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k-tv im August

«Unsere Heimat aber ist im Himmel» (Phil 3,20)

Der für viele unerwartete Besuch von Papst emeritus Benedikt XVI. in seiner Heimat und bei seiner Familie hat ein starkes Zeichen gesetzt. In der Mitte seines privaten Aufenthalts in Regensburg standen das heilige Messopfer, das Gespräch mit seinem Bruder Dr. Georg Ratzinger, der Besuch am Grab seiner Eltern und seiner bereits verstorbenen Schwester und ihm vertrauten Orten. Wohl jeder und jede unter uns stellt sich persönlich insgeheim ebenfalls die Frage nach der Heimat und der eigenen Verwurzelung.

Das bedeutsame Wort des Völkermissionars Paulus im Brief an die Philipper (3,20): „Unsere Heimat aber ist im Himmel!“ lenkt unsere Aufmerksamkeit von dieser Welt auf den Himmel als den Ort unserer künftigen Glückseligkeit in der Gegenwart Gottes. Ebenso bedeutsam ist die Konzerthausrede von Papst Benedikt XVI. in Freiburg im Breisgau vom 25. September 2011, in der er von der „Entweltlichung“ der Kirche spricht. Die Heilige Familie selber hat das Schicksal der Vertreibung aus der Heimat ebenso wie viele Menschen in heutiger Zeit am eigenen Leib miterlebt. Das „Salve Regina“ spricht von „verbannten Kindern Evas“, die ihre Hoffnung nicht mehr auf die vergänglichen Güter dieser Welt legen, sondern vielmehr die bleibende Wirklichkeit des Geistes kraftvoll im Glauben an den Auferstandenen Herrn auch für sich selber und die ihnen anvertrauten Menschen anstreben. Im Monat August haben wir auch die Aufnahme Mariens in den Himmel und das Fest Maria Königin vor Augen. Jesus ruft die Seinen dorthin, wo Er mit Seinem himmlischen Vater ist, damit sie dort seien, wo Er ist. Er in ihnen und sie in Ihm. In der unermesslichen Liebe Gottes finden wir Geborgenheit, Trost und Stärke für die vielen Herausforderungen unserer Zeit. So bekennen wir freimütig, dass unsere Gottesmutter Maria mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen worden ist. Der Begriff der „Heimat“ ist unlösbar mit dem des „Ursprungs“, des „Daherkommens“, verbunden. Auch hier empfiehlt es sich, über die sichtbare Welt hinauszuschauen. In Jerusalem, was oftmals mit „Gott ist Friede!“ übersetzt wird, da wurde Jesus Christus ungerechter Weise zum Tode verurteilt und gekreuzigt. Unser Heiland aber hat Leid und Tod überwunden und beruft auch Seine Mutter und Seine Jünger zum Ewigen Leben in der Glückseligkeit Gottes, die alle menschlichen Vorstellungen in allem übertrifft. Weder unser irdisches Leben noch das in Marmor gefasste Grab eines Menschen vermögen ein Abbild unserer zukünftigen Heimat zu geben. Weder das Himmelsgewölbe noch die Vorstellungen vom Paradies vermögen der Hoffnung zu genügen, die Jesus Christus Seinen Jüngern im Hinblick auf das Leben in der Glückseligkeit Gottes ins Herz und in ihre Seele gelegt hat.

Liebe Freunde des K-TV,
mit Ihrer geistigen und materiellen Unterstützung erlauben Sie uns die wesentlichen Brennpunkte des Lebens anzusprechen und im Licht des Glaubens zu vermitteln. Dafür möchten wir Ihnen ganz herzlich danken. Die Freude am Glauben und die Verantwortung gegenüber der getreuen Überlieferung des katholischen Glaubens drängt uns dazu allen Menschen zuzurufen: Fürchtet euch nicht! Unsere Stärke ist die Freude am Herrn. Unsere Zuflucht ist die heiligste Dreifaltigkeit und unsere stärksten Fürbitter sind Maria die Himmelskönigin und die Gemeinschaft der Heiligen und der Engel.

In Dankbarkeit und mit den besten Segenswünschen mit Ihnen verbunden, grüsst Sie freundlich,
Ihr
Pfarrer Paul Schuler

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