit der sogenannten "Kirchenpolitik", sondern die vollste und vollkommenste Begegnung mit Christus für uns in dieser Welt. Die betreffenden Gläubigen, unter denen sich zahlreiche junge Erwachsene und junge Ehepaare mit Kindern befinden, begegnen durch den Usus Antiquior Christus, der sie durch die Reform ihres Lebens und die Zusammenarbeit mit der göttlichen Gnade, die aus seinem durchbohrten Herzen in ihre Herzen fließt, immer näher zu sich zieht. Sie haben es nicht nötig, ein Urteil über jene zu fällen, die Gott nach dem Usus Recentior (dem neueren Gebrauch, wie Papst Benedikt XVI. die Ordentliche Form des Römischen Ritus nannte) verehren, der zuerst von Papst Paul VI. promulgiert wurde. Wie ein Priester, ein Mitglied eines Instituts des gottgeweihten Lebens, das diesen Gläubigen dient, zu mir bemerkte: Ich beichte regelmäßig bei einem Priester nach dem Usus Recentior und nehme zu besonderen Anlässen an der Heiligen Messe nach dem Usus Recentior teil. Er schloss daraus: Warum sollte mir jemand vorwerfen, ich würde ihre Gültigkeit nicht anerkennen?

12. Wenn es Situationen gibt, in denen eine Haltung oder Praxis der gesunden Lehre und Disziplin der Kirche widerspricht, verlangt die Gerechtigkeit, dass sie von den Hirten der Kirche, dem Papst und den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm, einzeln behandelt werden. Die Gerechtigkeit ist die minimale und unersetzliche Bedingung der Nächstenliebe. Der pastoralen Nächstenliebe kann nicht gedient werden, wenn die Erfordernisse der Gerechtigkeit nicht beachtet werden.

13. Ein schismatischer Geist oder ein tatsächliches Schisma sind immer ein schweres Übel, aber es gibt nichts an dem Usus Antiquior, das ein Schisma begünstigt. Für jene von uns, die den Usus Antiquior in der Vergangenheit kannten, so wie ich, handelt es sich um einen Akt der Anbetung, der von einer jahrhundertealten Güte, Wahrheit und Schönheit geprägt ist. Ich kannte seine Anziehungskraft von Kindesbeinen an und habe mich in der Tat sehr mit ihm verbunden. Da ich das Privileg hatte, unserem Pfarrer als Messdiener zu assistieren, seit ich zehn Jahre alt war, kann ich bezeugen, dass der Usus Antiquior eine wichtige Inspiration für meine priesterliche Berufung war. Für jene, die zum ersten Mal in den Usus Antiquior gekommen sind, hat deren Schönheit, besonders da sie das Handeln Christi, der sein Opfer auf Golgatha durch den Priester, der in seiner Person handelt, sakramental erneuert, zum Ausdruck bringt, sie näher zu Christus gezogen. Ich kenne viele Gläubige, für die die Erfahrung des Gottesdienstes nach dem Usus Antiquior eine starke Inspiration für ihre Bekehrung zum Glauben oder ihr Streben nach der vollen Gemeinschaft mit der katholischen Kirche war. Auch zahlreiche Priester, die zur Feier des Usus Antiquior zurückgekehrt sind oder diesen Ritus zum ersten Mal gelernt haben, haben mir gesagt, wie tief sie ihre priesterliche Spiritualität bereichert hat. Ganz zu schweigen von den Heiligen aller christlichen Jahrhunderte, für die der Usus Antiquior eine heroische Praxis der Tugenden genährt hat. Einige haben ihr Leben gegeben, um die Darbringung eben dieser Form der göttlichen Anbetung zu verteidigen.

14. Für mich und für andere, die so viele mächtige Gnaden durch die Teilnahme an der Heiligen Liturgie empfangen haben, ist es nach dem Usus Antiquior unvorstellbar, dass sie nun als etwas charakterisiert werden könnte, das der Einheit der Kirche und ihrem Leben selbst abträglich ist. In dieser Hinsicht ist es schwierig, den Sinn von Artikel 1 des Motu Proprio zu verstehen: "Die liturgischen Bücher, die vom heiligen Paul VI. und vom heiligen Johannes Paul II. in Übereinstimmung mit den Dekreten des Zweiten Vatikanischen Konzils promulgiert wurden, sind der einzige (unica, in der italienischen Fassung, die anscheinend der Originaltext ist) Ausdruck der lex orandi des Römischen Ritus." Der Usus Antiquior ist eine lebendige Form des Römischen Ritus und hat nie aufgehört, dies zu sein. Schon bei der Promulgation des Missale von Papst Paul VI. wurde in Anerkennung des großen Unterschieds zwischen dem Usus Recentior und dem Usus Antiquior die fortgesetzte Feier der Sakramente nach dem Usus Antiquior für bestimmte Klöster und Konvente und auch für bestimmte Einzelpersonen und Gruppen erlaubt. Papst Benedikt XVI. hat in seinem Brief an die Bischöfe der Welt, der das Motu Proprio "Summorum Pontificum" begleitete, klargestellt, dass das Römische Missale, das vor dem Missale Papst Pauls VI. in Gebrauch war, "nie rechtlich aufgehoben und daher im Prinzip immer erlaubt war."

15. Aber kann der Papst den Usus Antiquior rechtlich außer Kraft setzen? Die Fülle der Macht (plenitudo potestatis) des Papstes ist die Macht, die notwendig ist, um die Lehre und Disziplin der Kirche zu verteidigen und zu fördern. Es ist nicht die "absolute Macht", die die Macht einschließen würde, die Lehre zu ändern oder eine liturgische Disziplin auszurotten, die in der Kirche seit der Zeit Papst Gregors des Großen und sogar noch früher lebendig ist. Die richtige Interpretation von Artikel 1 kann nicht die Leugnung sein, dass der Usus Antiquior ein immer lebendiger Ausdruck der lex orandi des Römischen Ritus" ist. Unser Herr, der das wunderbare Geschenk des Usus Antiquior gemacht hat, wird nicht zulassen, dass es aus dem Leben der Kirche getilgt wird.

16. Es muß daran erinnert werden, daß aus theologischer Sicht jede gültige Feier eines Sakramentes, gerade weil es ein Sakrament ist, jenseits jeder kirchlichen Gesetzgebung auch eine gottesdienstliche Handlung und damit auch ein Glaubensbekenntnis ist. In diesem Sinne ist es nicht möglich, das Römische Messbuch nach dem Usus Antiquior als gültigen Ausdruck der lex orandi und damit der lex credendi der Kirche auszuschließen. Es handelt sich um eine objektive Realität der göttlichen Gnade, die nicht durch einen bloßen Willensakt auch der höchsten kirchlichen Autorität geändert werden kann.

17. Papst Franziskus erklärt in seinem Brief an die Bischöfe: "In Beantwortung Ihrer Bitten fasse ich den festen Entschluss, alle Normen, Anweisungen, Erlaubnisse und Gebräuche, die dem vorliegenden Motu proprio vorausgehen, aufzuheben und zu erklären, dass die liturgischen Bücher, die von den heiligen Päpsten Paul VI. und Johannes Paul II. in Übereinstimmung mit den Dekreten des Zweiten Vatikanischen Konzils promulgiert wurden, den einzigen Ausdruck der lex orandio des römischen Ritus darstellen." Die fragliche totale Abrogation erfordert in gerechter Weise, dass jede einzelne Norm, Instruktion, Erlaubnis und Gewohnheit studiert wird, um zu überprüfen, ob sie "der Gemeinschaft widerspricht und die spaltende Tendenz nährt ..., gegen die der Apostel Paulus so energisch reagiert hat."

18. Hier ist zu beachten, dass die von Papst Pius V. durchgeführte Reform der heiligen Liturgie, die den Vorgaben des Konzils von Trient entsprach, ganz anders war als das, was nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil geschah. Papst Pius V. ordnete im Wesentlichen die Form des Römischen Ritus, wie sie schon seit Jahrhunderten bestanden hatte. Ebenso wurde in den Jahrhunderten seit dieser Zeit durch den Papst eine gewisse Ordnung des Römischen Ritus vorgenommen, aber die Form des Ritus blieb dieselbe. Was nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil geschah, stellte eine radikale Veränderung der Form des Römischen Ritus dar, mit der Abschaffung vieler Gebete, bedeutender ritueller Gesten, zum Beispiel der vielen Kniebeugungen und des häufigen Küssens des Altars, und anderer Elemente, die reich an Ausdruck der transzendenten Wirklichkeit - der Vereinigung von Himmel und Erde - sind, die die Heilige Liturgie ausmacht. Schon Papst Paul VI. beklagte die Situation auf besonders dramatische Weise in seiner Predigt zum Fest der Heiligen Petrus und Paulus im Jahr 1972. Papst Johannes Paul II. bemühte sich während seines gesamten Pontifikats und insbesondere in dessen letzten Jahren, schwere liturgische Missstände zu beseitigen. Beide Päpste, und auch Papst Benedikt XVI., bemühten sich, die Liturgiereform mit der tatsächlichen Lehre des Zweiten Vatikanischen Konzils in Einklang zu bringen, da sich die Befürworter und Vertreter des Missbrauchs auf den "Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils" beriefen, um sich zu rechtfertigen.

19. Artikel 6 des Motu Proprio überträgt die Zuständigkeit für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens, die sich dem Usus Antiquior widmen, an die Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens. Die Einhaltung des Usus Antiquior gehört zum Kern des Charismas dieser Institute und Gesellschaften. Die Kongregation ist zwar befugt, Fragen zum kanonischen Recht für solche Institute und Gesellschaften zu beantworten, aber sie ist nicht befugt, deren Charisma und Konstitutionen zu ändern, um die scheinbar gewünschte Abschaffung des Usus Antiquior in der Kirche zu beschleunigen.

Es gäbe noch viele andere Beobachtungen zu machen, aber diese scheinen die wichtigsten zu sein. Ich hoffe, dass sie für alle Gläubigen und insbesondere für die Gläubigen, die dem Usus Antiquior folgen, hilfreich sein mögen, um auf das Motu Proprio "Traditionis Custodes" und den begleitenden Brief an die Bischöfe zu reagieren. Die Härte dieser Dokumente erzeugt natürlich eine tiefe Verzweiflung und sogar ein Gefühl der Verwirrung und Verlassenheit. Ich bete, daß die Gläubigen nicht der Entmutigung nachgeben, sondern mit Hilfe der göttlichen Gnade in ihrer Liebe zur Kirche und zu ihren Hirten und in ihrer Liebe zur heiligen Liturgie beharren.

In dieser Hinsicht fordere ich die Gläubigen auf, inständig für Papst Franziskus, die Bischöfe und Priester zu beten. Zugleich soll gemäß can. 212, §3, "[a]ufgrund der Kenntnisse, der Kompetenz und des Ansehens, die sie besitzen, haben die Gläubigen das Recht und zuweilen sogar die Pflicht, den Hirten ihre Meinung über Angelegenheiten, die das Wohl der Kirche betreffen, kundzutun und ihre Meinung den übrigen christlichen Gläubigen mitzuteilen, ohne die Unversehrtheit des Glaubens und der Sitten zu beeinträchtigen, mit Ehrfurcht vor den Hirten und mit Rücksicht auf den gemeinsamen Vorteil und die Würde der Personen." Schließlich mögen sie in Dankbarkeit gegenüber Unserem Herrn für die Heilige Liturgie, dem größten Geschenk Seiner selbst an uns in der Kirche, weiterhin den alten und immer wieder neuen “älteren Usus" oder die Außerordentliche Form des Römischen Ritus bewahren und pflegen.

Raymond Leo Kardinal Burke
Rom, 22. Juli 2021
Fest der Heiligen Maria Magdalena, Büßerin
SvataHora
Der Kardinal (`?) redet hier immer von einem Papst: von welchem, wenn es keinen gibt! Bergoglio ist ein falscher Prophet. Und auf die "tridentinischen Messen" von Bergoglios und Bischofs Gnaden - zu dem Preis auch die neue "Messe" gleichwertig anzuerkennen - können wir getrost verzichten. Hinsichtlich der Gefahr, dass viele "Zelebranten" dieser Inszenierungen wohl nichtmal gültig geweiht sind, …More
Der Kardinal (`?) redet hier immer von einem Papst: von welchem, wenn es keinen gibt! Bergoglio ist ein falscher Prophet. Und auf die "tridentinischen Messen" von Bergoglios und Bischofs Gnaden - zu dem Preis auch die neue "Messe" gleichwertig anzuerkennen - können wir getrost verzichten. Hinsichtlich der Gefahr, dass viele "Zelebranten" dieser Inszenierungen wohl nichtmal gültig geweiht sind, laufen diese sondergenehmigten alten Messen (?) Gefahr eine absurde fromme Theateraufführung zu werden, die aber aufgrund ihrer Ungültigkeit genauso wirkungslos ist wie die neue "Messe"!
Klaus Elmar Müller
Das richtige Futter für Bergoglios Verdächtigungen! Hingegen: Zur Gültigkeit der hl. Wandlung genügen (nicht nach @SvataHora, aber) nach dem hl. Thomas von Aquin die vom Priester ausgesprochenen Worte "Das mein Leib", "Das mein Blut" in der allgemeinen Absicht, das zu tun, was die Kirche tut.
SvataHora
ja, richtig: vom PRIESTER ausgesprochen! Aber nicht jeder, der hinterm "Volksaltar" Vorsteher ist, ist auch wirklich Priester. Er kann sich nicht einfach vom Mahltisch von einer Mahlfeier wegdrehen und zum "ehem. Hochaltar" (wie es oft heißt) gehen und das hl. Messpfer darbringen. So einfach und nahtlos geht das alles nicht.
SvataHora
Die Petrusbruderschaft spricht übrigens in ihrer Stellungnahme zu Bergoglios Skandalpapier von einer großen Enttäuschung - dann wieder die alte Leier von "Prüfung, die es in Demut hinzunehmen gilt" und im selben Atemzug wieder die Loyalitätsbekundung an "Papst und Bischöfe". Seit ihrer Gründung leiert sie immer und immer wieder dieselben Phrasen herunter und lässt sich von "Papst und Bischöfen" …More
Die Petrusbruderschaft spricht übrigens in ihrer Stellungnahme zu Bergoglios Skandalpapier von einer großen Enttäuschung - dann wieder die alte Leier von "Prüfung, die es in Demut hinzunehmen gilt" und im selben Atemzug wieder die Loyalitätsbekundung an "Papst und Bischöfe". Seit ihrer Gründung leiert sie immer und immer wieder dieselben Phrasen herunter und lässt sich von "Papst und Bischöfen" weiterhin ganz gewaltig gängeln und verarschen! Papst und kirchliche Hierarchie verdienen nach katholischer Lehre unseren höchsten Respekt und unsere Loyalität - aber nicht, wenn sie uns diesen unverfäschten katholischen Glauben vorenthalten bzw. alte Begriffe mit neuen Inhalten füllen will!
Klaus Elmar Müller
Sprengkraft! Denn Kardinal Burke interpretiert das Dogma vom Jurisdiktionsprimat eng: Keine Willkürakte gegen die katholische Tradition sind dem Papst erlaubt! Und Eminenz Burke fordert die Gläubigen zum öffentlichen Protest auch gegenüber der Hierarchie auf (unter Berufung auf can. 212, § 3 CIC)
Josef aus Ebersberg
Seit wann ist es als Katholik statthaft zu einem öffentlichen Protest gegen den Heiligen Stuhl aufzurufen? Sie können doch kein Traditionalist sein und gleichzeitig die Einführung der Volksherrschaft in der Kirche fordern. Also, was jetzt?
Klaus Elmar Müller
Das ist statthaft dank Canon 212, § 3. Ersetzen Sie meinetwegen das Wort "Protest" mit "Widerspruch aufgrund des gottgegebenen Verstandes, der überlieferten Dogmen und des Gewissens". Das "Gewissen" ist übrigens keine Erfindung des 2. Vatikanums.
Josef aus Ebersberg
Canon 212
§ 3. Entsprechend ihrem Wissen, ihrer Zuständigkeit und ihrer hervorragenden Stellung haben sie (die Gläubigen) das Recht und bisweilen sogar die Pflicht, ihre Meinung in dem, was das Wohl der Kirche angeht, den geistlichen Hirten mitzuteilen und sie unter Wahrung der Unversehrtheit des Glaubens und der Sitten und der Ehrfurcht gegenüber den Hirten und unter Beachtung des allgemeinen …
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Canon 212
§ 3. Entsprechend ihrem Wissen, ihrer Zuständigkeit und ihrer hervorragenden Stellung haben sie (die Gläubigen) das Recht und bisweilen sogar die Pflicht, ihre Meinung in dem, was das Wohl der Kirche angeht, den geistlichen Hirten mitzuteilen und sie unter Wahrung der Unversehrtheit des Glaubens und der Sitten und der Ehrfurcht gegenüber den Hirten und unter Beachtung des allgemeinen Nutzens und der Würde der Personen den übrigen Gläubigen kundzutun.

Was ist denn das für eine wachsweiche Anspruchsgrundlage auf die Kardinal Burke seine Kritik stützt? Das ist Pillepalle ohne die geringsten Konsequenzen für den Heiligen Stuhl!
Klaus Elmar Müller
Danke für das Zitat! Aber "wachsweich" ist allenfalls das Drumherum der Kernaussage: Pflicht des Laien zur Meinungsäußerung gegenüber der Hierarchie. Da die Kirche keine Demokratie ist, haben diese Meinungsäußerungen keine unmittelbaren rechtlichen Folgen -insoweit haben Sie, @Josef aus Ebersberg , vordergründig Recht-, aber im innerkirchlichen Kampf hat es eben doch Konsequenzen, wenn die …More
Danke für das Zitat! Aber "wachsweich" ist allenfalls das Drumherum der Kernaussage: Pflicht des Laien zur Meinungsäußerung gegenüber der Hierarchie. Da die Kirche keine Demokratie ist, haben diese Meinungsäußerungen keine unmittelbaren rechtlichen Folgen -insoweit haben Sie, @Josef aus Ebersberg , vordergründig Recht-, aber im innerkirchlichen Kampf hat es eben doch Konsequenzen, wenn die Hierarchie merken muss, die Anhänglichkeit und Treue der Gläubigen zu verlieren.
Josef aus Ebersberg
Wenn sie, die kirchliche Hierarchie, kritikfähig wäre, hätten Sie recht. Wenn nicht, bleibt es ein frommer Wunsch.
Solimões
Das ganze (Canon 212) ist gut konziliares Geschwätz. Das entspricht den 300 Konkubinen des Salomon.
Der Papst ist an die Tradition gebunden - und zwar an das was die Tradition macht: den Heiligen Geist.
Auch Kardinal Burka ist ein Rechtspositivist.
Ottaviani
@Klaus Elmar Müller Warum glauben Sie immer noch die Erklärungen von Kardinal Burke hätten eine Wirkung ich erinnere an die Dubia und die Correctio Fraterna
Grade als Bischof hätte er die Pflicht etwas zu unternehmen, vorausgesetzt er meint was er sagt
Klaus Elmar Müller
@Josef aus Ebersberg Fromme Wünsche, mit Gebet umhüllt, gehen in Erfüllung!
Klaus Elmar Müller
@Solimoes: Wenn man mit Rechtspositivismus, also schon auf der unteren Ebene des Rechts, den Feind schlagen kann, dann umso besser, leichter, eleganter!
SvataHora
@Josef aus Ebersberg - Hier meldet sich Franzl aus Hinterwaldsbergen: Die Gläubigen haben sehr wohl das Recht von einem Papst und seinen Bischöfen das einzufordern, wozu sie eingesetzt sind: den wahren katholischen Glauben zu hüten und ihn unverfälscht weiterzugeben. Kommen ein Papst und seine Bischöfe diesem Auftrag nicht nach, dann sind sie falsche Hirten, denen die Herde keinerlei Gehorsam …More
@Josef aus Ebersberg - Hier meldet sich Franzl aus Hinterwaldsbergen: Die Gläubigen haben sehr wohl das Recht von einem Papst und seinen Bischöfen das einzufordern, wozu sie eingesetzt sind: den wahren katholischen Glauben zu hüten und ihn unverfälscht weiterzugeben. Kommen ein Papst und seine Bischöfe diesem Auftrag nicht nach, dann sind sie falsche Hirten, denen die Herde keinerlei Gehorsam schuldet. Es ist sogar die heilige Pflicht der Gläubigen gegen ein falsches Lehramt zu rebellieren!
Josef aus Ebersberg
Die Kirche ist kein englischer Debattierclub. Was Sie sich wünschen, @SvataHora ist gut und schön; für die katholische Hierarchie ist es noch nicht einmal von Belang, wenn Sie die Mehrheit der Katholiken hinter sich hätten! Sie können rebellieren, protestieren, auf die Barrikaden gehen, den Papst einen falschen Propheten nennen etc.. So kriegen Sie sogar Putin aus dem Amt gejagt, aber nicht …More
Die Kirche ist kein englischer Debattierclub. Was Sie sich wünschen, @SvataHora ist gut und schön; für die katholische Hierarchie ist es noch nicht einmal von Belang, wenn Sie die Mehrheit der Katholiken hinter sich hätten! Sie können rebellieren, protestieren, auf die Barrikaden gehen, den Papst einen falschen Propheten nennen etc.. So kriegen Sie sogar Putin aus dem Amt gejagt, aber nicht den Papst!
SvataHora
@Josef aus Ebersberg Wo kein Papst ist, kann man keinen aus dem Amt jagen. Aber ein falscher Prophet, der den Stuhl Petri beansprucht, könnte ganz einfach gestürzt werden!!
Josef aus Ebersberg
Dann besorgen Sie schon mal schwere Waffen im Darknet und starten einen Internet-Aufruf! 😉 😎
SvataHora
@Josef aus Ebersberg - Nein nicht so! Die vielen Männer im Vatikan könnten dem alten Greis einfach die Bude ausräumen und ihm sagen: wir gehorchen dir nicht mehr. Aber scheinbar scheint es den meisten Prälaten (?), die ihr Nest im Vatikan gefunden haben, doch recht gutzugehen. Überlebenstaktik: keine Fragen stellen und Maul halten. Wie eben in jeder Diktatur!
Solimões
Ich mag diese lange Predigt über den "usus antiquior" nicht lesen. Warum diese Liebedienerei?

Die Wortverwendung beweist, dass er vom Prädikat "Alt" nicht viel versteht.
Klaus Elmar Müller
Nicht lesen, aber kritisieren! Toll! Lesen Sie wenigstens meinen Kommentar: "Sprengkraft..."!
Solimões
@Klaus Elmar Müller @Josef aus Ebersberg
Das hat nur indirekt mit dem Jurisdiktionsprimat zu tun. Dieser betrifft die Bischofsbestellung und die hierarchischen Rekurse der Priester gegen ihre Bischöfe.

Aber der Jurisdiktionsprimat betrifft nicht dogmatische Wahrheiten und die damit zusammenhängende Liturgie. Das war die Todsünde von Paul VI.
catharina
Ein wohlabgewogener, kenntnisreicher, in feinem Ton abgefaßter Text. Kardinal Burke hat es nicht nötig, sogleich apokalyptisches Geschütz aufzufahren. Wer die Stellungnahme aufmerksam liest, wie sie es verdient, wird durch die Lektüre bereichert.
Klaus Elmar Müller
Und dennoch bestreitet Kardinal Burke klar das Recht des Papstes, die alte Messe zu verbieten, ja fordert die Gläubigen zu öffentlichem Widerspruch auf.
Gast6
Und wie reagiert Franziskus auf diese wohlabgewogenen Worte. Wird er wenigstens wie gefordert die Umfrage 2020 veröffentlichen wonach die Bischöfe ihn zum Handeln gedrängt hätten?
Prof. Dr. Kreuzmann
In dem Buch "Letzte Gespräche" antwortete Papst Benedikt XVI. auf die Behauptung "Die Wiederzulassung der tridentinischen Messe wird oft vor allem als Zugeständnis an die Piusbruderschaft interpretiert" mit diesen klaren und starken Worten: "Das ist einfach absolut falsch! Für mich war es wichtig, dass die Kirche innerlich eins ist mit sich selbst, mit ihrer eigenen Vergangenheit; dass das, was …More
In dem Buch "Letzte Gespräche" antwortete Papst Benedikt XVI. auf die Behauptung "Die Wiederzulassung der tridentinischen Messe wird oft vor allem als Zugeständnis an die Piusbruderschaft interpretiert" mit diesen klaren und starken Worten: "Das ist einfach absolut falsch! Für mich war es wichtig, dass die Kirche innerlich eins ist mit sich selbst, mit ihrer eigenen Vergangenheit; dass das, was ihr früher heilig war, jetzt nicht irgendwie falsch ist" (S. 201-202).

B. XVI ist offensichtlich ein Heuchler oder durch den eigenen Modernismus verblendet. Er selbst hat angegeben, dass die Priesterbruderschaft St. Pius X und die Konzilskirche verschiedene Doktrinen haben. Die FSSPX hält an der überlieferten Doktrin fest! Weshalb ist diese Doktrin B. XVI nicht heilig sondern falsch?
viatorem
"Weshalb ist diese Doktrin B. XVI nicht heilig sondern falsch?"

Das hat er doch gar nicht gesagt....also, mit dem Lesen und Verstehen hapert es scheinbar ein wenig Herr Professor 🤔 😇

Als falsch bezeichtet er es, dass die Wiederzulassung der tritinischen Messe , von einigen als ein Zugeständnis an die Piusbruderschaft verstanden wurde.
Prof. Dr. Kreuzmann
@viatorem

Es handelt sich um eine Aussage B.XVI vom 10. März 2009, die nicht in der Stellungnahme von Kard. Burke zitiert wird. Ich erwähne diese Aussage von B.XVI, weil diese o.g. zitierter widerspricht. Daher: Benedikt XVI widerspricht sich selbst!

Zitat: "Daß die Bruderschaft Pius’ X. keine kanonische Stellung in der Kirche hat, beruht nicht eigentlich auf disziplinären, sondern auf doktr…More
@viatorem

Es handelt sich um eine Aussage B.XVI vom 10. März 2009, die nicht in der Stellungnahme von Kard. Burke zitiert wird. Ich erwähne diese Aussage von B.XVI, weil diese o.g. zitierter widerspricht. Daher: Benedikt XVI widerspricht sich selbst!

Zitat: "Daß die Bruderschaft Pius’ X. keine kanonische Stellung in der Kirche hat, beruht nicht eigentlich auf disziplinären, sondern auf doktrinellen Gründen."
vatican.va/…/hf_ben-xvi_let_20090310_remissione-scomunica.html
Prof. Dr. Kreuzmann
"Laut dem Heiligen Vater [Jorge ist gemeint] treffen jene, die nach diesem Brauch praktizieren, eine Wahl, die "die Kirche und ihre Institutionen im Namen dessen, was 'wahre Kirche' genannt wird, ablehnt", eine Wahl, die "der Gemeinschaft widerspricht und die spaltende Tendenz nährt ..., gegen die der Apostel Paulus so energisch reagiert hat."

Die fünf klugen und die fünf törichten Jungfrauen …More
"Laut dem Heiligen Vater [Jorge ist gemeint] treffen jene, die nach diesem Brauch praktizieren, eine Wahl, die "die Kirche und ihre Institutionen im Namen dessen, was 'wahre Kirche' genannt wird, ablehnt", eine Wahl, die "der Gemeinschaft widerspricht und die spaltende Tendenz nährt ..., gegen die der Apostel Paulus so energisch reagiert hat."

Die fünf klugen und die fünf törichten Jungfrauen haben im Grunde ja auch nichts gemein! (vgl. Mt25) Was nichts gemein hat, kann nicht gespalten werden.
Solimões
nur hat der gute Papst F1 wohl eine oberflächliche Vorstellung vom Heiligen Geist, denn die 5 törichten Jungfrauen haben gerade DAS nicht mitgenommen, was sie vor Jesus ausgezeichnet hätte: die Gnade im äusserlichen Gefäss.
Und mit der Kassierung der Alten Messe verwirft man DIESE Gnade.
Gast6
Burke bezweifelt die Legitimität des neuen Motu Proprio:

"In diesem Sinne ist es nicht möglich, das Römische Messbuch nach dem Usus Antiquior als gültigen Ausdruck der lex orandi und damit der lex credendi der Kirche auszuschließen. Es handelt sich um eine objektive Realität der göttlichen Gnade, die nicht durch einen bloßen Willensakt auch der höchsten kirchlichen Autorität geändert werden …More
Burke bezweifelt die Legitimität des neuen Motu Proprio:

"In diesem Sinne ist es nicht möglich, das Römische Messbuch nach dem Usus Antiquior als gültigen Ausdruck der lex orandi und damit der lex credendi der Kirche auszuschließen. Es handelt sich um eine objektive Realität der göttlichen Gnade, die nicht durch einen bloßen Willensakt auch der höchsten kirchlichen Autorität geändert werden kann."
Klaus Elmar Müller
Das ist der wichtige Kernsatz, den Sie zitieren, und benennen die Schlussfolgerung: "Burke bezweifelt die Legitimität des neuen Motu proprio".
Solimões
@Klaus Elmar Müller
Genau das vermisse ich: warum sagt er das nicht am Anfang?

Kardinal Burka spricht wie der Kanon 212.
Lisi Sterndorfer
"Angesichts der Bedeutung, die der 'detaillierten Konsultation' oder dem 'Fragebogen' beigemessen wurde, und der Schwere der Angelegenheit, die sie behandelte", argumentiert Burke, "scheint es unerlässlich, dass die Ergebnisse der Konsultation öffentlich gemacht werden, zusammen mit dem Hinweis auf ihren wissenschaftlichen Charakter."
Hlodowech
Kardinal Burke erweist sich immer mehr als zahnloser Tiger.
Seidenspinner
So wie die Kirche verfasst ist, kann ein Kardinal schwer gegen den Papst aufstehen.
catharina
Besonnenheit ist nicht Zahnlosigkeit.
viatorem
Zitat: @Hlodowech

"Kardinal Burke erweist sich immer mehr als zahnloser Tiger."

Beißen kann jeder...nur wird damit nichts erreicht.
Klaus Elmar Müller
Die Zähne des Löwen Burke (Raymond LEO) haben das Motu proprio Bergoglios in Feinstaub zermalmt. Und das hat Sprengkraft! Denn Kardinal Burke interpretiert das Dogma vom Jurisdiktionsprimat eng: Keine Willkürakte gegen die katholische Tradition sind dem Papst erlaubt! Und Eminenz Burke fordert die Gläubigen zum öffentlichen Protest auch gegenüber der Hierarchie auf (unter Berufung auf can. 212, §…More
Die Zähne des Löwen Burke (Raymond LEO) haben das Motu proprio Bergoglios in Feinstaub zermalmt. Und das hat Sprengkraft! Denn Kardinal Burke interpretiert das Dogma vom Jurisdiktionsprimat eng: Keine Willkürakte gegen die katholische Tradition sind dem Papst erlaubt! Und Eminenz Burke fordert die Gläubigen zum öffentlichen Protest auch gegenüber der Hierarchie auf (unter Berufung auf can. 212, § 3 CIC)
Ottaviani
@Klaus Elmar Müller sagen Sie das mal den Gläubigen in der Diözese Innsbruck wo die Sonntagsmesse bereit eingestellt ist und die Petrusbruderschaft nicht mehr zelebrieren darf.
Die paar Indult Maxl protestieren
Warum sollte der Interpretation eines Kardinals der sich nach Ansicht des Papstes für führende Stellungen, als unfähig erwiesen hat Bedeutung zu kommen?
Warum unternimmt er mit den Kleri…More
@Klaus Elmar Müller sagen Sie das mal den Gläubigen in der Diözese Innsbruck wo die Sonntagsmesse bereit eingestellt ist und die Petrusbruderschaft nicht mehr zelebrieren darf.
Die paar Indult Maxl protestieren
Warum sollte der Interpretation eines Kardinals der sich nach Ansicht des Papstes für führende Stellungen, als unfähig erwiesen hat Bedeutung zu kommen?
Warum unternimmt er mit den Klerikern der ED Gemeinschaften, die dagegen etwas unternehmen wollen, wie Erzbischof Lefebvre aber da ist es dann halt doch zu schön Eminenz zu seinj
Hlodowech
"Du bist weder kalt noch warm. Wärest du doch kalt oder warm! Weil du aber lau bist und weder kalt noch warm, so will ich dich aus meinem Munde ausspeien. Du sagst: Ich bin reich, ich habe Überfluß und brauche nichts mehr. Und du weißt nicht, daß du elend und erbärmlich bist, arm, blind und bloß."