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Herr, lehre uns beten! "Einer seiner Jünger sagte zu Jesus: Herr, lehre uns beten! … Da sagte er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater, dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Gib uns täglich …More
Herr, lehre uns beten!
"Einer seiner Jünger sagte zu Jesus: Herr, lehre uns beten! … Da sagte er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater, dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen. Und erlaß uns unsere Sünden; denn auch wir erlassen jedem, was er uns schuldig ist. Und führe uns nicht in Versuchung." (Lk 11,3 4) Heute will ich mit schlichten Worten das Gebet des Herrn beschreiben: Vater, dein Name werde geheiligt. Es ist so wichtig, zuerst innerlich still zu werden und sich bewusst zu machen: VATER im Himmel – Dein Name ist die LIEBE! – Du bist jetzt hier und schaust voll Liebe auf mich! Ich glaube an Dich, ich bete Dich an, ich hoffe auf Dich und ich liebe Dich! Danke, dass ich Dein geliebtes Kind sein zu darf! Dein Reich komme. Das Reich des Vaters kommt konkret in der Vollmacht des Evangeliums Jesu. Wie der hl. Franziskus darf ich es ehrfürchtig annehmen mich vom Wort des Vaters, das Jesus bringt, tief berühren lassen, das mich befreien, heilen und heiligen will. Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen. Der Höhepunkt ist das Einswerden mit der Liebe Gottes. Dies geschieht, wenn wir Jesus in der hl. Kommunion empfangen. Er ist selbst das Lebensbrot, die Medizin für die Seele, was wir täglich brauchen, um lieben zu können. Und erlaß uns unsere Sünden; Wie schnell geschieht es, dass wir durch Groll, Bitterkeit oder sogar Lieblosigkeiten Mitmenschen gegenüber Mauern errichten. Dann spürt man die Liebe Gottes nicht mehr. Er scheint dann so fern zu sein. Doch die Mauer haben wir errichtet und nicht Gott. Wie wohltuend ist es, wenn wir mit Reue zu Jesus kommen und er uns rein wäscht mit Seinem Kostbaren Blute. denn auch wir erlassen jedem, was er uns schuldig ist. Es ist nicht leicht zu verzeihen. Doch wenn wir dem Mitmenschen vergeben und beten: „Im Namen Jesu segne ich Dich, geliebtes Menschenkind!“, dann beschenkt uns Jesus mit einem tiefen Mitgefühl zum Nächsten. Mit Seiner Liebe können wir wieder lieben, ja heroisch lieben. Und führe uns nicht in Versuchung. Es gibt Augenblicke, wo es ganz dunkel, ja finster wird im Leben. Man spürt nur noch Ablehnung, Ausgrenzung, Abneigung und Hass. Es sieht alles so trostlos und hoffnungslos aus. Dann dürfen wir Jesus bitten, uns nicht alleine zu lassen und mit dem hl. Franziskus beten: Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens, dass ich liebe, wo man hasst; dass ich verzeihe, wo man beleidigt; dass ich verbinde, wo Streit ist.
Irapuato
Sally Dorman Boaurelia martin fischer
Irapuato
Brief des Paulus an die Galater 2,1-2.7-14.
Brüder! Vierzehn Jahre später ging ich wieder nach Jerusalem hinauf, zusammen mit Barnabas; ich nahm auch Titus mit.
Ich ging hinauf aufgrund einer Offenbarung, legte der Gemeinde und im besonderen den "Angesehenen" das Evangelium vor, das ich unter den Heiden verkündige; ich wollte sicher sein, dass ich nicht vergeblich laufe oder gelaufen bin.
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Brief des Paulus an die Galater 2,1-2.7-14.
Brüder! Vierzehn Jahre später ging ich wieder nach Jerusalem hinauf, zusammen mit Barnabas; ich nahm auch Titus mit.
Ich ging hinauf aufgrund einer Offenbarung, legte der Gemeinde und im besonderen den "Angesehenen" das Evangelium vor, das ich unter den Heiden verkündige; ich wollte sicher sein, dass ich nicht vergeblich laufe oder gelaufen bin.
Im Gegenteil, sie sahen, dass mir das Evangelium für die Unbeschnittenen anvertraut ist wie dem Petrus für die Beschnittenen -
denn Gott, der Petrus die Kraft zum Aposteldienst unter den Beschnittenen gegeben hat, gab sie mir zum Dienst unter den Heiden -,
und sie erkannten die Gnade, die mir verliehen ist. Deshalb gaben Jakobus, Kephas und Johannes, die als die "Säulen" Ansehen genießen, mir und Barnabas die Hand zum Zeichen der Gemeinschaft: Wir sollten zu den Heiden gehen, sie zu den Beschnittenen.
Nur sollten wir an ihre Armen denken; und das zu tun, habe ich mich eifrig bemüht.
Als Kephas aber nach Antiochia gekommen war, bin ich ihm offen entgegengetreten, weil er sich ins Unrecht gesetzt hatte.
Bevor nämlich Leute aus dem Kreis um Jakobus eintrafen, pflegte er zusammen mit den Heiden zu essen. Nach ihrer Ankunft aber zog er sich von den Heiden zurück und trennte sich von ihnen, weil er die Beschnittenen fürchtete.
Ebenso unaufrichtig wie er verhielten sich die anderen Juden, so dass auch Barnabas durch ihre Heuchelei verführt wurde.
Als ich aber sah, dass sie von der Wahrheit des Evangeliums abwichen, sagte ich zu Kephas in Gegenwart aller: Wenn du als Jude nach Art der Heiden und nicht nach Art der Juden lebst, wie kannst du dann die Heiden zwingen, wie Juden zu leben?

Psalmen 117(116),1.2.
Lobet den Herrn, alle Völker,
preist ihn, alle Nationen!

Denn mächtig waltet über uns seine Huld,
die Treue des Herrn währt in Ewigkeit.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 11,1-4.
Jesus betete einmal an einem Ort; und als er das Gebet beendet hatte, sagte einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie schon Johannes seine Jünger beten gelehrt hat.
Da sagte er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater, dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme.
Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen.
Und erlass uns unsere Sünden; denn auch wir erlassen jedem, was er uns schuldig ist. Und führe uns nicht in Versuchung.

Lektionar. Rechte: staeko.net

Hl. Johannes von Damaskus (um 675-749)

Mönch, Theologe und Kirchenlehrer
Homilie über die Verklärung Jesu, 10; PG 96, 545 (Homélie sur la Transfiguration, trad. En Calcat, rev.; ins Dt. übers. © Evangelizo)

„Jesus betete einmal an einem Ort“ (Lk 11,1)
„Jesus betete einmal in der Einsamkeit“ (Lk 9,18). Das Gebet hat seine Quelle in der Stille und im inneren Frieden; dort offenbart sich die Herrlichkeit Gottes (vgl. Lk 9,29). Denn wenn wir unsere Augen und Ohren schließen, wenn wir uns innerlich in der Gegenwart Gottes befinden, wenn wir, befreit von der Unruhe der äußeren Welt, in uns selbst sind, dann werden wir in unseren Seelen das Reich Gottes deutlich sehen. Denn das Himmelreich oder, wenn man so will, das Reich Gottes ist in uns selbst: Jesus, unser Herr, hat es uns gesagt (vgl. Lk 17,21). Die Glaubenden und der Herr beten jedoch auf verschiedene Weise. Die Diener nähern sich in ihrem Gebet dem Herrn ja mit einer Mischung aus Furcht und Sehnsucht; das Gebet wird für sie zu einer Wanderschaft hin zu Gott und zur Vereinigung mit ihm, indem es sie mit seiner eigenen Substanz nährt und stärkt. Christus jedoch, dessen heilige Seele eins ist mit dem Wort Gottes, wie betet er? Wie kann der Herr denn eine bittende Haltung einnehmen? Und wenn er es tut, will er uns, nachdem er unsere Natur angenommen hat, nicht unterweisen und uns den Weg zeigen, der uns eben durch das Gebet zu Gott hinaufführt? Will er uns nicht lehren, dass das Gebet zutiefst die Herrlichkeit Gottes in sich birgt?