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Heilwasser
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Der Wandel in Gott, die Tagesheiligung und ein Irrtum

Der Wandel in Gott, die Tagesheiligung
und ein Irrtum

II. Wandel in Gott
Gedanken und Akte in Augenblicken

[...]

Jesus: So höre denn: Wovon ich jetzt rede, ist das Vierte,
das du beobachten musst, falls du zu einem wirklichen
Wandel in Gott gelangen willst. Achte wohl darauf, denn
dieser Punkt wird oft fälschlich zur Hauptsache im täg-
lichen Umgang mit Gott gemacht; er enthält zwar etwas
überaus Kostbares für den Menschen, muss aber mit Klug-
heit in das tägliche Leben der Seele eingeordnet werden.
Manche Seelen nämlich glauben, dass ihre Gedanken so-
zusagen beständig sich mit Gott beschäftigen oder auf Ihn
gerichtet sein müssten: darin bestehe der wirkliche Wandel
in Gottes Gegenwart. Darin irren sie sich. Gott will vielmehr,
dass der Mensch die Gedanken der möglichst guten Verrich-
tung des Tagewerkes zuwende und sich mit allen Kräften
mit der Erfüllung seiner Berufspflicht beschäftige. So näm-
lich entsprichst auch du auf die rechte Art dem Willen des
himmlischen Vaters.

Seele: So ist nicht notwendig, dass ich außerhalb der
Gebetszeit an Gott denke?
Jesus: Nicht so darfst du mich verstehen; denn auch darin
wäre ein Irrtum verborgen. Darum merke dir gut: wer
immer sein Tagewerk mit Fleiß verrichtet, findet dennoch
ein oder das andere Mal Gelegenheit, die Seele auf Gott
hinzurichten, sei es mit einem Gedanken, sei es durch we-
nige Worte, etwa in einem Akt der Anbetung, durch eine
Anmutung der Hingabe, mit einer Bitte um den Segen,
oder auf eine andere ähnliche Weise.

Seele: Wie verlange ich danach, von Dir, o Jesus, Worte
des Gebetes zu hören!
Jesus: Es ist keineswegs notwendig, dass du Worte aus-
sprichst; da Gott vielmehr auf die Gesinnung sieht, ge-
nügen bloße Gedanken über den Verkehr mit Ihm. Manch-
mal ist es sogar besser, das Gemüt ohne äußere Worte
auf Gott hinzurichten; denn so macht die Seele weniger
Aufsehen, und zugleich läuft sie nicht in Gefahr, sich auf
ihre Frömmigkeit etwas einzubilden. Du weißt ja, wie
alles, was der Demut entgegensteht, von mir verschmäht
wird.

Seele: So sind mündliche Gebete während des Tagewerkes
dir nicht angenehm?
Jesus: Nicht so verstehe mich! Sehr verschieden sind die
Umstände, die Gelegenheiten, Ort und Zeit, ja, die Menschen
selber. Auch betrachte, wie eine Seele nicht bloß in äußeren
Worten oder durch bloße Regungen des Gemütes sich zu Gott
aufrichten kann, sondern auch in der Weise, dass sie jene
Worte nur denkt und so gleichsam in Gedanken zu Gott redet.
So hatte einst der heilige Lehrer Augustinus manchmal seine
Arbeit unterbrochen, um durch seine Gedanken die göttliche
Dreifaltigkeit anzubeten. Der Knabe Tarsitius aber trug seiner-
zeit mein Geheimnis, die heilige Eucharistie durch die Straßen
von Rom, indem er tief von einem einzigen Gefühl der Ehr-
furcht erfüllt war, ohne Worte auszusprechen oder auch nur
in Gedanken zu mir zu reden. Der fromme Einsiedler Antonius
schließlich pflegte die Arbeit seiner Hände mit öfteren heiligen
Worten zu begleiten.

Quelle: DDDr. Albert Drexel, Aszese und Mystik.

Tarzisius
Tarzisius war der Legende nach ein römischer Junge, der in der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts zur damals verfolgten christlichen Gemeinde in Rom gehörte und dem Priester in der Seelsorge half. Er ist der Schutzheilige der Ministranten.

Der Legende nach gehörte es zu seinen Aufgaben, Kranken die Kommunion nach Hause zu bringen. Eines Tages war er mit konsekrierten Hostien unter…More
Tarzisius
Tarzisius war der Legende nach ein römischer Junge, der in der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts zur damals verfolgten christlichen Gemeinde in Rom gehörte und dem Priester in der Seelsorge half. Er ist der Schutzheilige der Ministranten.

Der Legende nach gehörte es zu seinen Aufgaben, Kranken die Kommunion nach Hause zu bringen. Eines Tages war er mit konsekrierten Hostien unterwegs. Heidnische Jugendliche forderten ihn auf, zu zeigen, was er im Gewand bei sich trug. Er weigerte sich, die Horde wollte ihn zwingen und hat ihn am Ende totgeschlagen. Er wird als Märtyrer verehrt.

upload.wikimedia.org/…/Statue-Orsay-03…
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Ein Notfallhelfer, Patron der Ministranten.
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Es ist keineswegs notwendig, dass du Worte aus-
sprichst; da Gott vielmehr auf die Gesinnung sieht, ge-
nügen bloße Gedanken über den Verkehr mit Ihm.
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