elisabethvonthüringen
21 Märtyrer

„In diesen Tagen kann jeder Leser in Deutschland für 20 Euro im Buchhandel ein Wunder erwerben und sich davon stärken lassen... Das Wunder ist ein Buch. Es heißt ‚Die 21‘ und wurde verfasst von Martin Mosebach.“ Gastbeitrag von Paul Badde
Rom (kath.net/Die Tagespost) In diesen Tagen kann jeder Leser in Deutschland für 2...[mehr]More
21 Märtyrer

„In diesen Tagen kann jeder Leser in Deutschland für 20 Euro im Buchhandel ein Wunder erwerben und sich davon stärken lassen... Das Wunder ist ein Buch. Es heißt ‚Die 21‘ und wurde verfasst von Martin Mosebach.“ Gastbeitrag von Paul Badde
Rom (kath.net/Die Tagespost) In diesen Tagen kann jeder Leser in Deutschland für 2...[mehr]
a.t.m
Warum regen sie sich auf? Nach Meinung des neuen Papstes, die sie ja verteidigen, werden diese chaldäischen Katholiken und viele tausend andere Christen, ja von seinen Glaubensbrüdern abgeschlachtet.

Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen
elisabethvonthüringen
Und überall fließt das Blut...

Grausame Details aus Syrien: Bei der Einnahme von Maalula wurde drei Christen, die sich weigerten, den Glauben zu verleugnen, von islamistischen Gruppen ermordet. Schicksal der Schwestern, die entführt wurden, ist unklar
Damaskus (kath.net/Fidesdienst) – “Wir werden in diesem gesegneten Land bleiben, auch wenn es zum Martyrium führen wird. Dies war bereits für …More
Und überall fließt das Blut...

Grausame Details aus Syrien: Bei der Einnahme von Maalula wurde drei Christen, die sich weigerten, den Glauben zu verleugnen, von islamistischen Gruppen ermordet. Schicksal der Schwestern, die entführt wurden, ist unklar
Damaskus (kath.net/Fidesdienst) – “Wir werden in diesem gesegneten Land bleiben, auch wenn es zum Martyrium führen wird. Dies war bereits für einige unsere Gemeindemitglieder der Fall: in Maalula, mussten die drei Christen Michael Taalab, Antonios Taalab und Sarkis Zakhem sterben. Sie sind wahre Märtyrer, denn sie wurden ermordet, weil sie ihren Glauben nicht verleugnen wollten”. Dies teilte Gregorios III. Laham, melkitischer Patriarch von Antiochien und dem Ganzen Orient mit Sitz in Damaskus in einem Schreiben an den Fidesdienst am Dienstag mit. Das Operhaupt der mit der römisch-katholischen Kirche unierten griechisch-katholischen Glaubensgemeinschaft äußert seine Sorge über die erneute Belagerung des christlichen Dorfes Maalula durch islamistischen Gruppen, die dort bereits 12 Schwestern des orthodoxen Klosters der heiligen Tecla in Geiselhaft genommen haben.
elisabethvonthüringen
Erst Kritik, dann Entlassung. Alltag in Vietnam
1. März 2013
Ein Journalist verlor seinen Job, weil er in seinem Blog ein Politikeräußerung kritisierte. Ein Fall, der den Repressionsalltag in der Sozialistischen Republik Vietnam illustriert.
Wie das Deutschland Radio mitteilt, hatte der 29jährige Nguyen Dac Kien die Korruption im Lande angeprangert und damit auf eine Äußerung des Generalsekretä…More
Erst Kritik, dann Entlassung. Alltag in Vietnam
1. März 2013
Ein Journalist verlor seinen Job, weil er in seinem Blog ein Politikeräußerung kritisierte. Ein Fall, der den Repressionsalltag in der Sozialistischen Republik Vietnam illustriert.
Wie das Deutschland Radio mitteilt, hatte der 29jährige Nguyen Dac Kien die Korruption im Lande angeprangert und damit auf eine Äußerung des Generalsekretärs der Kommunistischen Partei, Nguyen Phy Trong, reagiert, der davon gesprochen hatte, er beobachte „moralische und ideologische Rückschritte“ – Rückschritte der Bevölkerung, versteht sich, einer Bevölkerung, die mit dem Mute der Verzweiflung immer offener politische Reformen einfordert.
Ein vietnamesischer Bekannter, der mich auch auf diesen neuerlichen Verstoß gegen die Menschenrechte aufmerksam machte, meinte, dass in Vietnam der Widerstand gegen die Diktatur von Tag zu Tag größer und stärker wird – trotz der Unterdrückung.
Wir dürfen das vietnamesische Volk nicht allein lassen, sondern sollten uns deutlich vernehmbar hinter die Forderung nach Freiheit, Demokratie und Achtung der Menschenrechte stellen.
(Josef Bordat)
elisabethvonthüringen
Alles halb so schlimm!
29. Januar 2013
Wenn die aktuelle Christenverfolgung, unter der etwa 100 Millionen Menschen leiden, mit unbestimmtem Artikel präsentiert wird und in spöttischer An- und Abführung erscheint (Zitat: In Warnungen vor einer „Christenverfolgung“ mischen sich auch fragwürdige Töne.), dann droht etwas, das hierzulande nicht mehr drohen sollte: die Verharmlosung eines globalen …More
Alles halb so schlimm!
29. Januar 2013
Wenn die aktuelle Christenverfolgung, unter der etwa 100 Millionen Menschen leiden, mit unbestimmtem Artikel präsentiert wird und in spöttischer An- und Abführung erscheint (Zitat: In Warnungen vor einer „Christenverfolgung“ mischen sich auch fragwürdige Töne.), dann droht etwas, das hierzulande nicht mehr drohen sollte: die Verharmlosung eines globalen Massenmordes, der in den letzten zwanzig Jahren hunderttausenden Menschen das Leben kostete, die Verbannung eines grausamen Gegenwartsphänomens in das Reich der Fabel. Ich weiß nicht, wo der Verfasser dieses Textes für gewöhnlich lebt und ob er dort Zugang zu modernen Medien hat, doch die Ignoranz gegenüber der Not von Christen im Nahen und Mittleren Osten, in Nordafrika, in Vietnam, in Nigeria, in Nordkorea und anderswo lässt nichts Gutes erahnen, zumal die Diktion des Textes ziemlich deutlich auf Verhöhnung und Verunglimpfung ausgerichtet ist; beispielsweise wird Bernhard Lichtenberg en passant als Geistlicher vorgestellt, der nicht etwa wegen seines Widerstands gegen das NS-Regime, sondern bloß wegen seiner Deportation „von seiner Kirche heute als ,Märtyrer’“ – Natürlich in An- und Abführung, denn wer soll diese Kirche ernst nehmen! – nicht etwa gefeiert, auch nicht verehrt, sondern „gehandelt“ wird. Doch zurück zur Gegenwart: Selten wurde eine Problematik derart unterschätzt wie in diesem Artikel die Christenverfolgung, die es offenbar gar nicht wirklich, sondern nur in der Fantasie von Fanatikern gibt. Daher: „Christenverfolgung“.
„Befremden“ löst beim Verfasser folgerichtig nur der koptische Bischof Damian aus, nicht die Tatsache, dass seine Glaubensgeschwister in der Heimat seit Jahrhunderten systematisch benachteiligt werden und nun weit Schlimmeres droht. „Hardliner“ sind in den Augen des Verfassers nicht die, die zum Gottesdienst versammelte Gemeinden in die Luft jagen, sondern engagierte Politiker wie Volker Kauder, die dagegen aufstehen. Und die Bundeskanzlerin, die es wagt, „die Gewalt gegen Christen im Nahen Osten“ als „,Christenverfolgung’“ zu bezeichnen und zu allem Überfluss auch noch die Frechheit besitzt, das Christentum „die am meisten verfolgte Religion der Welt“ zu nennen, wird mit Hinweis darauf zur Ordnung gerufen, dass „Menschenrechtsgruppen wie Amnesty und Human Rights Watsch[sic!]“ wissen, dass „auch andere Gruppen unterdrückt“ werden.
Klar: Auch andere „Gruppen“ werden unterdrückt. Schlimm genug! Nur: Es wird keine „Gruppe“ derzeit so stark unterdrückt wie die der Christen. Welche Religionsgemeinschaft soll es denn sein, die tagtäglich mehr Opfer zu beklagen hat? Welche Gotteshäuser werden denn öfter in die Luft gesprengt als christliche Kirchen?
Die Wahrheit ist: Christen haben einen sehr hohen Anteil an den Opfern religiös motivierter Gewalt, man findet Zahlen von 80 oder 90 oder gar „weit über 90“ Prozent (Thomas Schirrmacher). Der Soziologe Andreas Püttmann meinte 2008, dass „im Schnitt alle 3 Minuten irgendwo auf der Erde ein Christ aufgrund seines religiösen Bekenntnisses ermordet” wird. David B. Barrett vom Center for the Study of Global Christianity schätzt, dass es pro Jahr 100.000 christliche Märtyrer gibt. Brian J. Grim und Roger Finke kommen in ihrer Studie The Price of Freedom Denied (Cambridge) auf 130.000 bis 170.000 ermordete Christen. Der OSZE-Vertreter Massimo Introvigne meint, dass alle fünf Minuten ein Christ ermordet wird und im Jahr 2012 105.000 Christen wegen ihres Glaubens getötet wurden.
Die Wahrheit ist auch: Einige – darunter auch christliche – Kreise halten diese Zahlen für zu hoch gegriffen, sprechen lieber von „einigen tausend“ oder „einigen zehntausend“ Todesopfern jährlich, ohne jedoch eine überzeugendere Faktenlage vorweisen zu können. Doch selbst bei „einigen tausend“ Todesopfern jährlich besteht kein Grund zur Verharmlosung. Auch langjährige Gefängnisstrafen, Berufsausübungsverbote, Diskriminierung bei der Vergabe von Ämtern sowie die Einschränkung der Meinungsäußerungs- und der Religionsausübungsfreiheit sollten uns alarmieren.
Dass dieser Alarm in unangenehmer Art und Weise den medialen Diskurs über die Kirche unterbricht und dabei sogar die weithin unbestrittene These von der Täterrolle der Christenheit irritiert, sollte grundsätzlich nicht dazu führen, dass man die Augen vor den Nöten anderer Menschen verschließt, auch wenn diese christlichen Glaubens sind und sich für Christen einzusetzen keine Punkte bringt. Wer Artikel wie diesen schreibt, ruft jedoch dazu förmlich auf: die Augen zu verschließen.
Die Kommentare, die er erntet, weisen jedenfalls schon einmal in die gewohnte (und offenbar auch gewollte) Richtung: Die – wie wir lernten – angebliche Christenverfolgung (also: „Christenverfolgung“) ist – glaubt man einem der Kommentare – der wohlverdiente Lohn für den „Massenmord an Juden und Sinti/Roma“. Und: Christen in der islamisch geprägten Welt haben mitnichten Nachteile zu erleiden, sie – Achtung, festhalten! – „fürchten um ihre Privilegien“ und „vergießen“ (selbst bei den sonntäglichen Sprengstoffanschlägen) kein echtes Blut, sondern heuchlerische „Krokodilstränen“.
Jetzt wissen wir Bescheid.
(Josef Bordat)
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elisabethvonthüringen
Lage der Christen in Syrien wird immer verzweifelter

Aufruf zum Gebet wegen Gewalt, Entführungen, Nahrungs- und Brennstoffmangel.
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elisabethvonthüringen
Sanguis martyrum - Das Geiseldrama von Bagdad am Vorabend zu Allerheiligen 2010

Ein Gastbeitrag von Olaf Tannenberg.

Am Heiligen Abend des Jahres 2009 sagte der junge Pater Taher al-Qasboutros, ein Priester der syrisch-katholischen Kirche im Irak, in einem Interview gegenüber der FAZ: »Als Christen in der Nachfolge Christi haben wir immer Hoffnung, und diese Hoffnung geben wir unseren Kindern …More
Sanguis martyrum - Das Geiseldrama von Bagdad am Vorabend zu Allerheiligen 2010

Ein Gastbeitrag von Olaf Tannenberg.

Am Heiligen Abend des Jahres 2009 sagte der junge Pater Taher al-Qasboutros, ein Priester der syrisch-katholischen Kirche im Irak, in einem Interview gegenüber der FAZ: »Als Christen in der Nachfolge Christi haben wir immer Hoffnung, und diese Hoffnung geben wir unseren Kindern weiter. Hätten wir keine Hoffnung mehr, wie sollten sie die Kinder haben?« Vielleicht dachte er in diesem Augenblick an jene Kinder, die nach dem Besuch der Schule auf dem Gelände seiner Kirche an einer Grotte mit der Marienstatue stets kurz innehielten, bevor sie heimgingen. Vielleicht. Wir wissen es nicht. Und Pater Taher kann es uns nicht mehr sagen.

Denn kaum mehr als zehn Monate später, am 31. Oktober 2010, wurde Pater Taher in der Sayidat-al-Nejat-Kathedrale (Kathedrale Unserer Lieben Frau von der Erlösung) in Bagdad von Mitgliedern der Terrororganisation ›Islamischer Staat Irak‹, eines Ablegers der Al-Qaida, vor dem Altar erschossen. Wenige Augenblicke zuvor starb sein jüngerer Amtsbruder, Pater Wassim Sabih, durch die Kugel aus der Pistole eines der Terroristen. Er opferte sich. Er bot den Angreifern für die Leben seiner Gemeindemitglieder sein eigenes an und erlitt den Tod eines Märtyrers. Neben den beiden tapferen Priestern, die von ihrer Gemeinde als mutig und unerschrocken verehrt wurden, starben weitere 66 Menschen: 54 Christen, die friedlich die heilige Messe feierten, sieben Sicherheitskräfte und schließlich die fünf Terroristen selbst. Etwa 60 Menschen wurden verletzt.[1]

Das Verhängnis begann gegen 17:00 Uhr mit dem ergebnislosen Versuch einer Gruppe Bewaffneter, die Börse in Bagdad zu stürmen. Sicherheitskräfte schlugen die Angreifer zurück, wobei zwei der Wachleute getötet wurden. Dass es sich um ein Ablenkungsmanöver für ein noch weitaus brutaleres Vorhaben handelte, wusste neben den Terroristen zu diesem Zeitpunkt noch niemand. Denn das eigentliche Ziel des Kommandos war die gegenüber der Börse im Stadtviertel Karrada liegende Sayidat-al-Nejat-Kathedrale, in der gerade die Nachmittagsmesse begonnen hatte. Mehr als einhundert Gläubige waren in der Bischofskirche zusammengekommen. Als die ersten Schüsse zu hören waren, bat Pater Wassim nichtsahnend um die Fortsetzung des Gebets. Denn Gewehrfeuer ist nicht selten im heutigen Bagdad.

Den Schüssen folgte eine Explosion. Die Angreifer hatten nun das schwere Tor zum Innenhof der Kathedrale gesprengt und die Sicherheitsbeamten erschossen. In der Kathedrale suchten indes etwa 50 Christen Schutz in der Sakristei und verbarrikadierten die Tür mit einem Schrank, als die Bewaffneten die Kirche stürmten. Hier stellte sich Pater Wassim ihnen entgegen und bot sein eigenes Leben für das der anderen Christen. Er musste sich auf den Boden setzen und wurde hingerichtet.
Pater Taher blieb entschlossen am Altar stehen und wurde ebenfalls ermordet, während die übrigen rund 50 Christen in der Kathedrale verzweifelt nach Deckung suchten. Mehr als einhundert Menschen befanden sich in der Hand der erbarmungslosen Geiselnehmer und waren ihnen hilflos ausgeliefert. Deren Forderung: Freilassung aller inhaftierten Mitglieder der Al-Qaida im Irak und in Ägypten.

Die Motivation des Terrorkommandos, unmittelbar nach dem Überfall auf einer islamistischen Website veröffentlicht: »Eine zornige Gruppe von Mudschaheddin hat eine dreckige Höhle der Götzenanbeter gestürmt«, war da in hasserfülltem Duktus zu lesen, »die als Stützpunkt der Christen gegen den Islam genutzt wird.« Daneben war die Rede von zwei angeblich in koptischen Klöstern festgehaltenen Frauen, die zum Islam konvertiert waren. Im Original: »Wir helfen unseren schwachen gefangenen muslimischen Schwestern, die in Klöstern des Unglaubens und Kirchen des Götzendienstes gefangen sind.« Innerhalb von 48 Stunden sollten auch sie freigelassen werden, so die Forderung der Terroristen, die auch gleich mit der Erschießung von Geiseln begannen. Inzwischen hatten Anwohner die Bagdader Polizei informiert, diese wiederum die Antiterroreinheit der irakischen Armee. Die Befreiung der Geiseln wurde vorbereitet, zur Unterstützung lieferte eine US-Aufklärungsdrohne aktuelle Luftaufnahmen.

Unmittelbar vor der Erstürmung der Kathedrale durch die Antiterroreinheit entdeckten jedoch die Terroristen die in die Sakristei geflohenen Christen und warfen drei Handgranaten in den Raum. In diesem Moment begann der Zugriff der Sicherheitskräfte. Daraufhin zündeten einige der Terroristen ihre Sprengstoffgürtel. Die Folgen dieses blutigen Wahnsinns waren derart entsetzlich, dass selbst für Fachleute eine Rekonstruktion dazu, wie viele Menschen hingerichtet wurden, durch den Schusswechsel umkamen oder von den Sprengladungen zerfetzt wurden, nicht mehr möglich war. Etwa 60 Menschen schwer verwundete Menschen irrten danach in dem Inferno zwischen den schrecklich zugerichteten, auf dem kalten Boden der Kathedrale liegenden Überresten der 70 Toten herum.

Die Welt reagierte mit Entsetzen. Einige Aussagen seien hier stellvertretend wiedergegeben. »Nicht einmal Tiere tun so etwas«, sagte fassungslos der chaldäische Bischof Schlimon Warduni, und Athanase Matti Schaba Matoka, der Erzbischof der vom Anschlag betroffenen syrisch-katholischen Kirche, rief die Weltgemeinschaft dazu auf, die irakischen Christen endlich zu schützen. »Die Gläubigen im Stich zu lassen, ist kriminell.« Der Heilige Vater bezeichnete die Untat als »absurde und grausame Gewalt«, die deutschen Bischöfe redeten von »mörderischem Fanatismus«, während die deutsche Bundesregierung sich »entsetzt und traurig« äußerte. Frankreich übernahm immerhin die medizinische Versorgung von 36 Verletzten und sagte die Aufnahme von insgesamt 150 Anschlagsopfern zu. Der Trauergottesdienst für die Ermordeten am 2. November 2010 wurde von Kardinal Emanuel III. Deli, Patriarch der chaldäisch-katholischen Kirche, geleitet. Im August 2011 wurden drei Drahtzieher des Anschlags von einem Bagdader Gericht zum Tode verurteilt, ein vierter Angeklagter bekam 20 Jahre Gefängnis.

Mit diesen Eindrücken endet der erste Beitrag der Reihe. Eine Betrachtung der allgemeinen Lage der Christen im Irak wird sich in Kürze ergänzend anschließen.
Es bleibt heute zum Jahrestag nur die Bitte um Gebet. Beten wir für den wunderbaren Pater Wassim Sabih, der todesmutig sein Leben für seine Gemeinde hingab, und für den beeindruckenden Pater Taher al-Qasboutros, der unerschrocken am Altar ausharrte. Für die ermordeten Schwestern und Brüder und deren Hinterbliebene. Für die Verletzten. Für alle unter bitterster Verfolgung leidenden Christen im Irak und für die getöteten Sicherheitskräfte, die in Erfüllung ihrer Pflicht zu Tode kamen. Und - so schwer es auch fallen mag - für die hasserfüllten Mörder, auch wenn diese für die Schuldlosen keine Gnade fanden.

Pax vobiscum!

[1] Da die Angaben in den jeweiligen Quellen sich voneinander unterscheiden, werden hier die meistgenannten Zahlen als am wahrscheinlichsten übernommen.
Tina 13
Herr erbarme Dich.
elisabethvonthüringen
Eine erfreuliche nachricht...da wurden Gebete erhört!
Gott sei DANK!

Iran: Haftentlassung für Pastor Youcef Nadarkhani
2 Lesermeinungen

Der evanglische Pastor war ursprünglich zum Tod durch den Strang verurteilt worden. Bei einer erneuten Verhandlung hielten die Richter den Vorwurf der Evangelisation aufrecht und verurteilten den Pastor zu einer (schon abgebüßten) Haftstrafe.

Frankfurt am …More
Eine erfreuliche nachricht...da wurden Gebete erhört!
Gott sei DANK!

Iran: Haftentlassung für Pastor Youcef Nadarkhani
2 Lesermeinungen

Der evanglische Pastor war ursprünglich zum Tod durch den Strang verurteilt worden. Bei einer erneuten Verhandlung hielten die Richter den Vorwurf der Evangelisation aufrecht und verurteilten den Pastor zu einer (schon abgebüßten) Haftstrafe.

Frankfurt am Main (kath.net/IGFM) Der im September 2010 wegen Apostasi...[mehr]
elisabethvonthüringen
Schon wieder Christenmorde in Nigeria

Gerade noch in schönen Frühlingsgefühlen geschwelgt und schon ist die bittere Realität wieder da. Sie kam in Gestalt von Boko Haram und hat unschuldige Menschen beim Beten gemordet.
Abuja, 29.04.2012 (KAP) In Nigeria haben noch unbekannte Täter am Sonntagmorgen einen Terroranschlag auf die größte Universität in der Stadt Kano verübt, als dort gerade ein …More
Schon wieder Christenmorde in Nigeria

Gerade noch in schönen Frühlingsgefühlen geschwelgt und schon ist die bittere Realität wieder da. Sie kam in Gestalt von Boko Haram und hat unschuldige Menschen beim Beten gemordet.
Abuja, 29.04.2012 (KAP) In Nigeria haben noch unbekannte Täter am Sonntagmorgen einen Terroranschlag auf die größte Universität in der Stadt Kano verübt, als dort gerade ein katholischer Gottesdienst beginnen sollte. Bis Sonntagnachmittag stand die Zahl der Toten und Verletzten noch nicht fest.Der alte Teil des Campus der staatlichen Bayero-Universität in Kano sei durch Schüsse und eine Explosion erschüttert worden, heißt es in den Meldungen der internationalen Agenturen und Nachrichtenportale. Ziel waren offenbar die katholischen Studenten, die sich wie jeden Sonntag in einem Vorlesungssaal versammelt hatten, um die Messe zu feiern.(Quelle)
Laut dieser Quelle ist Boko Haram
eine islamistische terroristische Gruppierung im Norden Nigerias. Seit Ende 2010 trägt sie den Namen:جماعة اهل السنة للدعوة والجهاد (jama'atu ahlis sunna lidda'awati wal-jihad, wörtlich: Verband der Sunniten für die Einladung zum Islam und für den Dschihad). Sie setzt sich für die Einführung der Scharia in ganz Nigeria und das Verbot von westlicher Bildung ein, auch die Beteiligung an Wahlen lehnt sie ab.
Nach meiner Ansicht ist diese Gruppierung eine mörderische Schlächterbande, welche keinerlei Hemmungen und menschliche Regungen verspürt. Andersgläubige beim Beten zu massakrieren, ist schlicht und einfach reine Mordlust und verachtenswert. Das hat mit religiösen Gefühlen überhaupt nichts mehr zu tun.
Boko Haram ist das Zeugnis einer Entmenschlichung und sonst nichts.
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elisabethvonthüringen
Hier sind die Bilder
[gebloggt vor rund einem Jahr - aktuell noch dieses Bild von damals eingefügt:

Die Bilder der beiden Priester, die am 31. Oktober in Bagdad in der Our Lady of Deliverance-Kirche ermordet wurden.

Father Thair

Father Waseem

Father Qutaimi, ein syrisch katholischer Bischof, der vielen Gottesdienstbesuchern helfen konnte, wurde verletzt und liegt im Krankenhaus

Alle Bilder…More
Hier sind die Bilder
[gebloggt vor rund einem Jahr - aktuell noch dieses Bild von damals eingefügt:

Die Bilder der beiden Priester, die am 31. Oktober in Bagdad in der Our Lady of Deliverance-Kirche ermordet wurden.

Father Thair

Father Waseem

Father Qutaimi, ein syrisch katholischer Bischof, der vielen Gottesdienstbesuchern helfen konnte, wurde verletzt und liegt im Krankenhaus

Alle Bilder von dieser Seite hier.
Auch dieses:
elisabethvonthüringen
Jahrestag

Heute vor einem Jahr, am 31. Oktober 2010, richteten mutmaßliche Al-Kaida-Anhänger in der chaldäisch-katholischen Kirche "Our Lady of Deliverance" in Bagdad während des Sonntagabend-Gottesdienstes ein Blutbad an. 58 Gläubige und zwei Priester wurden niedergemetzelt. Kurz darauf meldete sich Al-Kaida mit einer Drohbotschaft gegen den Vatikan und die koptische Kirche in Ägypten und …More
Jahrestag

Heute vor einem Jahr, am 31. Oktober 2010, richteten mutmaßliche Al-Kaida-Anhänger in der chaldäisch-katholischen Kirche "Our Lady of Deliverance" in Bagdad während des Sonntagabend-Gottesdienstes ein Blutbad an. 58 Gläubige und zwei Priester wurden niedergemetzelt. Kurz darauf meldete sich Al-Kaida mit einer Drohbotschaft gegen den Vatikan und die koptische Kirche in Ägypten und Europa.
Am 1. Januar 2011 explodierte eine Autobombe vor einer koptischen Kirche in Alexandria und riss mindestens 23 Gläubige in den Tod. Einige Verletzte wurden auch nach Deutschland ausgeflogen und dort medizinisch versorgt. In Deutschland wie in ganz Europa konnten die Kopten ihr Weihnachtsfest - am 6. Januar - nur unter Polizeischutz feiern. Zahlreiche Katholiken und evangelische Christen haben ein Zeichen gesetzt, und diese Feiern aus Solidarität besucht.

Ich werde ein, zwei Einträge mit Fotos von vor einem Jahr zu dem Massaker in Bagdad nochmal auf die Startseite setzen
elisabethvonthüringen
Ich hab heute auch schon daran gedacht...auf dueser seite...an Pf. Skoblicki...

confrater-stefan vor einer Stunde

Kopfschütteln
Auch wenn ich besagten Priester nicht kenne sondern nur die kath.net-Berichterstattung, so stellt sich mir doch eine grundsätzliche Frage: Wo in der Welt erhalten Priester sonst noch Morddrohungen? Im Nahen Osten, vielleicht wenn sie politisch unbequem werden in Latei…More
Ich hab heute auch schon daran gedacht...auf dueser seite...an Pf. Skoblicki...

confrater-stefan vor einer Stunde

Kopfschütteln
Auch wenn ich besagten Priester nicht kenne sondern nur die kath.net-Berichterstattung, so stellt sich mir doch eine grundsätzliche Frage: Wo in der Welt erhalten Priester sonst noch Morddrohungen? Im Nahen Osten, vielleicht wenn sie politisch unbequem werden in Lateinamerika, in Diktaturen wie Nationalsozialismus und Kommunismus usw. usw. - wäre ich Österreicher, würde ich mir jetzt mal Gedanken machen. Man muss ja als bspw als Tourist Länder, in denen Christen verfolgt werden nicht unbedingt besuchen, oder? Wäre es ein anderes Land, gäbe es schon Boykottaufrufe. Ist das das Bild, das Österreich von sich vermitteln will? Andernorts werden derartige Angriffe von der religiösen und politischen Führung wenigstens pro forma verurteilt. Was passiert in Österreich? Scheinbar nichts. Als Piefke, der seinen Glauben ernst nimmt kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln. Hat mannichts gelernt in Ö? Gar nichts? Sehr beschämend.
loveshalom
Es sollte "Jedem" ins Fleisch, Blut und Herz übergehen,
täglich für die verfolgten, gequälten, getöteten Christen -
für alle, die ihres Glaubens wegen verfolgt werden, zu beten und Opfer zu bringen 🙏
elisabethvonthüringen
Och nee, Kinders, echt nicht!

Also dieses Wochenende findet die DBKJ-Hauptversammlung in Altenberg, also quasi bei mir ums Eck, statt.
Ein Positionspapier wird als Streitschrift angekündigt.
Hier die abschließenden Visionen:

Über die genannten Punkte hinaus, die in der Verfügungsgewalt der deutschen Ortskirchen liegen, halten wir an den drängenden Fragestellungen fest, die die ganze Kirche …More
Och nee, Kinders, echt nicht!

Also dieses Wochenende findet die DBKJ-Hauptversammlung in Altenberg, also quasi bei mir ums Eck, statt.
Ein Positionspapier wird als Streitschrift angekündigt.
Hier die abschließenden Visionen:

Über die genannten Punkte hinaus, die in der Verfügungsgewalt der deutschen Ortskirchen liegen, halten wir an den drängenden Fragestellungen fest, die die ganze Kirche angehen:

Wir teilen die Überzeugung nicht, dass es der Kirche verboten ist, Frauen zu den Weiheämtern zuzulassen.

Wir haben größten Respekt vor Priestern, Bischöfen und Ordensleuten, die um Christi Willen auf Ehe und Familie verzichten; aber wir teilen die Überzeugung nicht, dass der Zölibat die verpflichtende Zugangsvoraussetzung für das Weiheamt sein muss.

Wir bekennen uns zu unseren Bischöfen als Nachfolger der Apostel, aber wir teilen die Überzeugung nicht, dass damit eine aktive Mitwirkung der Laien an der Wahl der Amtsträger ausgeschlossen sein muss.

Wir sind überzeugt von der Heiligkeit der Ehe, aber wir teilen die Überzeugung nicht, dass deswegen andere Formen von Partnerschaft und familiärem Zusammenleben aus der Kirche weniger wertvoll sein sollen.
Gerade weil diese Themen des Dialogs mit den Geschwistern in den Ortskirchen anderer Erdteile dringend bedürfen, können wir dazu nicht schweigen. Die Kirche in Deutschland muss diese drängenden Fragen deshalb vor den Papst und in das Gespräch mit der ganzen Weltkirche bringen
.

Wenn ich das lese, wird fpr mich der Riss, der durch unsere Kirche geht spürbar. Ich hoffe wirklich, dass es über dieses Papier einen heftigen Streit in Altenberg geben wird.
elisabethvonthüringen
Man weiß nicht mehr, was man noch sagen soll.
Aus dem Positionspapier für die kommende BDKJ-Hauptversammlung in Altenberg. [Ist das jenes, welches der Herr Tänzler irgendwie als Thesenanschlag an die Wand nageln will? Nee, das ist keine ironische Bemerkung von mir, er will wirklich so was machen.]

Zuerst das Übliche, also kurze und prägnante Charakterisierung einer bereits existierenden kirchlic…More
Man weiß nicht mehr, was man noch sagen soll.
Aus dem Positionspapier für die kommende BDKJ-Hauptversammlung in Altenberg. [Ist das jenes, welches der Herr Tänzler irgendwie als Thesenanschlag an die Wand nageln will? Nee, das ist keine ironische Bemerkung von mir, er will wirklich so was machen.]

Zuerst das Übliche, also kurze und prägnante Charakterisierung einer bereits existierenden kirchlichen Gemeinschaft, verpackt als Vision für die römisch-katholische Kirche, die es innerhalb von 500 Jahren geschafft haben, sich in weißnichtwieviel Denominationen aufzusplittern. Vor einigen davon habe ich übrigens den allergrößten Respekt. Zum Beispiel vor den Mennoniten.
So weit, so originell - also die BDKJ, nicht ich.

Der Knüller aber ist: >>Gerade weil diese Themen des Dialogs mit den Geschwistern in den Ortskirchen anderer Erdteile dringend bedürfen, können wir dazu nicht schweigen. Die Kirche in Deutschland muss diese drängenden Fragen deshalb vor den Papst und in das Gespräch mit der ganzen Weltkirche bringen.<< [via bee]

So. Diesem Absatz entnehme ich, dass eine Horde voller begeisterter junger BDKJ-Katholiken neulich ausgeschwärmt ist, nach Indien zum Beispiel. Oder in den Irak. Oder zur Elfenbeinküste. Oder nach China, Pakistan. Überall hin, wo Katholiken (und nicht nur sie, auch andere Christen), verfemt, verfolgt, bestialisch niedergemetzelt, von den Kirchenbänken gebombt werden.
Und die Geschwister dort haben gerufen "Halleluja!" - nicht wahr? Die Geschwister waren ganz aus dem Häuschen, dass endlich die deutsche Ortskirche mit ihnen Dialog über gleichgeschlechtliche Partnerschaften und alles führen will. Sie haben einen Hammel geschlachtet und gebraten, Bauchtänzlerinnen (genau!) kommen lassen und ein großes Fest gefeiert. Zu lange schon lebten sie in der Erwartung des zweiten Messias, der sie von ihren dringlichsten Problemen erlösen wird.

Ich hoffe, irgendein aufrechter Mensch mit Zivilcourage geht her und nagelt euch direkt über diesen QUARK ein Plakat mit einem Bild des kürzlich erschossenen katholischen Märtyrers Shahbaz Bhatti.

[Nachtrag: Es will kein Bischof hingehen [der das auch gleich hätte mitübernehmen können. Falls Bischof Mixa hier mitliest - das wäre ein cooler Job für ihn.]
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elisabethvonthüringen
Klare und dringend nötige Worte. >>In den Jahren 2007 und 2008 wollte in Baden-Württemberg das Diakonische Werk eine Kampagne für die Aufnahme eines Kontingents irakischer Christen nicht mittragen – mit der Begründung, man sehe lediglich Bedarf für schutzbedürftige Flüchtlinge aus dem Irak. Und auffällig war auch, dass insbesondere Kirchengemeinden, die sich der friedensstiftenden Zusammenarbeit …More
Klare und dringend nötige Worte. >>In den Jahren 2007 und 2008 wollte in Baden-Württemberg das Diakonische Werk eine Kampagne für die Aufnahme eines Kontingents irakischer Christen nicht mittragen – mit der Begründung, man sehe lediglich Bedarf für schutzbedürftige Flüchtlinge aus dem Irak. Und auffällig war auch, dass insbesondere Kirchengemeinden, die sich der friedensstiftenden Zusammenarbeit mit Moscheegemeinden verpflichtet sahen, das Thema verfolgte Christen partout nicht anfassen wollten. Hier wird es nun ganz absurd, und es wird eine Herzenskälte sichtbar, die so gar nicht zur Versöhnungsidee passen will: Um Muslime – die hier in Deutschland ziemlich ungestört ihrem Glauben nachgehen können – nicht in Verlegenheit zu bringen oder gar zu brüskieren, verzichtet man darauf, den Angehörigen des eigenen Glaubens beizustehen. Es gibt eine Art von interkultureller Versöhnungsarbeit, die aus Respekt oder Angst vor dem Anderen das Eigene missachtet. Das ist nicht mutig, sondern feige. Der Westen steht weltweit im Wort Nicht nur im Irak, sondern an vielen Orten der Welt werden Christen verfolgt, mal staatlich, mal von religiösen Eiferern. Die Christenheit macht keinen guten Endruck in der Welt, wenn sie nicht jeden einzelnen dieser Fälle als ureigene Angelegenheit sieht. Das Christentum ist eine universalistische Religion, und diese hat lange gebraucht, bis es ihr gelungen ist, den ihr inne wohnenden Universalismus der Menschenrechte und ihre Grundachtung vor dem Individuum über den geschriebenen Buchstaben hinaus zu verwirklichen. Mit diesem Universalismus steht der Westen weltweit im Wort. Verzichtet er auf ihn, wird er nicht Achtung, sondern Hohn und Spott ernten.<< Ganz Artikel von Thomas Schmid hier.www.welt.de/…/Wir-achten-unse…

Gesegnete Weihnachten für unsere verfolgten Brüder und Schwestern auf der ganzen Welt.