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Deutsche Rüstungsgiganten versorgen Putins Kriegsmaschine

13.09.2022 15:32

Die deutschen Unternehmen Walter, Schunk und Kemmler arbeiten, trotz westlicher Sanktionen, weiterhin mit dem Regime von Wladimir Putin zusammen, schreibt das Informationsportal Euromaidan Press.

S-400 Triumf – rosyjski system rakietowy czwartej generacji typu ziemia-powietrze zdolny do przenoszenia broni atomowejShutterstock/ovbelov

Die deutschen Unternehmen Walter, Schunk und Kemmler arbeiten, trotz westlicher Sanktionen, weiterhin mit dem Regime von Wladimir Putin zusammen, schreibt in einem Beitrag für das Informationsportal Euromaidan Press der Mitarbeiter des Nationalen Antikorruptionsbüros der Ukraine und Experte des ukrainischen Rats für Wirtschaftssicherheit Anton Mykytiuk. Eine der wichtigsten Ursachen dafür, dass sich die russische Rüstungsindustrie die Fortsetzung der Produktion und die Reparatur von Militärausrüstung leisten könne, so der Autor, sei die Kooperation mit ausländischen Unternehmen, unter anderem auch mit drei deutschen Rüstungs-Giganten. So habe etwa das Metallurgie-Unternehmen Walter AG nach der russischen Invasion seine Aktivität in Russland nicht unterbrochen. “Walter AG ist ein langjähriger und wichtiger Lieferant von Komponenten für russische Rüstungsunternehmen. Die Firma hat in Russland viele aktive Vertretungen”, so Mykytiuk. Unter den russischen Kunden von Walter AG seien unter anderem Almaz-Antey, Rostec, Rosatom und Roskosmos, von denen die meisten auf den Sanktionslisten der EU und USA zu finden seien. Das deutsche Unternehmen setze auch den Service für seine Produkte in Russland fort.

Ähnlich wie Walter AG, habe auch Schunk seine Aktivität in Russland aufrechterhalten. Produkte von Schunk würden unter anderem an den Produzenten von Militärflugzeugen Suhoj und an die Mechanischen Betriebe in Uljanowsk verkauft, die wiederum die Luftabwehrsysteme Buk, Tunguska und Shilka produzieren. Auch diese “Kunden” würden sich auf den westlichen Sanktionslisten befinden.

Der dritte Konzern, der “Russland hilft, den Atomschirm zu erhalten”, sei Kemmler, ein Produzent von innovativen Komponenten für Drehbänke und Fräsen. Zu seinen Abnehmern würde unter anderem der Maschinenbaubetrieb Votkin gehören. Dort würden Topol-M Geschosse produziert, die das Fundament des russischen Atomschilds bilden würden. Aber auch die Kalaschnikow-Gruppe, die 90 Prozent der Schusswaffen in Russland herstelle, nutze Komponenten von Kemmler. Kemmler habe zwar keine Vertretung in Russland, sei aber durch ein ausgebautes Lieferantennetz auf dem russischen Markt präsent.

“Alle ausländischen Unternehmen, die Ausrüstung an Russland liefern oder diese warten, sollten eines verstehen. Die Unterstützung von außen und die importierten Komponenten ermöglichen es russischen Rüstungsfabriken, die Produktion und Wartung von Militärausrüstung fortzusetzen, die im Krieg gegen die Ukraine, ihre Städte und Einwohner genutzt werden”, so Mykytiuk. Dies bedeute auch, dass solche Lieferungen den Russen bei der Verübung von Kriegsverbrechen helfen. “Alle ausländischen Unternehmen müssen die Lieferung von Ausrüstung und Wartungsarbeiten für russische Unternehmen sofort beenden”, appelliert der Autor in Euromaidan Press.